Seit Jahren verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt und damit auch den Banking- und Finance-Bereich auf eine tiefgreifende und nicht selten disruptive Art und Weise. End-to-End Digitalisierung, Open Banking, Plattformen und Multichannel-Ansätze treffen im Alltag von Kundenberatenden, Geschäftsleitungsmitgliedern und Strategiemitarbeitenden von Banken und Versicherungen auf Fragen der sozialen und ökologischen Verantwortung. Die aktuelle Beitragsreihe soll an diesen Punkten Aufschluss geben.

Maenner im Ruderboot

Im Spannungsfeld von Regulation und Verantwortung (Symbolbild)

Nachhaltigkeit als prominentes Thema

Nicht erst seit der Greta-Bewegung sind nachhaltige Anlageinstrumente ein Thema – aber die Möglichkeit, Nachhaltigkeit als Businessmodell oder zumindest im bestehenden Kerngeschäft zu etablieren, ist das Thema plötzlich aus dem Bankensektor nicht mehr wegzudenken. Oder: Was bedeutet es, dass der Bundesrat aufgrund der Corona-Pandemie die „ausserordentliche Lage“ ausgerufen hat und Frau Sommaruga sagt, der Bundesrat erwartet von den Banken, dass sie einen Beitrag leisten, damit die Liquidität von KMUs und der Wirtschaft in dieser ausserordentlichen Zeit erhalten bleibt? Wie könnte, müsste, dürfte ein solcher Beitrag im Rahmen der bestehenden Regulationen überhaupt aussehen?

Kompetenzen stehen im Vordergrund

Im Spannungsfeld von Regulation und Verantwortung ist die fachliche und strategische Kompetenz der Entscheidungsträger und Kadermitarbeitenden so entscheidend wie ihr Wissen über die Praxis, darüber „wie es wirklich lauft“. Es ist die Mischung aus Praxis und Forschung, die nachhaltig erfolgreiche Entscheide ausmacht. Dabei geht es heute primär darum, direkt auf die Berufstätigkeit zugeschnittene Qualifikationen zu erlernen und dabei gleichzeitig wissenschaftliches Denken und Arbeiten zu schulen. Neben der Fachkompetenz gewinnen übergreifende Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen im vernetzten und dynamischen Arbeitsalltag an Bedeutung. In der Informationsflut die Kompetenz zu haben relevante Informationen von irrelevanten, richtige von falschen zu unterscheiden und dies in einen Zusammenhang zu stellen, welcher Kundennutzen generiert ist entscheidender denn je.

Stichwort: Problemlösungskompetenz

Das Stichwort ist Problemlösungskompetenz: Einfache Aufträge erledigen Kundinnen und Kunden heute schnell selber – so ist ein Bankkonto schnell online eröffnet, ist die Information zu einer spezifischen Frage schnell im Internet gegoogelt – aber komplexere Fragestellungen brauchen die Unterstützung und Beratung von ausgewiesenen Experten und Expertinnen. Problemlösungskompetenz lässt sich in einer komplexen, vielfach uneindeutigen Welt nicht so schnell automatisieren sondern basiert auf Erfahrung, Wissen und der Fähigkeit konstruktiv-kritisch Lösungen zu finden.

Fazit – Das Anforderungsniveau steigt

Kundenzentrierte Dienstleistungserbringung ist das A und O eines erfolgreichen Geschäftsmodells. Dabei fokussiert es sich intensiv auf die Sammlung, Analyse, Aufbereitung und die automatische Verknüpfung und Bereitstellung von Daten. Worin dies resultiert, wird im zweiten Teil dieser Beitragsreihe aufgezeigt. Bleiben Sie dran.

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Autor
Bernhard Koye

Prof. Dr. Bernhard Koye

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Autor
Yannik Uldry

Yannick Uldry

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