Industrie 4.0 und künstliche Intelligenz: Zwei Themen, welche Unternehmen weltweit intensiv beschäftigen. Die Schweiz hat gute Voraussetzungen, als Standort attraktiver zu werden und Produktionsprozesse ins Land zu holen. Das schreiben die Experten der Unternehmensberatung PwC Strategy& in der Studie „Global Digital Operations Study 2018“.

Digitalisierung in der Industrie

Qualifizierte Mitarbeitende entscheiden eine erfolgreiche Technologie-Implementierung (Symbolbild).

Immerhin glauben fast 41 Prozent der für die Studie befragten Industriemanager, dass dank der Automatisierung künftig wieder mehr Produkte im eigenen Land produziert werden. Es wäre ideal, wenn die Herstellungskosten in der Schweiz so tief sinken, dass Firmen wieder die Vorteile einer Produktion nahe ihrer europäischen Absatzmärkte nutzen. Ein Flaschenhals sind derzeit fehlende Fachkräfte, welche die Technologien implementieren und managen können. Das meinen 57 Prozent der Schweizer Manager, welche für die Studie befragt wurden. Insgesamt waren es über 1.100 Schweizer und internationale Entscheider aus dem produzierenden Gewerbe.

Digitalisierung und Industrie 4.0 fordern Schweizer Standortqualitäten

Die in dieser Hinsicht weltweit als fortgeschritten zu bewertenden Unternehmen haben eine bestimmte Strategie: Sie fördern eine digitale Kultur, die sich auf visionäre Führung, digitale Kundenerfahrung, Schulung, Fehlerkultur und flache Hierarchien konzentriert. Da kann die Schweiz wiederum punkten. Mit Blick auf die Unternehmenskultur bewerten viele Manager die Rahmenbedingungen als gut. Rund 53 Prozent geben an, dass Fehler als Teil des Entwicklungsprozesses angesehen werden und knapp zwei Drittel betonen die flachen Hierarchien innerhalb ihres Unternehmens.

Schweizer Firmenkultur eignet sich gut für Industrie 4.0-Vorhaben

Mit Blick auf die Voraussetzungen für eine von der Digitalisierung geprägte Unternehmenskultur ist die Schweiz gut positioniert. Schweizer Firmen sollten bei der Implementierung neuer Technologien und dem Aufbau digitaler Ökosysteme aufholen und eine durchgehend digitale Strategie und Vision verfolgen. Nach Auffassung von PwC sollten sie sich von gewissen traditionellen Herstellungsweisen und Systemen trennen und stärker in die Prozessautomatisierung sowie das technische Know-How ihrer Mitarbeiter investieren.

Die Implementierung von Industrie 4.0-Technologien ist bei Schweizer Firmen unterschiedlich.

Schweizer Unternehmen entwickeln digitale Plattformen am liebsten mit ihren heutigen Geschäftspartnern.

Wenig Digitalisierung bei internen Rechtsabteilungen.

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