Viele Schweizer Banken erwarten mittlerweile branchenfremde Konkurrenz. Über zwei Drittel der Institute rechnen damit, dass ihre Marktstellung durch neue Technologien, IT-Unternehmen und branchenfremde Anbieter bedroht wird. Das sind Erkenntnisse aus dem „Bankenbarometer“ der Unternehmensberatung Ernst & Young. Das EY Bankenbarometer basiert auf der Befragung von 120 Führungskräften (Mitglieder der Geschäftsleitung) von verschiedenen Banken in der ganzen Schweiz.

Schriftzug Bank an Gebäude

Bild: Hinter den makellosen Kulissen der Banken brodelt es, denn branchenfremde Konkurrenz steht vor der Tür. (Bildquelle: Ernst & Young)

So treten branchenfremde Anbieter bei ausgewählten Komponenten der Wertschöpfungskette in Wettbewerb mit den Banken. Die neuen Player profitieren von der technischen Entwicklung sowie den erwarteten regulatorischen Anforderungen beim Open Banking.

Kundenschnittstelle und Wertschöpfungsnetzwerke

Den Experten von Ernst & Young zufolge wird die Digitalisierung fundamentale Auswirkungen auf Strategien, Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse haben. Es geht dabei weniger um neue Distributionskanäle als vielmehr grundlegende Herausforderungen rund um die Kundenschnittstelle und Kooperation in Wertschöpfungsnetzwerken.

Die Zeichen der Zeit lassen sich an den Prognosen für das Jahr 2020 ablesen: Rund 90 Prozent der für die Untersuchung befragten Bankmitarbeitenden glauben, dass es dann deutlich weniger Banken in der Schweiz geben wird. Und 95 Prozent erwarten eine weiter schrumpfende Zahl an Bankfilialen. Zwischen 2000 und 2015 sind bereits rund 640 Niederlassungen geschlossen worden. In dieser Bresche florieren - das glauben fast 70 Prozent der Befragten - die branchenfremden Anbieter. Dabei handelt es sich um IT-Firmen, Mobilfunkanbieter oder Internetkonzerne.

Gehört die Zukunft noch den Banken oder Finanzapps branchenfremder Anbieter? Wann würden Sie eine solche nutzen?

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