Die Vertiefungsrichtung Geriatrie im Bachelor-Studiengang in Pflegewissenschaft wurde entwickelt, um Pflegefachpersonen HF berufsbegleitend im Aufbau von benötigten Kompetenzen für die gerontologisch-geriatrische Pflegefachpraxis zu unterstützen. Als an der Fachpraxis ausgerichtetes Angebot bereitet das Studium Sie mit seinen Aufbaumodulen optimal auf die vielfältigen Herausforderungen in der Versorgung von älteren und alten Menschen vor.
Aufbau des Studiengangs Bachelor of Science in Nursing
1. Semester
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Systematisch erhobene Daten ermöglichen eine forschungsgestützte Pflegepraxis. In diesem Modul erwerben Sie die Grundlagenkenntnisse im Bereich der Forschungsparadigmen, des empirischen Forschungszyklus und des wissenschaftlichen Arbeitens und üben diese im Rahmen Ihres Forschungsprojektes ein.
Sie knüpfen damit an eine lange Tradition an: Seit Florence Nightingale – also seit Mitte des 19. Jahrhunderts – wird die Pflege im Dienst der Patient:innen und Angehörigen systematisch und mit wissenschaftlichen Methoden untersucht. Die Gewinnung neuer Erkenntnisse liegt sowohl im Interesse der Patient:innen und Angehörigen als auch des Gesundheitswesens. Damit Sie belastbare und allgemein gültige Aussagen zu Bedarf und Wirksamkeit pflegerischer Massnahmen treffen können, benötigen Sie verlässliche, ethisch einwandfreie und systematisch erhobene Daten – als Basis einer forschungsgestützten Pflegepraxis.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach Modulabschluss sind Sie in der Lage,
- wissenschaftstheoretische Folgerungen zu quantitativen und qualitativen Forschungsparadigmen zu ziehen und deren Bedeutung für pflegewissenschaftliche Fragestellungen zu erläutern.
- zentrale Forschungsfelder wie Pflege-, Gesundheits- und Versorgungsforschung zu erläutern und deren Relevanz für die Verbesserung der Patient:innenversorgung und des Gesundheitssystems zu begründen.
- den empirischen Forschungszyklus zu erklären und auf ein pflege- bzw. gesundheitsbezogenes Thema anzuwenden und dafür verschiedene Forschungsdesigns zu unterscheiden und angemessen zu begründen.
- den Forschungsprozess entlang eines vorgegebenen Themas strukturiert nachzuvollziehen, zentrale methodische Entscheidungen zu reflektieren und umzusetzen.
- Forschungsergebnisse zu beschreiben, kritisch zu diskutieren und hinsichtlich Qualität, Übertragbarkeit und Nutzen für die pflegerische Praxis zu beurteilen, um daraus Schlussfolgerungen für die evidenzbasierte Pflege- und Qualitätsentwicklung sowie für Veränderungsprozesse in der Praxis abzuleiten.
- Gütekriterien qualitativer und quantitativer Forschung zu erklären und zur Beurteilung von Studien anzuwenden.
- Zentrale forschungsethische Prinzipien (z. B. Einwilligung, Datenschutz, Vulnerabilität) zu erläutern und deren Bedeutung für die Pflegeforschung zu reflektieren.
Modulinhalte
- Forschungsparadigmen, empirischer Zyklus und Grundlagen von Evidence-based Practice in der klinischen Entscheidungsfindung
- Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen
- Bedeutung des theoretischen Rahmens und des Literaturüberblicks
- Experimentelle und nichtexperimentelle Forschungsdesigns
- Datenerhebungsmethoden
- Interprofessionelle Forschung und Versorgungsforschung im Team
- Analyse und Interpretation von Ergebnissen des quantitativen Forschungsansatzes
- Gütekriterien der quantitativen und qualitativen Forschung
- Grundbegriffe und Prinzipien der Forschungsethik sowie Arbeitsweise von Ethikkommissionen
- Rolle und aktives Mitwirken von Patient:innen, Angehörigen und der Öffentlichkeit in der Forschung
- Qualitative Forschungsdesigns, wie Ethnografie, Grounded Theory, Phänomenologie, Aktionsforschung
- Ablauf einer qualitativen Erhebung: von der Planung, Datenerhebung bis zur Verbreitung der Ergebnisse
- Analyse und Interpretation von Ergebnissen des qualitativen Forschungsansatzes.
Lehr- und Lernmethoden
Problem Based Learning (PBL) zur Erlangung der theoretischen Grundlagen, Durchführung eines konkreten quantitativen Forschungsprojektes, Vorlesungen und Anwendungsaufgaben zur qualitativen Forschung, angeleitetes Selbststudium.
Leistungsnachweise Modulabschluss
In Kleingruppen einen Forschungsbericht über das gemeinsam durchgeführte Forschungsprojekt schreiben und mündlich präsentieren.
Bestehensgrenze mind. Note 4.0
Modulverantwortung
Prof. Dr. Karin Ribi, Dr. Julia Seinsche
Voraussetzungen
- Grundstudium Bachelor of Science in Nursing oder Höhere Fachschule Pflege
- vertiefte Mathematik-, Englisch- und Deutschkenntnisse (Niveau Berufsmaturität)
Modulcode
BSNA1-11
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Kontaktstudium: 40 Lernstunden
Angeleitetes Selbststudium: 90 Lernstunden
Selbststudium Modulabschluss: 20 Lernstunden
Für eine qualitativ hochwertige Pflege benötigen Sie forschungsbasiertes Wissen. Wissenschaftliche Erkenntnisse verändern sich kontinuierlich, und die Forschung schliesst laufend Wissenslücken.
Deshalb orientiert sich eine effiziente, zeitgemässe, wirksame und ressourcenschonende Versorgung von Menschen mit Gesundheitsbeeinträchtigungen mehr denn je an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Als Pflegefachperson BScN spielen Sie eine zentrale Rolle: Sie übertragen Forschungsergebnisse in die Praxis, um Patient:innen und deren Angehörige sicher und bedarfsgerecht zu versorgen, vertreten deren Anliegen und tragen im interprofessionellen Team zur Weiterentwicklung der Pflegequalität bei.
In diesem Modul erwerben Sie die Fähigkeit, gezielte Literaturrecherchen zu Fragestellungen aus der klinischen Praxis durchzuführen sowie die gefundenen Studien statistisch und methodisch kritisch zu beurteilen. Dazu gehören die Beschreibung der Ergebnisse, deren Diskussion, die Ableitung fachlich fundierter Schlussfolgerungen sowie die Herstellung eines Bezugs zu Ihrem Berufsfeld.
Die Erarbeitung von Grundlagenwissen der Statistik nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein. Sie präsentieren Ihre Ergebnisse und Erkenntnisse abschliessend in wissenschaftlicher Sprache (mündlich, schriftlich) und reflektieren deren Bedeutung für evidenzbasierte Pflege und Qualitätsentwicklung. Dabei knüpfen Sie an das parallel im Modul 1.4 «Bachelor Thesis-Begleitung» erworbene Wissen zu Recherchekompetenzen, wissenschaftlichem Schreiben und wissenschaftlicher Integrität an und wenden es praktisch an.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach dem Modul sind in der Lage,
- mit Hilfe von Datenbanken eine fragegeleitete Literaturrecherche systematisch zu planen und durchzuführen.
