Die Meinungen der Schweizerinnen und Schweizer gehen in kaum einer Frage weiter auseinander: Braucht unsere Wirtschaft mehr ausländische Arbeitnehmer – oder weniger? Zu welcher Antwort man gelangt, hängt von zahlreichen Aspekten ab, die objektiv erfasst und auf ihren Nutzen für die Schweiz hin untersucht werden können: Exportabhängigkeit, Arbeitslosigkeitsrate oder Integrationsfähigkeit. Aber kann es sein, dass trotz aller Bemühung um Objektivität unser subjektives Urteil von irrationalen Vorurteilen mitbestimmt wird? Dieser Aspekt findet in der gegenwärtigen Debatte zu wenig Beachtung.

Eine Studie unseres Forschungsschwerpunkts Wirtschaftspsychologie, die bei ihrem Erscheinen im Jahr 2010 Wellen geworfen hat, zeigt auf: Menschen lassen sich manchmal von Vorurteilen leiten – auch wenn sie sich derer gar nicht bewusst sind. Das Schweizer Fernsehen hat in seiner Sendung «Einstein» darüber berichtet:

Hinweis zum Video: Da es sich um ein älteres Dateiformat des SRF handelt, empfehlen wir Ihnen, das Video via PC und Internet Explorer abzuspielen.

Wer weiss, dass wir uns manchmal von Vorurteilen beeinflussen lassen, ändert vielleicht nicht unbedingt seine Einstellung. Aber er kann sich fragen, ob seine Einstellung mit seinen Werten übereinstimmt – und ob sie zum besten Nutzen der Schweizer Wirtschaft ist.

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Autor
Christian-Fichter

Prof. Dr. Christian Fichter

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