Grafik Gefragte Kompetenzen
Bild: Hinter den makellosen Kulissen der Banken brodelt es, denn branchenfremde Konkurrenz steht vor der Tür. (Bildquelle: Ernst & Young)

Nur wenigen Mitarbeitenden ist heute schon klar, was die Digitalisierung von ihnen verlangt. 2020 werden die Kompetenzen anders gelagert sein als noch 2015. Das hat die Unternehmensberatung Accenture Strategy in der Studie „Harnessing Revolution: Creating the Future Workforce“ untersucht. Für diese wurden über 10‘000 Arbeitnehmende in zehn Ländern befragt.

So weiss nur ein gutes Drittel der Arbeitnehmenden (36 Prozent), welche Kompetenzen in ihrem Beruf in fünf Jahren gefragt sein werden. Viele Beschäftigte sind ausserdem unzufrieden mit der Unterstützung, die sie durch den Arbeitgeber beim Aufbau neuer Kompetenzen erfahren. 21 Prozent der Befragten gaben an, im Beruf keine oder nur unzureichenden Möglichkeiten zur Weiterbildung zu haben. Lediglich 32 Prozent der Arbeitnehmenden schätzen das Weiterbildungsangebot an ihrem Arbeitsplatz als hervorragend ein.

Unternehmen sollen Weiterbildung der Belegschaft fördern

Deshalb empfehlen die Studienautoren, dass Unternehmen noch stärker als bisher auf die Weiterqualifizierung der Belegschaft setzen und insbesondere „weiche“ Kompetenzen wie Führungsstärke, kritisches Denken, Kreativität und emotionale Intelligenz fördern.

Das sind die zehn wichtigsten Fertigkeiten, die 2020 gefordert werden, im Vergleich zu 2015:

Immerhin ist eine starke Mehrheit der Befragten (84 Prozent) der Ansicht, dass der Einsatz von neuen Technologien sich positiv auf ihre Arbeit auswirken wird. Weltweit sagen mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmenden, dass Technologien wie Roboter, Datenanalytik und künstliche Intelligenz ihnen dabei helfen werden, effizienter zu arbeiten (74 Prozent), neue Fähigkeiten zu erlernen (73 Prozent) und insgesamt die Qualität ihrer Arbeit zu steigern (66 Prozent). 


Kompetenzen aufbauen


„Der digitale Wandel kann nur gelingen, wenn Unternehmen stärker als bisher in den Aufbau neuer Kompetenzen und zusätzlicher Qualifikationen in der Belegschaft investieren. Dabei geht es weniger darum, die Beschäftigten auf neue Berufe umzuschulen, sondern ihnen kontinuierlich die nötigen Kompetenzen für den Umgang mit neuen Technologien zu vermitteln“, stellt Thomas Meyer, Country Managing Director von Accenture Schweiz fest. Laut Meyer müsse das Erlernen neuer Kompetenzen zum festen Bestandteil der Arbeit werden. „Der Arbeitsplatz wird zukünftig zum Trainingsort und der Kollege zum Trainer. Wir werden häufiger, dafür aber in kleineren Einheiten lernen.“

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