- Forschungsartikel mit Kenntnissen der zugrunde liegenden Forschungsmethodologie, der Gütekriterien und grundlegenden statistischen Kennwerte kritisch zu beurteilen und Grenzen der Aussagekraft zu benennen.
- die zentralen gewonnenen Erkenntnisse von Forschungsartikeln adressatengerecht zusammenzufassen und gegenüber Berufs- und Praxispersonen im interprofessionellen Team schriftlich und mündlich in fachsprachlich korrekter Form zu kommunizieren.
- in (interprofessionellen) Forschungsprojekten unterstützend mitzuwirken und die eigene Rolle im Forschungsteam zu reflektieren.
- aufzuzeigen, welche Faktoren die Implementierung von Forschungsergebnissen in die pflegerische Praxis fördern bzw. behindern.
- grundlegende statistische Methoden zur Beschreibung von Daten in Form von Graphiken, Tabellen oder einzelnen Kennwerten korrekt anzuwenden.
- Resultate der deskriptiven Statistik im Kontext von Forschungsartikeln zu interpretieren und für die Beurteilung von Relevanz und Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen zu nutzen.
Modulinhalte
- Evidenzbasierte Pflege und Forschungsanwendung in der klinischen Entscheidungsfindung
- Literaturrecherche anhand der Datenbanken MedLine, CINAHL, Cochrane
- Beurteilung von Forschungsartikeln (Journal Club) entlang von Checklisten zur kritischen Auseinandersetzung mit Studien inklusive Peer-to-Peer-Learning (Reflexion, adressatengerechte Kommunikation)
- Implementierung von Forschungsresultaten in die Praxis
- Bedeutung von verlässlicher Evidenz für Patient:innensicherheit und Qualitätsentwicklung
- Hemmende und fördernde Faktoren bei der Implementierung
- Deskriptive Statistik: Datensorten, graphische Methoden
- Interpretation statistischer Kennzahlen und Grafiken in publizierten Studien
- Deskriptive Statistik für zwei Variablen: Scatterplot und Korrelation, Kreuztabelle
- Interpretation von Wahrscheinlichkeitswerten
Lehr- und Lernmethoden
Die Inhalte der Forschungsmethoden und der Statistik werden im Rahmen von Seminaren, «Journal Club»- sowie Übungs- und Peer-to-Peer-Einheiten und im angeleiteten Selbststudium erarbeitet. Inhaltliche Verknüpfungen bestehen zum Modul «Bachelor Thesis-Begleitung», in dem Wissensgrundlagen zur Anwendung der Forschungsmethoden erarbeitet werden.
Leistungsnachweis/Modulabschluss
- Forschungsmethoden: Schriftliche Einzelarbeit mit zusätzlich aufgezeichneter mündlicher Präsentation als Video
- Statistik: Schriftliche Prüfung
Bestehensgrenze mind. Note 4.0 für beide Prüfungen, Video erfüllt/nicht erfüllt
Modulverantwortung
Christian Conrad, MPH, Regina Gerlich, M.A.
Voraussetzungen
- Grundstudium Bachelor of Science in Nursing oder Höhere Fachschule Pflege
- vertiefte Mathematik-, Englisch- und Deutschkenntnisse (Niveau Berufsmaturität)
Modulcode
BSNA1-12
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Forschungsmethoden: Kontaktstudium 20 Lernstunden
Angeleitetes Selbststudium: 35 Lernstunden
Statistik: Kontaktstudium 23 Lernstunden
Angeleitetes Selbststudium: 42 Lernstunden
Selbststudium Modulabschluss: 30 Lernstunden (Leistungsnachweis des Themenbereichs «Forschungsmethoden» und Statistikprüfung)
Als Pflegefachperson BScN tragen Sie die Verantwortung für Gesundheitsförderung, Prävention und die Unterstützung von Patient:innen bei der Bewältigung akuter und chronischer Gesundheitsprobleme.
Zentral ist, körperliche Veränderungen und Krankheitsprozesse so zu deuten, dass Sie deren Bedeutung für Alltagsbewältigung, Selbstmanagement und Pflegebedarf erfassen und mit Patient:innen und Angehörigen verständlich besprechen können. Diese Deutungsprozesse erfordern breite und vertiefte Kenntnisse der Bezugswissenschaft Medizin, denn die Erweiterung medizinischer Grundkenntnisse bildet neben den Pflege- und Sozialwissenschaften eine der zentralen Grundlagen professioneller Pflege.
In diesem Modul vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Pathologie und Pathophysiologie der epidemiologisch relevantesten Krankheiten über alle Lebensphasen hinweg. Sie trainieren strukturiertes naturwissenschaftliches Denken und beziehen dabei in klinischen Untersuchungen konsequent die Perspektive der Patient:innen und ihres Alltags ein. Damit legt das Modul eine wesentliche Grundlage für professionelles Klinisches Assessment (Modul BSNA2-22), für pflegerisches Handeln und für die interprofessionelle Zusammenarbeit.
Sie entwickeln Ihre Rolle als Care Provider gezielt weiter und bauen Ihre Kompetenzen als Health Advocate, Communicator und Collaborator praxisnah aus. Dabei verknüpfen Sie Krankheitswissen mit Lebensqualität, Gesundheitsförderung und gemeinsamer klinischer Entscheidungsfindung.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach dem Modul sind Sie in der Lage,
- medizinische Kenntnisse zu vertiefen, zu erweitern und zentrale Inhalte der Anatomie/Physiologie, Pathophysiologie und der Behandlungsgrundsätze der häufigsten, international sowie in der Schweiz relevanten Krankheiten strukturiert darzustellen.
- die Wissensstruktur der Anatomie und Physiologie und der Pathologie sowie Pathophysiologie mit dem klinischen Bild und Befunden von Patient:innen in Verbindung zu bringen.
- das in der HF-Pflegeausbildung erworbene Fachwissen zu Anatomie und Physiologie zu erweitern und zu vertiefen sowie situationsangepasst in pflegerische Beurteilungen, Entscheidungen und Interventionen einfliessen zu lassen.
- das erworbene Wissen im interprofessionellen Austausch (z. B. im Behandlungsteam) einzubringen.
sich selbstständig anhand von Leitfragen anatomische und physiologische Sachverhalte zu erarbeiten. - durch die erworbenen Kenntnisse sich neue anatomische, physiologische und pathophysiologische Zusammenhänge zu erarbeiten und dieses Wissen auf im Modul nicht vertiefte Krankheitsbilder zu übertragen.
- Besonderheiten der o. g. Erkrankungen beim alten Menschen zu beschreiben.
- den physiologischen Prozess des Alterns und altersspezifische Besonderheiten zu beschreiben sowie Besonderheiten ausgewählter Erkrankungen im höheren Lebensalter und ihre Konsequenzen für Pflege, Prävention und Rehabilitation zu erläutern.
