Baustelle eines Wohnblocks
Hinter dem Beton wird massiv digitalisiert – Schweizer Immofirmen priorisieren die Datenstrukturierung. (Symbolbild)

Die Digitalisierung übt bereits Einfluss auf die Schweizer Immobilienwirtschaft aus, zeigt eine Studie der Beratungsfirma EY Real Estate. Der aktuell wichtigste Trend ist dabei derjenige der Datenstrukturierung, von der man sich allgemein Effizienzgewinne erhofft. Rund 80 Prozent der Firmen haben vor, in den kommenden fünf Jahren alle wichtigen Dokumente zu digitalisieren.

Ein Drittel der Befragten gab an, den wesentlichen Teil der Investitionsausgaben für die Weiterentwicklung der IT-Systeme und Infrastruktur aufzuwenden. Eine wichtigere Rolle schrieben die Umfrageteilnehmer hingegen der Verfügbarmachung relevanter Daten in digitaler Form zu.

Immobilien datengestützt verwalten

„Durch den Einsatz geeigneter Datenmodelle und moderner Algorithmen können schon heute auf Basis von Vergangenheitswerten konkrete Handlungsfelder erarbeitet werden“, konstatiert Casper Studer, Casper Studer, Senior Manager und Co-Autor der Studie. So lassen sich Massnahmen zur Instandhaltung, Einspruchsrisiken bei Nebenkostenabrechnungen, Dienstleisterkontrollen oder etwa das Kündigungsverhalten von Mietern vorausschauend und faktenbasiert optimieren.

Mobile Arbeitsgeräte, Cloud, BIM – die Immobranche tickt digital

Zu den im Rahmen der Umfrage bei 160 Schweizer Immobilienmarkt-Playern erhobenen Trends gehören ferner der Einsatz mobiler Arbeitsgeräte, Cloud-Technologie und BIM – Building Information Modelling. „Die Digitalisierung wurde als wesentlicher und nachhaltiger Trend erkannt, der unsere Branche schon heute, aber umso stärker noch langfristig umkrempeln wird“, meint Claudio Rudolf, Partner und Co-Autor der Studie. So sehen 28 Prozent der Firmen bereits heute einen starken Einfluss der Digitalisierung auf die Branche, doch 75 Prozent erwarten diesen erst in fünf Jahren.

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