Fintechs wollen etablierten Banken und Versicherungen schon längst keine Konkurrenz mehr machen: Laut einer Umfrage der Beratungsfirma Roland Berger wollen sie am liebsten mit den etablierten Platzhirschen kooperieren.

„86 Prozent der jungen Firmen setzen nicht auf Konfrontation, sondern auf Kooperation mit den Branchenführern. Zudem glauben zwei Drittel nicht, dass sie klassische Finanzinstitute ersetzen können. Von einer Zusammenarbeit versprechen sich die Gründer vor allem Zugang zu einer breiten Kundenbasis (78%)“, fasst eine Medienmitteilung die zentralen Ergebnisse der Studie "FinTechs in Europe – Challenger and Partner" zusammen. Dafür befragte die Unternehmensberatung 248 FinTechs aus 18 europäischen Ländern, davon 28 Fintechs aus der Schweiz.

Fintechs haben mittlerweile ein realistisches Bild ihrer Rolle gewonnen: Sie können im Alleingang keine Branchenrevolution einläuten. Doch die Banken und Versicherungen erkennen in der Kooperation mit FinTechs zunehmend die eigene Chance: Sie können die digitale Transformation vorantreiben. Hierbei steht oft nicht nur der technologische, sondern vor allem der kulturelle Wandel im Vordergrund. „Digitalisierung beginnt im Kopf“, schreiben die Experten von Roland Berger, denn es komme auf die richtige Mentalität an.

Eigentlich schade: Vergeben sich Fintechs nicht die Chance, den Markt umzukrempeln? Ist das Kooperationsinteresse keine flache Exitstrategie? Wie sehen Sie es?

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