Modulinhalte
- Herz/Kreislauf: KHK, Herzinsuffizienz, Arterielle Hypertonie, PAVK, Lungenödem, Endokarditis sowie kardiovaskuläre Risikofaktoren und Prävention
- Lunge und Atmung: Pneumonie, COPD, Cor pulmonale, Asthma
- Nieren und ableitende Harnwege: Urethritis, Harnwegsinfekt, akute und chronische Niereninsuffizienz
- Geschlechtsorgane: Geschlechtskrankheiten, embryonale und kongenitale Missbildungen, Pathophysiologie der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane
- Verdauung: Ileus, Morbus Crohn, Leberzirrhose, Cholezystitis
- Stoffwechsel/Ernährung: Diabetes mellitus, Adipositas
- Nervensystem: Schlaganfall, Demenz, Morbus Parkinson
- Psyche: Depression, Angst, Suizidalität, Zwangsstörungen, Substanzgebrauchsstörungen (Alkohol, Medikamente)
- Grundlagen der Onkologie: Lungenkrebs, Leukämie
- Palliative Medizin: Grundlagen der Symptomlinderung und der Lebensqualität
- Immunsystem: HIV /AIDS, Hepatitis, Impfungen
- Hals-Nasen-Ohren: Epistaxis, Erkrankungen des Mund-Rachenraums, der Nase und Ohren, Larynxkarzinom
- Bewegungsapparat: degenerative Arthrosen, rheumatoide Arthritis, Osteoporose
- Der alte Mensch und Besonderheiten des Alters und Alterns: Multimorbidität, Gebrechlichkeit, Polypharmazie, Sturzrisiko
Lehr- und Lernmethoden
Lehr-Lerngespräche, Diskussionen, angeleitetes Selbststudium inkl. Lernvideos
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Schriftliche Prüfung (Multiple Choice)
Bestehensgrenze mind. Note 4.0
Modulverantwortung
Dr. Martin Fröhlich, Careum Hochschule Gesundheit
Modulcode
BSNA1-21
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Kontaktstudium: 42 Lernstunden
Angeleitetes Selbststudium: 92 Lernstunden
Selbststudium Modulabschluss: 16 Lernstunden
2. Semester
In diesem Modul erlernen und üben Sie das Erheben einer symptomfokussierten, vollständigen Anamnese und Techniken der körperlichen Untersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation) ein. Die körperliche Untersuchung dient auch der Vertiefung der pathophysiologischen Kenntnisse.
Als Pflegefachperson BScN tragen Sie in der Regel die Verantwortung für die Pflege der Ihnen anvertrauten Patient:innen. Die Einschätzung des Gesundheitszustandes sowie die darauf basierenden Entscheidungen sind dabei zentral. In unterschiedlichen Arbeitsfeldern müssen Sie potenzielle und akute Gesundheitsprobleme frühzeitig erkennen und in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen angemessen reagieren können.
Vor diesem Hintergrund hilft Ihnen die körperliche Untersuchung, pathophysiologische Zusammenhänge zu vertiefen und «Entgleisungen» sowie häufige Krankheitsbilder frühzeitig zu erkennen, um geeignete Massnahmen einzuleiten. Darauf aufbauend lernen und üben Sie in diesem Modul das Erheben einer symptomfokussierten, vollständigen Anamnese sowie Techniken der körperlichen Untersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation).
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach Modulabschluss sind Sie in der Lage,
- die subjektiven und objektiven Daten zu nennen, die bei ausgewählten, häufig auftretenden Krankheitsbildern entlang des Organsystems zu erheben sind.
- die Ergebnisse der Körperuntersuchung beim gesunden Menschen entlang des Organsystems zu deuten und zunehmend zwischen «normal» und «von der Norm abweichend» zu unterscheiden.
- grundlegende Untersuchungstechniken des Körpers, wie Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation korrekt durchzuführen.
- im Gespräch mit Patient:innen eine symptombezogene Anamnese zu erheben.
- anamnestische Daten gezielt durch objektive Daten zu ergänzen, die Sie mit geeigneten Untersuchungstechniken (siehe oben) gewinnen.
- mit Hilfe der subjektiven und objektiven Daten die Symptome in ihrer Bedeutung für das Krankheitsgeschehen einzuordnen und Ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten sowie deren Grenzen einzuschätzen.
- die durch die Anamnese und die Körperuntersuchung gewonnenen subjektiven und objektiven Daten in einer medizinischen Fachterminologie zu beschreiben und in der Zusammenarbeit mit Ärzt:innen zu nutzen.
- eine fachsprachliche Dokumentation von erhobener Anamnese und durchgeführter Körperuntersuchung zu erheben (Write-up).
- aufgrund der gewonnenen Daten eine individuelle Pflegeplanung zu erstellen.
Modulinhalte
- Klinisches Assessment und Anamneseerhebung bei erwachsenen Patient:innen, vollständige und symptomfokussierte Anamnese
- Einführung in die Körperuntersuchung, Allgemeinzustand, Haut
- Assessment: Brustkorb und Lunge
- Kardiovaskuläres Assessment: Teil 1: Herz und Halsgefässe, Teil 2: periphere Gefässe
- Assessment: Bauch
- Assessment: Hals, Nase, Ohren, Kopf
- Neurologisches Assessment
- Assessment: Bewegungsapparat
- Assessment des männlichen und weiblichen Urogenitalsystems und der weiblichen Brust, Screening-Untersuchungen für Brust- resp. Prostatakrebs
- Assessment: mentaler Status
- Integriertes Klinisches Assessment am Beispiel von Patienten und Patientinnen mit Diabetes mellitus
Lehr- und Lernmethoden
angeleitete Übungen, gegenseitige Körperuntersuchungen, Vorlesungen, angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Praktische Prüfung und schriftliche Einzelarbeit
Bestehensgrenze: Praktische Prüfung mind. Note 4.0, Write-up erfüllt / nicht erfüllt, Einreichung von vier Nachweisen für praktisches Üben erfüllt/nicht erfüllt
Modulverantwortung
Stefanie Brown, MScN, Careum Hochschule Gesundheit
Modulcode
BSNA2-22
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Kontaktstudium 42 Lernstunden;
angeleitetes Selbststudium 90 Lernstunden,
Selbststudium Modulabschluss 18 Lernstunden
In diesem Modul lernen Sie wirksame Beratung und Edukation für Patient:innen und Angehörige, entwickeln Schulungskonzepte und stärken Ihre Kommunikation in anspruchsvollen Gesprächen – inklusive gewaltfreier Kommunikation.
Patient:innen und ihre Angehörigen – insbesondere Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen – benötigen zur Bewältigung des Alltags gezielte Information und Anleitung. Als Pflegefachperson BScN sind Sie mit Ihrer Ausbildung ideal geeignet, Patient:innen die Schulung, Beratung und Unterstützung bereitzustellen, die notwendig sind, um potenzielle, akute oder chronische Gesundheitsprobleme zu bewältigen und das Selbstmanagement gezielt zu fördern.
Der Beratungsbedarf steigt, weil Multimorbidität und komplexe Therapien zunehmen und Patient:innen gleichzeitig auf Informationsquellen sehr unterschiedlicher Qualität zugreifen. Gleichzeitig haben die Betroffenen Zugang zu einer Vielzahl von Informationsquellen unterschiedlicher Qualität. Verkürzte Spitalaufenthalte verstärken zusätzlich den Bedarf an strukturierter Information und Begleitung. Um Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Lebensqualität möglichst zu erhalten, sind gezielte Information, Schulung und Beratung daher von zentraler Bedeutung. Studien zeigen zudem, dass eine wirksame Patient:innenedukation zu einer höheren Selbstständigkeit führt und das Gesundheitssystem entlastet.
