FinTech-Startups ziehen immer mehr Investorengelder an. Im ersten Quartal 2016 waren es 5,3 Milliarden US-Dollar und damit 67 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Accenture stiegt das Investitionsvolumen im Jahr 2015 um 75 Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar an.

Der Anteil der Investitionen in Europa und Asien hat sich im ersten Quartal auf 62 Prozent nahezu verdoppelt. In Europa wiederum haben sich die FinTech-Investitionen zwischen 2014 und 2015 mehr als verdoppelt und sind um 120 Prozent auf 2,9 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Kooperation statt Disruption


Die Studie belegt auch einen vor allem in Nordamerika vorhandenen Trend zur Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzinstituten und FinTechs. Auf Kooperation ausgerichtete FinTechs haben gegenüber disruptiven Wettbewerbern in den vergangenen Jahren an Boden gewonnen. Ihr Anteil an den FinTech-Transaktionen stieg von 38 Prozent im Jahr 2010 auf 44 Prozent im Jahr 2015. Allerdings ist das vor allem in Nordamerika der Fall, während in Europa der Anteil der Investitionen in Disruptoren im gleichen Zeitraum von 62 auf 86 Prozent stieg.

Banken investieren verhalten in FinTechs


Direktinvestitionen in FinTechs werden überwiegend von Nichtbanken getätigt. Im Jahr 2015 erfolgte erst rund ein Viertel aller FinTech-Finanzierungen mit Bankenbeteiligung. Diese rund 5 Milliarden US-Dollar sind im Vergleich zu den 50 bis 70 Milliarden US-Dollar, die Kreditinstitute jedes Jahr in interne Digitalisierungs- und Technologieinitiativen stecken, jedoch eine vergleichsweise geringe Summe.


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