Künstliche Intelligenz (KI) wird für Schweizer Unternehmen in Zukunft wichtig, weil sie besonders gut mit grossen Datenmengen umgehen kann. In einem ersten Blogpost wurden die heute existierenden drei Stufen künstlicher Intelligenz (oder Artificial Intelligence AI) vorgestellt. Hier folgen aus der gleichnamigen Swisscom-Studie fünf Gründe, „Warum Schweizer Unternehmen in KI investieren sollten“.

Bild eines Gehirns umfasst von zwei Händen

Künstliche Intelligenz - wer wird wen kontrollieren? (Symbolbild)

1. Mehr Effizienz: Dank AI laufen Informationsprozesse schneller und automatisch ab, welche bisher der Mensch in Handarbeit leisten musste. Eine AI kann beispielsweise Informationen sinnvoll kategorisieren und sie automatisch an die richtige Stelle weiterleiten, auch wenn keine Metadaten oder andere eindeutige Informationsstrukturen vorhanden sind.

2. Zufriedenere Kunden: Der Kundendienst findet mit einer cleveren AI-Suche das Anwenderproblem schneller und treffsicherer. Online-Kommentare in sozialen Medien werden zeitnah und kompetent beantwortet. Solche Erfolge steigern die Zufriedenheit der Kunden.

3. Gesteigerter Datenwert: Wertvolle Informationen verschwinden im Berg der rasant wachsenden Datenmengen und sind in unstrukturierten Beständen praktisch nicht mehr auffindbar. Eine AI kann sowohl die neu dazukommenden wie auch alle bestehenden Informationen erfassen, sinnvoll kategorisieren und damit langfristig nutzbar machen. Das steigert den wirtschaftlichen Wert der Datensammlungen.

4. Minimierte Risiken: Einerseits ist Wissen ist Macht, andererseits kann Unwissen rasch zu unbeherrschbaren Risiken führen. Eine AI hilft Unternehmen beispielsweise mit Stimmungsanalysen in den sozialen Medien damit sie zeitnah merken, wenn die Kundenmeinungen umschlagen oder der Markt sich grundlegend verändert. Mit einer AI können massgebliche Verträge oder andere für die Compliance relevante Informationen sehr viel schneller und vollständiger gefunden werden als mit herkömmlichen Recherchemethoden.

5. Schnellere Reaktionszeiten: Global vernetzte Märkte ändern sich rasch. Eine AI kann Informationen aus allen möglichen Systemen und weltweiten Quellen in Echtzeit analysieren und die angemessene Reaktion auswählen. Wenn eine Firma eine neue Produktversion lanciert, kann AI die Stimmung in relevanten Online-Medienverfolgen. Auftauchende Probleme werden schnell identifiziert. Das gleiche funktioniert auch bei einem überwältigend positiven Konsumentenecho.

Für die Swisscom ist vor diesem Hintergrund klar: Die Frage lautet darum nicht, ob sich Unternehmen mit AI auseinandersetzen sollen, sondern wie rasch. Es ist allerdings absehbar, dass die geschilderten Leistungen der AI viele bisher von Menschen ausgeführte Tätigkeiten überflüssig machen werden. Allerdings dürften auch neue Tätigkeitsfelder entstehen. Vor 15 Jahren habe es schliesslich auch noch keine Social-Media-Manager gegeben.

Facebook Twitter Xing LinkedIn Whatsapp E-Mail