In diesem Modul setzen Sie sich mit Konzepten der Beratung und Edukation von Patient:innen und Angehörigen auseinander. Exemplarisch entwickeln und erproben Sie Schulungskonzepte. Zudem wird das Thema Digital Health behandelt. Sie erwerben Kenntnisse zur Gesundheitskompetenz und trainieren Ihre Kommunikationskompetenz in anspruchsvollen Gesprächssituationen. Darüber hinaus lernen Sie den Ansatz der «gewaltfreien Kommunikation» sowohl theoretisch als auch praktisch kennen.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach Modulabschluss sind Sie in der Lage,
- den Edukationsprozess zu verstehen und in ihren Pflegealltag zu integrieren.
- bedürfnis- und situationsgerechte sowie evidenzbasierte Schulungsangebote und Hilfsmittel für Patient:innen und deren Angehörigen zu entwickeln und durchzuführen.
- den Ansatz von Digital Health als Beitrag zur Schulung und Beratung von Patienti:nnen einzuschätzen
- Konzepte wie Selbstmanagement, Empowerment oder Gesundheitskompetenz zu erklären und zu reflektieren
- vorhandene Informations- und Schulungsmaterialien – individualisiert auf den jeweiligen pflegerischen Bereich – auf ihre Verständlichkeit zu überprüfen, zu evaluieren und Empfehlungen für deren Einsatz abzugeben
- Methoden der gewaltfreien Kommunikation in der klinischen Praxis gewinnbringend einzusetzen
Modulinhalte
- Modelle und Theorien der Patienten- und Angehörigenedukation
- Edukative Pflegeinterventionen inkl. Motivational Interviewing
- Schulung von Patientengruppen mit spezifischen Gesundheitsproblemen
- Elektronisch unterstützte Gesundheitsberatung
- Symptommanagement
- Methode der gewaltfreien Kommunikation
- Konstruktive Kommunikation
Lehr- und Lernmethoden
Informationsinputs, Plenardiskussionen, Übungen zur Schulung und Förderung des Selbstmanagements von Patient:innen; angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Gruppenarbeit mit Erstellung eines Videos (zzgl. schriftlicher Handout als Einzelarbeit) und mündliche Prüfung (Präsentation)
Bestehensgrenze mind. Note 4.0 (Gewichtung: Video 75%, Handout 25%)
Modulverantwortung
Dr. Anna-Sophia Beese, Dr. Dario Kohlbrenner
Modulcode
BSNA2-23
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Patienten- und Angehörigenedukation:
Kontaktstudium 27 Lernstunden
angeleitetes Selbststudium 61 Lernstunden;
Selbststudium Leistungsnachweis 16 Lernstunden
Digital Health:
Kontaktstudium 8 Lernstunden;
angeleitetes Selbststudium 12 Lernstunden
Gewaltfreie Kommunikation:
Kontaktstudium 10 Lernstunden;
Angeleitetes Selbststudium 16 Lernstunden
Der erste Schritt zu Ihrer professionellen wissenschaftlichen Identität als Pflegefachperson BScN ist eine klare, verständliche und fachlich fundierte Darstellung Ihres Forschungsvorhabens – schriftlich wie mündlich. Dazu gehört, dass Sie Fragestellung, Vorgehen, Ergebnisse und Schlussfolgerungen nachvollziehbar aufbereiten, kritisch reflektieren und vor einem Fachpublikum überzeugend präsentieren. Grundlage dafür bilden eine ausgeprägte Auftritts- und Redekompetenz sowie der verantwortungsvolle Umgang mit wissenschaftlichen Standards und Integrität.
In diesem Modul erarbeiten Sie eine Disposition für Ihre Bachelor Thesis. Dabei basieren Ihre Überlegungen auf einer klinisch bedeutsamen Fragestellung, die Sie aus Ihrer eigenen Pflegepraxis abgeleitet haben. Sie schärfen Zielsetzung, theoretischen Hintergrund und methodisches Vorgehen auf dem Weg zur Abschlussarbeit und begründen die Relevanz Ihres Vorhabens für Patient:innen, Angehörige und die Weiterentwicklung evidenzbasierter Pflegepraxis. Ferner berücksichtigen Sie bei der Planung Ihres Vorhabens – wo möglich – die Perspektiven von Patient:innen und Angehörigen.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach Modulabschluss sind Sie in der Lage,
- für ein praxisrelevantes pflegewissenschaftliches Thema eine klare und erforschbare Forschungsfrage zu formulieren.
- daraus ein realistisches Forschungsvorhaben für die Bachelor Thesis abzuleiten und dabei methodische, ethische und organisatorische Anforderungen zu berücksichtigen.
- Ihr Vorhaben in einer fachgerecht aufgebauten Disposition schriftlich und nachvollziehbar zu begründen.
- Ihr Dispositionsthema, die Forschungsfrage, den theoretischen Hintergrund und das geplante methodische Vorgehen einem Fachpublikum adressatengerecht, klar strukturiert und argumentativ untermauert zu präsentieren.
- die Relevanz Ihres Vorhabens für Patient:innen und/oder Angehörige, die pflegerische Praxisentwicklung und evidenzbasierte Pflege darzulegen.
- den aktuellen Bearbeitungsstand Ihrer Bachelor Thesis sowie sich dabei zeigende methodische und inhaltliche Fragen und Herausforderungen präzise und verständlich im Plenum zu erläutern, um begründete Optionen für das weitere Vorgehen zu formulieren.
- sich als Peers konstruktives, fachlich begründetes Feedback zu Forschungsfragen, Dispositionen und Vorgehensweisen zu geben.
- Rückmeldungen von Betreuenden und Mitstudierenden kritisch zu reflektieren, abzuwägen und zielgerichtet in die weitere Bearbeitung zu integrieren.
Modulinhalte
- Schrittweiser Aufbau und Entwicklung der Disposition (Forschungsfrage, theoretischer Rahmen, methodisches Vorgehen usw.)
- Methodische Unterstützung auf dem Weg zur Bachelor Thesis (Kollegiale Beratung im Rahmen von Kolloquien)
- Auftritt, Präsentation und Argumentation
- Journal Club (inkl. kritische Analyse wissenschaftlicher Daten)
Lehr- und Lernmethoden
Vorlesungen, Übungen und Präsentationen, angeleitetes Selbststudium, Kolloquien mit Gruppendiskussion, Peer-to-Peer-Learning
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Schriftliche Einzelarbeit (Disposition zur Bachelor Thesis) mit anschliessender mündlicher Präsentation und fachlichem Dialog
Bestehensgrenze: Disposition (erfüllt/nicht erfüllt), mündliche Präsentation mind. Note 4.0
Modulverantwortung
Christian Conrad, MPH, Dr. Martin R. Fröhlich, Careum Hochschule Gesundheit
Modulcode
BSNA2-13
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Disposition:
Kontaktstudium 26 Lernstunden
angeleitetes Selbststudium 34 Lernstunden
Selbststudium Modulabschluss (Disposition): 70 Lernstunden
Auftritts- und Redekompetenz:
Kontaktstudium 8 Lernstunden
angeleitetes Selbststudium 12 Lernstunden
In diesem Modul lernen Sie, Assessmentinstrumente im geriatrischen Setting wissenschaftlich fundiert anzuwenden, um die Situation älterer Menschen und ihrer Angehörigen strukturiert und ressourcenorientiert zu erfassen – mit Fokus auf Lebensqualität, relevante Qualitätsindikatoren sowie die Förderung von Selbstständigkeit und Autonomie. Sie setzen sich mit komplexen Gesundheitsproblemen wie Inkontinenz, Immobilität, chronischen Schmerzen und Insomnie auseinander und lernen, evidenzbasierte Interventionen zu den «geriatrischen Riesen» systematisch zu planen und kritisch zu evaluieren.
