Grafik Rolle digitaler Technologien in Schweizer Mittelstandsunternehmen
Schweizer Unternehmen haben einen klaren Fokus bei der Nutzung digitaler Technologien. (Grafik: Ernst & Young)

Digitale Technologien halten zunehmend Einzug in die Geschäftsmodelle von Schweizer Firmen und bauen ihre Bedeutung damit weiter aus. Laut einer Studie spielen bei 73 Prozent der Unternehmen in der Schweiz digitale Technologien für das jeweilige Geschäftsmodell eine mittelgrosse bis grosse Rolle. Vor einem Jahr waren es noch 66 Prozent, vor zwei Jahren sogar erst 45 Prozent. Das teilt die Unternehmensberatung Ernst & Young mit. Für die Erhebung wurden 707 Schweizer Firmen mit 30 bis 2‘000 Mitarbeitenden befragt.

Grafik Rolle digitaler Technologien in Schweizer Mittelstandsunternehmen

Schweizer Unternehmen haben einen klaren Fokus bei der Nutzung digitaler Technologien (Grafik: Ernst & Young).

Ihre grösste Bedeutung haben digitale Technologien demnach vor allem in den Kundenbeziehungen, welche vermehrt ganz oder zumindest teilweise digital stattfinden. Wichtige Einsatzgebiete sind auch die Nutzung mobiler Endgeräte durch Konsumenten, die Digitalisierung von internen administrativen Prozessen oder eine stärker automatisierte Produktion.

Dienstleister und Industrie nehmen digitale Technologien besonders wichtig

Zwischen 20 und 30 Prozent der befragten Dienstleister, Industriefirmen sowie Bau- und Energieunternehmen messen digitalen Technologien sehr grosse Bedeutung bei. Hingegen ist im Handel die Einschätzung verhaltener. Nur 16 Prozent meinen das Gleiche, lediglich 35 Prozent der Handelsunternehmen erwarten, dass die Bedeutung digitaler Technologien in den nächsten fünf Jahren „deutlich“ zunehmen wird.

Vor allem grosse Firmen setzen auf Digitalisierung

Als grösste Hemmnisse für die weitere Digitalisierung wurden begrenzte finanzielle Mittel sowie fehlendes Personal und fehlendes Know-how angegeben. Grosse Firmen messen digitalen Technologien eine grosse Bedeutung bei: Mehr als die Hälfte der Unternehmen mit über 100 Mio. Franken Jahresumsatz ist dieser Meinung. Bei kleineren Firmen sind es nur 20 Prozent. Gerade bei kleineren Unternehmen, die der Digitalisierung keine grosse Bedeutung beimessen, stellt sich die Frage, ob nicht am falschen Ort investiert wird, meinen die Experten von Ernst & Young. Allerdings wurde offenbar nicht erhoben, warum diese Firmen eine solche Einschätzung abgaben – ob sie also die Bedeutung der Digitalisierung unterschätzen oder ihnen einfach die Mittel für entsprechende Aktivitäten fehlen.

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