Die Kollaboration mit FinTechs könnte für Investmentbanken vorteilhaft sein. Die innovativen Finanzunternehmen könnten den etablierten Playern die Möglichkeit geben, ihr Geschäft auf bisher nicht mögliche Arten auszubauen, zu optimieren, zu schützen oder zu steuern. Das geht aus dem Bericht „Capital Markets, innovation and the FinTech landscape“ von Ernst&Young und der Finanztechnologieorganisation Innovate Finance hervor.

Die Kollaboration zwischen FinTechs und Investmentbanken könnte zur Senkung struktureller und operativer Kosten beitragen, die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften verbessern und die Innovation von Produkten und Dienstleistungen fördern. Chancen macht die Studie kurzfristig in Bereichen wie Robotik-Prozessautomatisierung (RPA), moderner Analytik, digitaler Transformation und der Auslagerung von Prozessen und Dienstleistungen aus. Mittelfristig gehören Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Smart Contracts basierend auf Blockchain zu den Favoriten.

Grafik Technologiegebiete mit Zukunft

Allerdings gibt es auf diesem Weg auch Hürden. Vor allem haben FinTech-Unternehmen noch nicht genug Erfahrung hinsichtlich Geschäftsbeziehungen mit grossen, komplexen Investmentbanken. Investmentbanken wiederum fehlt eine innovationsfördernde Top-down-Kultur. Sie müssten zudem akzeptieren, dass es keine Neuerung ohne Risiko gibt.

Ferner vermerken die Verfasser des Berichts, dass Regulierer FinTech-Lösungen bei Problemen von Investmentbanken zunehmend unterstützen und sich zugleich selbst immer mehr aufsichtsrechtlich vernetzen, wie es etwa das Beispiel Grossbritannien - Singapur - Australien zeigt.

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