3. Semester
Im Modul erarbeiten Sie wissenschaftliche Erkenntnisse und lösungsorientierte Praxisempfehlungen für die Pflege und Betreuung von chronisch oder akut verwirrten alten Menschen. Dabei werden pathophysiologische und diagnostische Grundlagen ebenso behandelt wie die interprofessionelle Behandlung von Menschen mit Delir oder Demenz.
In diesem Modul erwerben Sie grundlegende Kenntnisse zur Qualitätsentwicklung, darunter Kriterien zur Beurteilung von Qualitätsstandards sowie Methoden zur Gestaltung und Unterstützung von Qualitätsentwicklungsprozessen.
Sie erhalten Einblick in betriebliche Massnahmen der Patientensicherheit und setzen sich mit ethischen Perspektiven sowie Basiswissen zu ethischer Argumentation und Entscheidungsfindung auseinander. Zu einem Thema aus Ihrem eigenen Arbeitsfeld entwickeln Sie eine Qualitätsverbesserungsmassnahme und setzen diese praktisch um.
Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) verpflichtet Leistungserbringer, datenbasierte und begründete Aussagen zum Nutzen und zur Qualität der erbrachten Leistungen zu formulieren. Die Qualität der Pflege hängt sowohl von Erfahrungswissen als auch von pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen ab. Zugleich setzt «Gute Pflege» als ethisch-moralisch verantwortbare Praxis eine kontinuierliche ethische Reflexion voraus.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach diesem Modul sind Sie in der Lage,
- verschiedene Ansätze, Modelle, Systeme zur Qualitätsentwicklung zu vergleichen und ihre Bedeutung für die Qualitätsentwicklung aufzuzeigen.
- den Einsatz verschiedener Instrumente und Techniken zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung zu beurteilen.
- Qualitätsindikatoren zu definieren, die eine Prüfung der Pflegequalität erlauben.
- die Schritte eines Modells zur Durchführung von Qualitätsverbesserungsmassnahmen (QVM) anzuwenden.
- aktiv an der Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsstandards/Qualitätsprojekten in der Pflegepraxis mitzuwirken.
- grundlegende Ethiktraditionen zu vergleichen und in Bezug auf ihre Bedeutung für die Pflegepraxis zu bewerten.
- auf der Grundlage ethischen Denkens Pflegesituationen bezogen auf berufsethische Aspekte zu analysieren, Entscheidungen zu treffen und diese im interdisziplinären Team argumentativ zu vertreten.
- Probleme der Patientensicherheit zu erkennen und Massnahmen zur Gewährleistung der Patientensicherheit im interdisziplinären Team durchzuführen bzw. zu veranlassen.
Modulinhalte
- Qualitätsentwicklung, -management, -instrumente, -verbesserung
- Qualitätsstandards und -indikatoren, PDCA-Zyklus, Qualitätsbeurteilung und -Messung
- Anforderungen Qualitätsprojekte – kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
- Forschungsanwendung, EBN und deren Bedeutung für die Pflegequalität
- Vernetzung der Qualitätsentwicklung mit der Gesundheitsökonomie, Berufspolitik und Professionalisierung sowie der Familien- und Angehörigenorientierung
- Patientensicherheit: Fehlermanagement – Risikokultur
- Aufgaben und Rollen der Health Professionals im Kontext der interdisziplinäreren Zusammenarbeit
- Medikamentensicherheit/Medikationssicherheit
- Aufgaben der Ethik aus philosophischer und pflegerischer Perspektive
- In der Schweiz geltende berufsethische Kodexe aus Medizin und Pflege
- Stufenmodell zur ethischen Entscheidungsfindung und ethische Fallbesprechungen
Lehr- und Lernmethoden
Vorlesungen, Plenardiskussionen, angeleitete Übungen, angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Schriftliche Einzelarbeit und Videopräsentation eines erstellten Posters über die Entwicklung, Durchführung und Evaluation einer selbstgewählten QVM im eigenen Arbeitsbereich
Bestehensgrenze mind. Note 4.0 (Gewichtung 60% Einzelarbeit und 40% Posterpräsentation)
Modulverantwortung
Ulrike Sollmann, MSc, Dr. Martin Fröhlich, Careum Hochschule Gesundheit
Modulcode
BSNA3-32
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Qualitätsentwicklung: Kontaktstudium 30 Lernstunden;
Angeleitetes Selbststudium 46 Lernstunden
Selbststudium Leistungsnachweis 18 Lernstunden
Ethik: Kontaktstudium 16 Lernstunden
angeleitetes Selbststudium 32 Lernstunden
Patientensicherheit: Kontaktstudium 4 Lernstunden
Angeleitetes Selbststudium 4 Lernstunden
In diesem Modul setzen Sie sich mit gesundheitsökonomischen und gesundheitspolitischen Zusammenhängen auseinander.
Sie vergleichen Aspekte der aktuellen und zukünftigen Gesundheitsversorgung mit Fokus auf Finanzierungsmodelle und bewerten unterschiedliche Positionen. Zudem betrachten Sie den Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie Themen wie Gesundheitsvorsorge und Chancengleichheit und prüfen, inwieweit Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie den Bedarf an Gesundheitsversorgung heute und in Zukunft decken können.
Ökonomie und Gesundheitspolitik prägen den pflegerischen Auftrag auf nationaler, kantonaler und betrieblicher Ebene. Als Pflegefachperson BScN kennen Sie aktuelle Problemfelder und Strukturen, die den pflegerischen Auftrag mitbestimmen, und bringen sich dort, wo nötig, argumentativ ein. In der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung übernehmen Sie als Pflegefachexpert:in einen wichtigen Auftrag. Dafür benötigen Sie Kenntnisse zu Versicherungssystemen, zur Steuerung der Finanzströme und zur Langzeitpflegefinanzierung. Diese Kenntnisse ermöglichen Ihnen, sich fundiert an der Debatte um Gesundheitsversorgung und Pflegefinanzierung zu beteiligen.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach dem Modul sind in der Lage,
- Problemfelder des schweizerischen Gesundheitswesens eigenständig zu analysieren.
- wesentliche Unterschiede zwischen staatlichen und wettbewerblichen Systemen zu benennen.
- wichtige Finanzierungsanreize, Tarifstrukturen und Steuerungsmechanismen des schweizerischen Gesundheitswesens nachzuvollziehen und aufzuzeigen, welche Bedeutung diese für das Individuum und für Institutionen mit einem Pflegeauftrag haben.
- gesundheitsökonomische Zusammenhänge zu erläutern, insbesondere bezogen auf pflegerische Leistungen im spitalinternen und spitalexternen Bereich.
- Gesundheitsförderung und Präventionsprogramme hinsichtlich der Chancengleichheit zu beurteilen.
Modulinhalte
- Grundannahmen für Wettbewerb
- Marktversagen und andere Gründe für staatliche Eingriffe in das Gesundheitswesen
- Finanzierungsströme: Politische Prozesse
- Gesetzgebungsprozesse von der objektbezogenen Finanzierung zur subjektbezogenen Finanzierung
- Finanzierung pflegerischer Leistungen in der Langzeitpflege: Demografische Entwicklung
- Zugang zu Leistungen der Gesundheitsversorgung
- Leistungen von Angehörigen und deren volkswirtschaftliche Bedeutung
- Einführung in die Epidemiologie
- Determinanten der Gesundheit
- Gesundheit und Chancengleichheit (Gesundheit von Frauen und Männern, Gesundheit von Migrant:innen, Zusammenhänge zwischen Gesundheit und sozialem Status
- Häufigste Gesundheitsprobleme: Welche präventiven Massnahmen werden verfolgt?
