Der Preis des Verlages Helbing Lichtenhahn, Basel, wird seit 2010 für herausragende Masterarbeiten vergeben. Die Jury wird jeweils von der Kooperationspartnerin des SIST, dem Institut für Schweizerisches und Internationales Steuerrecht (ISIS) gestellt. Sie kann pro Studiengang bis zu drei Arbeiten prämieren. Die so prämierten Arbeiten werden jeweils in der Schriftenreihe des SIST beim Verlag Helbing Lichtenhahn veröffentlicht.

Ein Preis wird aber nur vergeben, wenn eine Arbeit nicht nur zu den besten des jeweiligen Studiengangs gehört, sondern gleichzeitig auch hohen Ansprüchen an die fachliche Qualität genügt. Ausserdem muss die Arbeit publikationswürdig sein, d.h. auch neue Erkenntnisse vermitteln, welche für die Steuerpraxis von Bedeutung sind.

Die Jury hat in diesem Jahr zwei Masterarbeiten zur Prämierung ausgewählt:

Mit einem Preisgeld von CHF 1'000 wird die Masterarbeit von Herrn Luca Contini ausgezeichnet. Er hat seine Masterarbeit zum Thema «Die Abzüge bei der interkantonalen Steuerausscheidung im Zusammenhang mit der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)» verfasst. Die Arbeit überzeugt vor allem dadurch, dass sie sich eingehend mit der unterschiedlichen Umsetzung der zulässigen Abzüge in verschiedenen Kantonen befasst. Wertvoll sind die Fallbeispiele, welche es erleichtern, die Materie trotz erhöhter Komplexität auch bei interkantonalen Konstellationen nachzuvollziehen. Für die Praxis ist es ausserdem sehr hilfreich, dass die Fallbeispiele strikt dem Aufbau des Kreisschreibens Nr. 34 der SSK folgen, das erhöht die Verständlichkeit der Arbeit zusätzlich. Dem Autor ist es gelungen, eine anspruchsvolle Fragestellung umfassend und auf verständliche Art abzuhandeln.

Als Autorin der besten Masterarbeit dieses Jahrgangs zeichnet die Jury in diesem Jahr Frau Carla Lang mit einem Preisgeld von CHF 3’000 aus, und zwar für die Arbeit mit dem Titel «Lieferungen mittels Online-Plattformen aus Sicht der Schweizer Mehrwertsteuer - Eine Würdigung der Gesetzesvorlage zur Plattformbesteuerung». Die Jury hat dieser Arbeit den Vorrang gegeben, weil sie in jeder Hinsicht die höchsten Anforderungen an die Publikationswürdigkeit erfüllt. Die Autorin hat sich intensiv und systematisch geschickt mit der Thematik auseinandergesetzt und immer wieder auch eigene Auffassungen eingebracht, welche für die Praxis wertvolle Hinweise darstellen. Die Arbeit besticht ausserdem durch ihre gute Einbindung wirtschaftlicher Erkenntnisse und von Kennzahlen, um die Notwendigkeit neuer Regelungen zu erläutern und die Effektivität der Revisionsvorschläge an den gesetzten Reformzielen zu messen. Die Autorin hat ein hoch aktuelles Thema brillant abgehandelt!

Die Jury gratuliert der Preisträgerin und dem Preisträger zu ihren grossartigen Leistungen!

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