Einsatz von digitalen Technologien für ältere Menschen: Am 12. August wurde in Deutschland der achte Altersbericht der Öffentlichkeit vorgestellt. Erarbeitet hat ihn eine interdisziplinäre Expertenkommission, in der die Gast-Professorin an der Careum Hochschule Gesundheit, Prof. Dr. Claudia Müller, den stellvertretenden Vorsitz inne hatte.

In dem soeben veröffentlichten Bericht sind drei zentralen Botschaften hervorzuheben:

  1. Die Digitaltechnologie bietet grosse Chancen, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten und zu steigern.
  2. Im Bericht werden die Potenziale der digitalen Medien aufgezeigt. Diese müssen so beworben werden, dass sie ältere Menschen verstehen. Eine ältere Person muss entscheiden können, wie sie diese digitalen Potentiale am besten für sich nutzt, in Bezug auf ihren Lebensstil und ihre Bedürfnisse. Damit ein selbständiger und selbstbestimmter Umgang mit digitalen Technologien für alle Generationen in Zukunft möglich ist, braucht es eine flächendeckende Infrastruktur. Nötig sind aber auch nutzungsfreundliche Geräte und niedrigschwellige und an der Lebenswelt der Menschen orientierte Beratungs- und Bildungsangebote in städtischen Quartieren und in den Gemeinden.
  3. Im Bericht werden die Potenziale der digitalen Medien aufgezeigt. Diese müssen so beworben werden, dass sie für ältere Menschen zugänglich und verständlich sind. Eine ältere Person muss entscheiden können, wie sie diese digitalen Potentiale am besten für sich nutzt, in Bezug auf ihren Lebensstil und ihre Bedürfnisse. Damit ein selbständiger und selbstbestimmter Umgang mit digitalen Technologien für alle Generationen in Zukunft möglich ist, braucht es eine flächendeckende Infrastruktur. Aber auch nutzungsfreundliche Geräte und niedrigschwellige und an der Lebenswelt der Menschen orientierte Beratungs- und Bildungsangebote in städtischen Quartieren und in den Gemeinden sind nötig.

Die Expertenkommission zeigt im Bericht auf, dass der Zugang zur digitalisierten Welt ein wichtiges Fundament für eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben darstellt. Demzufolge müssen Hürden abgebaut werden für alle älteren Menschen, die digitale Technologien nutzen möchten. Der Zugang zur digitalen Welt bietet der älteren Generation Beteiligungsmöglichkeiten an aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Technikforschung und -entwicklung muss bei den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzenden ansetzen 

Frau Prof. Claudia Müller betont: «Ich freue mich, dass der Bericht heute nach der intensiven zweijährigen Kommissionsarbeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte. Für mich ist besonders bedeutsam, in Fragen der Technikgestaltung und Techniknutzung die hohe Diversität der älteren Generation ausreichend zu beachten und nicht bestehende Altersstereotype ständig zu wiederholen und in Technik einzubauen. Hier ist es auch wichtig, dass man in der Technikentwicklung Fragen des niedrigschwelligen Lernens in sozialen Gemeinschaften und entsprechende Aneignungsmöglichkeiten und -formen mitkonzipiert.»

Weiter ist es für Claudia Müller wichtig, älteren Menschen dabei eine Stimme zu geben und ihr Interesse zu wecken, sich an der gemeinsamen Erforschung von Zukunftstechnologien zu beteiligen.Die Beteiligung von älteren Menschen an der Gestaltung ihrer Lebenswelt wird beispielsweise im Projekt CareComLabs  konsequent verfolgt. Diese hat die gemeinschaftliche Entwicklung neuer Modelle für sorgende Gemeinschaften zum Ziel.

 

Weitere Informationen

Der achte Altersbericht ist hier verfügbar.

Zu den laufenden Projekten des Forschungsprogramms «Ageing at home» der Careum Hochschule Gesundheit

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