Lehr- und Lernmethoden
Vorlesungen, Plenardiskussionen, angeleitete Übungen, angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Schriftliche Prüfung
Bestehensgrenze mind. Note 4.0
Modulverantwortung
Christian Conrad, MPH, Careum Hochschule Gesundheit
Dr. oec. André Blondiau
Modulcode
BSNA3-33
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Gesundheitsökonomie: Kontaktstudium 28 Lernstunden,
angeleitetes Selbststudium 52 Lernstunden,
Selbststudium Prüfungsvorbereitung 20 Lernstunden
Gesundheitssystem: Kontaktstudium 8 Lernstunden,
angeleitetes Selbststudium 24 Lernstunden
Epidemiologie: Kontaktstudium 6 Lernstunden,
angeleitetes Selbststudium 12 Lernstunden
In diesem Modul erwerben Sie Grundlagen des integrativen Projektmanagements im Gesundheitswesen. Sie lernen, die verschiedenen Ebenen des Projektdenkens miteinander zu verknüpfen, die Projektwürdigkeit zu beurteilen und die wesentlichen Schritte, Rollen und Instrumente des Projektmanagements so zu planen, dass Qualität, Wirtschaftlichkeit und Patient:innenzentrierung berücksichtigt werden.
Sie analysieren die Zusammenarbeit innerhalb der Pflege und mit verschiedenen Berufsgruppen im Versorgungsteam. Zudem reflektieren Sie theoriebasiert zentrale Elemente der intra- und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie Delegationsentscheide und diskutieren Ansätze zur Weiterentwicklung. Erfolgreiche Zusammenarbeit in Arbeits- und Projektteams führt zur Qualitätsverbesserung und höherer Zufriedenheit der Mitarbeitenden, Patient:innen und Bewohner:innen. Die Institutionen des Gesundheitswesens sind aufgefordert, den zunehmenden Pflegebedarf zu decken, die Qualität gemäss anerkannten Standards zu garantieren und dabei die Kosten möglichst gering zu halten. Es besteht Einigkeit darüber, dass der gezielte Einsatz des Personals zur Erreichung dieser Ziele prioritär ist. Daher wird die Zusammenarbeit von Berufspersonen mit unterschiedlichen Fähigkeiten («Skills») und Qualifikationen («Grades») in den Blick genommen.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach dem Modul sind Sie in der Lage,
im Bereich Projektmanagement
- in Projekten zielorientiert und kooperativ zu arbeiten.
- unterschiedliche Funktionen und Werkzeuge für eine effiziente Projektführung und Projektdurchführung einzusetzen.
- Instrumente der Problemlösung einzusetzen.
- verschiedene Projektorganisationsformen nach ihrer Effektivität zu unterscheiden.
- den Projektverlauf sinnvoll in Phasen und Arbeitspakete zu unterteilen.
- Zusammenhang von Planung, Controlling und Steuerung in Projekten zu erkennen und adäquates Projektcontrolling vorzunehmen.
im Bereich interprofessioneller Zusammenarbeit
- die Zusammenarbeit von Berufspersonen im Dienstleistungszweig «Pflege und Betreuung» mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualifikationen zu gestalten.
- Zusammenhänge zwischen Pflege- und Personalbedarf zu erklären.
- Modelle der Zusammenarbeit von Berufspersonen des Dienstleistungszweigs «Pflege und Betreuung» mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualifikationen in Ansätzen zu entwickeln.
- Aufgaben zu delegieren, vor dem Hintergrund pflegefachlicher Entscheidungs- und Delegationsmodelle.
Modulinhalte
Projektmanagement:
- Prinzipien und Kriterien der Projektwürdigkeit
- Basismodell des integrativen Projektmanagements mit Orientierungsebenen
- Formen der Projektorganisation
- Risiko- und Umfeldanalysen
- Definition der Projektphasen
- Zielfindungs- und Problemlösungstechniken
- Führung in Projekten
- Projektcontrolling und Projektevaluation
- Informations- und Dokumentationswesen
Interprofessionelle Zusammenarbeit:
- «Skill- und Grademix» und seine Bedeutung für die Gesundheitsversorgung
- Berufsprofile der Berufe des Dienstleistungszweigs «Pflege und Betreuung
Arbeitsteilung und Prozessoptimierung im Gesundheitswesen - Bildungssystem der Schweiz
- Interprofessionelle Zusammenarbeit
Lehr- und Lernmethoden
Vorlesungen, Plenardiskussionen, angeleitete Übungen, angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Mündliche Präsentation zur Planung und Ausgestaltung eines Projekts zu einem selbstgewählten Thema aus dem eigenen Arbeitsbereich
Bestehensgrenze mind. Note 4.0
Modulverantwortung
Dr. Martin Fröhlich, Careum Hochschule Gesundheit
Modulcode
BSNA3-42
Lernzeit/ECTS
5 ECTS = 150 Lernstunden
Richtwerte:
Projektmanagement: Kontaktstudium: 24 Lernstunden, angeleitetes Selbststudium: 55 Lernstunden,
Selbststudium Leistungsnachweis: 15 Lernstunden
Interprofessionelle Zusammenarbeit:
Kontaktstudium: 16 Lernstunden
Angeleitetes Selbststudium: 40 Lernstunden
Über alle Semester hinweg
Das Modul stärkt Ihre Lernkompetenzen und schafft zentrale Voraussetzungen für ein lerneffektives und -effizientes (Selbst-)Studium sowie für die erfolgreiche Erstellung Ihrer Bachelor Thesis. Über die Lernplattform OpenOLAT werden Sie durch strukturierte Lernaufträge, abgestimmte Selbstlernmaterialien und Austauschmöglichkeiten darin unterstützt, Ihr Lernen selbstwirksam, reflektiert und eigenverantwortlich zu gestalten.
Das didaktisch abgestimmte Zusammenspiel von Kontakt- und angeleitetem Selbststudium fördert nachhaltigen Wissenserwerb und ermöglicht den Transfer in die berufliche Praxis. Sie erwerben Kompetenzen, die für die Erstellung der Bachelor Thesis erforderlich sind. Die Bachelor Thesis stellt als Abschlussarbeit den zentralen Leistungsnachweis Ihres Studiums dar: Sie weisen nach, dass Sie fähig sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine fachbezogene, praxisrelevante Fragestellung selbstständig nach wissenschaftlichen Standards systematisch zu bearbeiten, die sich am Bedarf bzw. den Bedürfnissen von Patient:innen, Angehörigen oder Praxisfeldern orientiert. Dabei nutzen Sie digitale Werkzeuge (z.B. Literaturdatenbanken, KI-gestützte Tools) informiert, reflektiert und verantwortungsvoll und erwerben Kompetenzen, die Ergebnisse adressatengerecht zu kommunizieren.
