Kurzinterview mit Alexandre Vonwil, Oberstaatsanwalt-Stellvertreter bei der Staatsanwaltschaft Nidwalden und Lehrbeauftragter für Strafrecht an der Kalaidos Law School

Alexandre Vonwil

Sie sind Oberstaatsanwalt-Stellvertreter des Kantons Nidwalden und seit 2018 Lehrbeauftragter für Strafrecht an der Kalaidos FH. Was begeistert Sie an dem Thema Strafrecht?

Bereits gegen Ende Primarschule war mir klar, dass ich Anwalt werden möchte. Einmal vor Gericht stehen und dabei für eine Sache kämpfen – das war mein Kindheitstraum. Dabei haben sicher Filme oder Bücher aus meiner Jugendzeit eine Rolle gespielt. Meistens ging es in diesen Werken um die Lösung eines Kriminalfalls oder die Verteidigung von mutmasslichen Verbrechern. Um es auf den Punkt zu bringen: Mein Herz schlug bereits vor vielen Jahren für die Thematik Strafrecht. Heute kann ich sagen, dass ich definitiv den richtigen Weg eingeschlagen habe. Strafrecht ist lebendig und extrem vielseitig. Hat die beschuldigte Person eine Straftat wirklich begangen? Wie kann ich das herausfinden? Welche Mittel und Strategien stehen mir zur Verfügung? Wie ist ein Verhalten strafrechtlich zu werten? Diese Fragen faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Langweilig wird einem im Bereich Strafrecht garantiert nicht.

Wie erleben Sie Ihre Lehrtätigkeit an der Kalaidos FH und was schätzen Sie an den Studierenden?

Die Lehrtätigkeit ist für mich ein toller Ausgleich zu meiner Beschäftigung als Oberstaatsanwalt-Stellvertreter. Ich kann die Materie, für welche ich brenne, an die Studenten weitergeben. Dabei ist mir der Praxisbezug sehr wichtig. Die komplexe theoretische Materie kann viel besser verstanden werden, wenn sie in Praxisfälle eingebettet wird. Zudem ist aufgrund der überschaubaren Klassengrössen ein intensiverer Austausch mit den Studierenden möglich. Fragen und Unklarheiten können anlässlich des Präsenzunterrichts direkt angepackt werden. Dies wird von den Studierenden sehr geschätzt.

Gibt es etwas, was Sie unseren Studierenden gerne mitgeben möchten?

Die Studierenden sollen von den "kurzen Wegen" zu den Dozierenden profitieren. Sie sollen sich im Unterricht einbringen und sich nicht scheuen, Fragen und Unklarheiten aufs Tapet zu bringen. Und klar – wer nebst dem Beruf noch ein Studium absolviert, sollte die Thematik Zeitmanagement stets im Blickfeld behalten.

Für wen ist ein Jus-Studium an einer Fachhochschule in Ihren Augen zu empfehlen?

Für alle die berufliche oder familiäre Aufgaben wahrnehmen und Freude am Recht haben!

> Mehr Informationen zu einem Studium an der Kalaidos Law School finden Sie hier.

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