Chronische Krankheiten haben gesundheitliche, aber auch gesellschaftliche und ökonomische Auswirkungen. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen, können zu Arbeitsausfällen führen und verursachen hohe Gesundheitskosten. 

Die bisherige Forschung zu den finanziellen Belastungen chronischer Krankheiten konzentriert sich überwiegend auf die USA und auf Krebserkrankungen. Zudem ist sie primär individualistisch-klinisch ausgerichtet. Das FINK-Projekt (SNF 220891) nimmt die Situation in der Schweiz in den Blick und geht einen anderen Weg: In einem transdisziplinären und partizipativen Forschungsansatz werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungswissen verknüpft, um auch bislang ungehörte Perspektiven sichtbar zu machen. 

Zu diesem Zweck wurde ein Framework entwickelt, das die finanzielle Belastung und ihre Folgen systematisch beschreibt. Der Ansatz stützt sich auf verschiedenen Quellen: eine systematische Auswertung bestehender Forschung (Scoping-Review), die Analyse bereits geführter, qualitativer Interviews sowie auf digitale Tagebücher und vertiefende Interviews mit Betroffenen in der Schweiz. 

In einem weiteren Schritt wurden gemeinsam mit Stakeholdern aus Wissenschaft, Praxis und Politik zentrale Themen für eine schweizweite Online-Befragung festgelegt. Im Forschungskolloquium stellen Dr. Karin Ribi und Dr. Bettina Schwind erste Ergebnisse des Projekts vor und zeigen auf, wie die finanzielle Belastung chronisch erkrankter Menschen erfasst und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann. Dabei stehen insbesondere die Erfahrungen von Betroffenen und ihren Angehörigen im Mittelpunkt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den Austausch mit Ihnen!

Wann?
Dienstag, 20. Oktober 2026, 12.30–13.30 Uhr

Wo?
Kalaidos Fachhochschule, Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich, Raum 404 oder online via Zoom

Wer?
Dr. Bettina Schwind ist Senior Researcherin an der Careum Hochschule Gesundheit, Teil der Kalaidos Fachhochschule und leitet den Forschungsschwerpunkt «Care and caring over the life span». Sie hat im Fach Public Health am Schweizer Tropen- und Public Health Institut promoviert. In den letzten zehn Jahren hat sie das Schweizer Gesundheits- und Sozialsystem aus der Perspektive von Laien, Patient:innen und Gesundheitsfachleuten unter besonderer Berücksichtigung von Diversität, Gender und Vulnerabilität erforscht und leitete am Institut für Biomedizinische Ethik und Geschichte der Medizin (Universität Zürich) das Modul «Leben mit chronischen Schmerzen».

Prof. Dr. Karin Ribi ist Vizedirektorin a.i. an der Careum Hochschule Gesundheit, und leitet den Forschungsschwerpunkt «Patient experiences with care». Sie ist promovierte Psychologin und forschte fast 20 Jahre lang im Rahmen der klinischen Krebsforschung zu «Patient-reported outcomes», insbesondere zur Lebensqualität von Krebspatient:innen und weiteren Themen wie Selbst-Management, Resilienz, kognitive Folgen einer Krebserkrankung und Palliative Care. Zudem verfügt sie über einen Master of Advanced Studies in Public Health der Universitäten Zürich, Bern und Basel.

Vizedirektorin Forschung a.i.
Karin Ribi

Prof. Dr. Karin Ribi

Zum Profil
Chronisch krank | Gesundheit | Nursing
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Senior Researcherin
Bettina Schwind

Dr. Bettina Schwind

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Alter | Chronisch krank | Gesundheit | Nursing
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