Während des gesamten Studiums werden Sie kontinuierlich in Recherche- und Informationskompetenzen, im wissenschaftlichen Schreiben sowie in Kenntnissen zur wissenschaftlichen Integrität begleitet und unterstützt. Im Modul «Bachelor Thesis-Begleitung» bündeln und vertiefen Sie diese Kompetenzen, wenden sie in enger Zusammenarbeit mit Peers und Betreuenden an und übertragen sie gezielt auf die Ausarbeitung von Disposition und Abschlussarbeit. Verknüpft mit den anderen forschungsbasierten Modulen des Studiengangs – konkret: «Forschungsmethoden» und «Disposition und Thesis-Kolloquium» – werden Sie befähigt, als Pflegefachperson BScN zur evidenzbasierten Weiterentwicklung Ihrer Praxisfelder beizutragen.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach Modulabschluss sind Sie in der Lage,
im Bereich allgemeine Lern‑, Recherche‑ & Schreibkompetenzen
- Ihr Lernen zielgerichtet, ressourcenorientiert und nachhaltig zu planen, zu organisieren und zu reflektieren.
- geeignete Lernstrategien auszuwählen, anzuwenden und weiterzuentwickeln, um Ihre Studierfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.
- das eigene Lernen im Selbststudium selbstständig zu steuern, zu motivieren und zu überwachen sowie Lernprozesse kritisch zu reflektieren (Metakognition).
- Ihren Informationsbedarf systematisch zu analysieren und darauf aufbauend geeignete Rechercheziele zu formulieren.
- differenzierte Suchstrategien zu entwickeln und wissenschaftliche Datenbanken sowie weitere geeignete Informationsquellen zielgerichtet zu nutzen.
- Informationsquellen kritisch zu bewerten, relevante Informationen auszuwählen und diese fachgerecht weiterzuverarbeiten.
- die Merkmale wissenschaftlicher Sprache (z. B. Präzision, Verständlichkeit, Redlichkeit) anzuwenden und den Schreibprozess zu planen und strukturiert umzusetzen.
- wissenschaftliche Standards einzuhalten, insbesondere im Hinblick auf korrektes Zitieren, den verantwortungsvollen Umgang mit Quellen und die Vermeidung von Plagiaten.
- KI-gestützte Werkzeuge informiert, reflektiert und verantwortungsvoll im Studium einzusetzen und deren Einsatz transparent zu machen.
im Bereich spezifische Kompetenzen für die Abschlussarbeit
- zu einem praxisrelevanten pflegewissenschaftlichen Thema eine klare und erforschbare Fragestellung zu formulieren.
- eine systematische Literaturrecherche zu planen, durchzuführen und die Relevanz und Qualität gefundener Quellen kritisch zu beurteilen.
- eine Thesis entlang eines wissenschaftlich begründeten Vorgehens zur Beantwortung einer pflegewissenschaftlichen Forschungsfrage zu erarbeiten.
- 1) entweder in Form einer systematisch angelegten Übersichtsarbeit (Scoping- bzw. systematische Literaturreview).
- 2) oder einer empirischen Arbeit mit begrenztem qualitativem Datenerhebungs- und -analyseanteil (z. B. Befragung, Interviews, Fokusgruppen).
- die Ergebnisse der Übersichts- oder empirischen Arbeit thematisch aufzuarbeiten und vorläufige Implikationen für die Pflegepraxis zu formulieren.
- ein Expert:innengespräch zu planen und durchzuführen, um die vorläufigen Erkenntnisse aus der Literatur auf Praxisrelevanz und Implementierung zu validieren.
- die gewonnenen Ergebnisse aus der Thesis und dem Expert:innengespräch zusammenzuführen, adressatengerecht schriftlich und mündlich darzustellen und zu diskutieren.
- Anhand Ihrer Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse Empfehlungen für die klinische Praxis abzuleiten und zu vertreten.
Modulinhalte
- Aufbau und Inhalt einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
- Prinzipien der systematischen Literaturrecherche inklusive Nutzung indexierter Datenbanken
- Mehrwert und Nutzung bibliographischer Software
- Schreibkompetenz und wissenschaftliches Schreiben
- Grundlegende forschungsethische Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens und wissenschaftliche Integrität (z. B. Rolle von Ethik-Kommissionen, Plagiate und Einsatz von KI)
- Studiendesigns des quantitativen und qualitativen Paradigmas sowie Erhebung von Daten und deren Analyse
- Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation (Blog, Zeitschriftenartikel) einschliesslich einer adressatengerechten Wissenschaftskommunikation von Erkenntnissen
- Entwicklung einer Argumentationslinie für die Abschlussarbeit inklusive Erarbeitung praxisrelevanter Schlussfolgerungen
Lehr- und Lernmethoden
Lehrgespräche, Informationsinputs (Präsenzlehre, Lernvideos), Plenardiskussionen, gegenseitiges Feedback (Peer-to-Peer-Learning), Praktische Übungen zu Literaturrecherche und mit bibliographischer Software, angeleitetes Selbststudium per selbstgesteuertem Lernen und Nutzung der Lernplattform OpenOLAT
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Bachelor Thesis als schriftliche Abschlussarbeit mit anschliessender mündlicher Verteidigung/fachlichem Dialog (Gewichtung: 60% schriftlich, 40% mündlich), Bewertung beider Teile mit Bestehensgrenze mind. Note 4.0
Voraussetzung für das Bestehen des Moduls ist die aktive, nachweisliche Umsetzung und Erfüllung aller Aufträge zur Vor- und Nachbereitung aus dem angeleiteten Selbststudium (erfüllt, nicht erfüllt).
Für den Nachweis des Erwerbs wissenschaftlicher Schreibkompetenzen ist ein kurzer, publikationsfähiger Fachartikel (Blog- oder Zeitschriftenbeitrag) zu verfassen.
Modulverantwortung
Dr. Martin Fröhlich, Careum Hochschule Gesundheit
Modulcode
BSNA1-14
Lernzeit/ECTS
10 ECTS = 300 Lernstunden
Richtwerte:
Allgemeine Lern-, Recherche- und Schreibkompetenzen: Kontaktstudium: 25 Lernstunden; angeleitetes Selbststudium: 50 Lernstunden
Spezifische Kompetenzen für die Abschlussarbeit: Kontaktstudium: 22 Lernstunden; angeleitetes Selbststudium: 53 Lernstunden
Selbststudium Modulabschluss (Bachelor Thesis): 150 Lernstunden
Die im Studium erworbenen Kompetenzen sollen Ihnen einen direkten und nachweisbaren Nutzen für Ihre Berufspraxis bieten. In diesem Modul reflektieren und dokumentieren Sie, wie Sie Studieninhalte in Ihrer klinischen Praxis anwenden, welche Wirkungen dies auf die Patientinnen- und Patientenversorgung sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit im Versorgungsteam hat und wo Grenzen sichtbar werden.
Ausgangspunkt sind konkrete, von Ihnen dokumentierte und reflektierte Situationen aus der klinischen Praxis und aus Projekten, in denen Sie Verantwortung übernehmen. Während des Studiums reflektieren Sie kontinuierlich und systematisch mithilfe theoretischer Ansätze (z. B. entlang des Rollen-/Kompetenzrahmens von CanMEDS oder der personenzentrierten Versorgung) Ihr Handeln und Ihre professionsspezifischen Kompetenzen. Zudem bewerten Sie, wie Sie sich unter Einbezug von Erkenntnissen aus anderen Modulen in den Bereichen Projektmanagement, interprofessionelle Zusammenarbeit, Qualitätsentwicklung oder Pflegeforschung in Ihrer Rolle als Pflegefachperson BScN im Team und in Veränderungsprozessen weiterentwickeln. Darüber hinaus setzen Sie sich mit Ihrer Persönlichkeit auseinander, schätzen Ihre Selbstwirksamkeit und Resilienz im beruflichen Umfeld ein und zeigen auf, wie sich Ihre berufliche Identität im Studienverlauf verändert.
