Forschungskolloquium Schwarmintelligenz digital nutzen – neue Wege der Partizipation bei komplexen Entscheidungen
29.09.2026 12:30 - 13:30, Hybrid: Kalaidos Fachhochschule, Raum 404 und online via Zoom
Gesellschaftliche und organisatorische Fragestellungen sind heute häufig zu komplex, um sie mit klassischen Umfragen oder Abstimmungen angemessen zu beantworten. Gleichzeitig verfügen die beteiligten Personen über wertvolles Wissen, unterschiedliche Perspektiven und innovative Ideen, die in herkömmlichen Beteiligungsverfahren oft nur unzureichend erfasst werden. Wie also lassen sich diese Fragen beantworten?
Im Forschungskolloquium stellt Prof. Dr. Christoph Strauss einen digitalen Ansatz für Partizipation vor, der das gemeinsame Sammeln, Weiterentwickeln und Bewerten von Ideen in einem integrierten Prozess ermöglicht. Hierbei bewerten Teilnehmende Ideen anhand einfacher Paarvergleiche. Gleichzeitig können sie neue Vorschläge einbringen, die unmittelbar in den Beteiligungsprozess einfliessen. So werden nicht nur Präferenzen sichtbar, sondern auch die kollektive Entwicklung neuer Lösungsansätze gefördert.
Anhand von Forschungs- und Praxisbeispielen zeigt Christoph Strauss, wie sich grosse Gruppen effizient in komplexe Entscheidungsprozesse einbinden lassen und wie algorithmische Verfahren dazu beitragen können, kollektives Wissen transparent zu machen und fundierte Entscheidungen zu unterstützen. Abschliessend diskutiert er Erfahrungen aus verschiedenen Anwendungsfeldern sowie Perspektiven für die zukünftige Nutzung digitaler Partizipation.
Wann?
Dienstag, 29. September 2026, 12.30–13.30 Uhr
Wo?
Kalaidos Fachhochschule, Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich, Raum 404 oder online via Zoom
Wer?
Prof. Dr. Christoph Strauss ist Professor für simulationsbasierte Entscheidungsunterstützung an der Ostschweizer Fachhochschule (OST) sowie Teamleiter Präklinische Versorgungsforschung am IMS Institut für Modellbildung und Simulation. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der mathematischen Simulation und Optimierung sozioökonomischer Systeme, der simulationsbasierten Entscheidungsunterstützung, Statistik und Datenanalyse sowie im Healthcare Management und der Optimierung des Rettungswesens. Nach seinem Physikstudium sowie einer Promotion an den Universitäten Innsbruck und Ulm war er in Forschung und Industrie als Projekt- und Produktmanager tätig, bevor er an die OST wechselte. Neben seiner Forschungs- und Projekttätigkeit lehrt er seit vielen Jahren Mathematik und Statistik und beschäftigt sich mit der Entwicklung innovativer Verfahren zur Unterstützung komplexer Entscheidungs- und Beteiligungsprozesse.