Ein integraler Bestandteil des Moduls ist Ihr fortlaufender, gezielter Austausch im beruflichen Umfeld mit Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen, Mentori:nnen, Führungspersonen und Mitgliedern des interprofessionellen Versorgungsteams. So erhalten Sie Rückmeldungen, die Sie schriftlich reflektieren und im Studienverlauf in einem Reflexions- und Entwicklungsportfolio bündeln. Ergänzend nutzen Sie ein bedarfsgerechtes, individuell ausgerichtetes Beratungs- und Coachingangebot der Hochschule (Studiengangsleitung, Lehrpersonen, CHG-Team), das über den gesamten Studienverlauf zur Verfügung steht. Das Portfolio bildet zusammen mit Peer-Mentoring-Einheiten und einer abschliessenden Präsentation die Grundlage, um die Bedeutung des Studiums und der erworbenen Kompetenzen für Ihre professionelle Identität und Ihre zukünftige berufliche Laufbahn sichtbar zu machen sowie Ihren Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und der Patientinnen- und Patientensicherheit darzulegen.
Lernergebnisse/Handlungskompetenzen
Nach Modulabschluss sind Sie in der Lage,
im Bereich Wissen
- das CanMEDS-Modell sowie zentrale Pflege- und Professionsrollen zu beschreiben und deren Bedeutung für die professionelle Pflegepraxis zu erläutern.
- theoretische Ansätze zur beruflichen Identitätsentwicklung und Kompetenzentwicklung zu erläutern (z. B. Benner: «From Novice to Expert»).
- zentrale Konzepte zu Professionalisierung, Fachverantwortung, Delegation und interprofessioneller Zusammenarbeit in der Pflege zu nennen (z. B. «Practice Development»).
- aktuelle gesundheits-, berufs- und bildungspolitische Rahmenbedingungen der Pflege und deren Relevanz für die Berufsausübung zu beschreiben.
im Bereich Können/Fertigkeiten
- Ihren individuellen Kompetenzzuwachs systematisch anhand des CanMEDS-Modells zu analysieren.
- ausgewählte Praxissituationen aus Ihrer eigenen klinischen Tätigkeit den CanMEDS-Rollen zuzuordnen und diese Zuordnung theoriegeleitet zu begründen.
- Ihre persönliche und professionelle Entwicklung mithilfe geeigneter Reflexionsmodelle (z. B. Gibbs, ALACT) sowie unter Einbezug theoretischer Ansätze zur beruflichen Identität zu reflektieren.
- zentrale Lern-, Entwicklungs- und ggf. Belastungserfahrungen in einem Reflexionsportfolio zu identifizieren und zu analysieren.
- aus der Analyse der Rolle der Pflegefachperson mit Fachverantwortung Anforderungen an professionelles Handeln, Delegation und interprofessionelle Zusammenarbeit begründet abzuleiten.
- zentrale Ergebnisse Ihrer Reflexionen zur Kompetenzentwicklung, beruflichen Identität und zu Kontextbedingungen der Pflegepraxis strukturiert und adressatengerecht aufzubereiten.
- Ihre Erkenntnisse in Präsentation und Kolloquium fachsprachlich korrekt, argumentativ schlüssig und mit explizitem Theoriebezug zu vertreten.
Im Bereich Haltung
- eine reflektierte, professionelle Haltung gegenüber Ihrer eigenen Rolle, Verantwortung und Handlungsmacht in der Pflegepraxis zu zeigen.
- Ihr eigenes klinisches Handeln kritisch unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Evidenz, ethischer Aspekte und professioneller Standards zu hinterfragen.
- ein vertieftes Verständnis Ihrer beruflichen Identität und Selbstwirksamkeit als Pflegefachperson mit (zunehmender) Fachverantwortung zu entwickeln.
- Ihre Rolle in interprofessionellen Teams bewusst wahrzunehmen und Kooperation, Kommunikation und Machtverhältnisse kritisch zu reflektieren.
- sich reflektiert zu aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Entwicklungen und deren Bedeutung für die Profession Pflege zu positionieren.
Modulinhalte
- Reflexionsmodelle und theoretische Ansätze zu beruflicher Identität, Professionalität und Selbstwirksamkeit in der Pflege (z. B. Benners «From Novice to Expert», ICN-Ansatz der professioneller Pflegepraxis)
- CanMEDS als Referenzrahmen für die Rolle der Pflegefachperson BScN; Selbst- und Fremdeinschätzung entlang ausgewählter Rollen
- Theoriegestützte Analyse von Praxissituationen und Projekten (z.B. Verantwortung, Delegation, interprofessionelle Zusammenarbeit, Fachverantwortung) verknüpft mit Recherche ergänzender Literatur zu gewählten klinischen Situationen
- Reflektion von Einfluss aktueller Entwicklungen in Gesundheits-, Berufs- und Bildungspolitik auf die Rolle der Pflegefachperson und das eigene Arbeitsfeld
- Portfolioarbeit als Instrument zur Dokumentation und Reflexion der Kompetenzentwicklung, gestützt auf Peer-Mentoring und gezieltem Feedback aus dem beruflichen Umfeld (Führungsperson, interprofessionelles Versorgungsteam)
- Vorbereitung und Durchführung einer selbst aufgezeichneten kurzen Abschlusspräsentation (Video) zur eigenen beruflichen Entwicklung
Lehr- und Lernmethoden
Führen eines Reflexions- und Entwicklungsportfolios als erfahrungs- und theorie- und evidenzbasiertes Lernjournal (ausgehend von klinischen Erfahrungssituationen mit Literaturbezug entlang selbst recherchierter Evidenz), kollegiale Beratung (Peer-to-Peer-Learning) in regelmässigen Kolloquien zu erworbenen Kompetenzen mit Studienkolleg:innen; strukturiertes Feedbackverfahren mit Berufskolleg:innen und Führungspersonen, angeleitetes Selbststudium
Leistungsnachweis/Modulabschluss
Portfolio-geleiteter schriftlicher Reflexionsbericht, Einreichen der Arbeitsbestätigung zzgl. Feedback der Führungsperson, aufgezeichnete Online-Präsentation zur eigenen Entwicklung
Bestehungsgrenze: mind. Note 4.0 (schriftlich und mündlich) mit Gewichtung: 60% schriftlicher Reflexionsbericht und 40% mündliche Präsentation
Modulverantwortung
Dr. Martin Fröhlich, Careum Hochschule Gesundheit
Voraussetzungen
- Grundstudium Bachelor of Science in Nursing oder Höhere Fachschule Pflege
- vertiefte Mathematik-, Englisch- und Deutschkenntnisse (Niveau Berufsmaturität)
Modulcode
BSNA3-41
Lernzeit/ECTS
30 ECTS = 900 Lernstunden
Richtwerte:
Kontaktstudium: 24 Lernstunden
angeleitetes Selbststudium: 40
Berufspraxis und Reflexion in der Berufspraxis: 800 Lernstunden
Selbststudium Modulabschluss: 36 Lernstunden
