Selbstmitgefühl ist ein wichtiger Prädiktor für psychisches Wohlbefinden, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Im Forschungskolloquium stellt Dr. Bigna Lenggenhager «Me²» vor, ein interdisziplinär entwickeltes Tool, das Virtuelle Realität und generative KI nutzt, um Menschen eine Begegnung mit einer virtuellen Version ihres jüngeren Selbst zu ermöglichen.

Die Technologie erlaubt es dabei, zwischen der verkörperten Perspektive des Erwachsenen-Selbst und des Kind-Selbst zu wechseln und einen Selbst-Dialog zu führen. Am Forschungskolloquium erhalten Sie einen Einblick in den Co-Design-Prozess, in dem das System gemeinsam mit Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Patientinnnen und Patienten, Forschenden und Teilnehmenden iterativ entwickelt wurde.

Ebenfalls stellt Dr. Bigna Lenggenhager Ergebnisse aus zwei experimentellen Studien vor, die untersuchen, welche Rolle Selbsterkennung (das kognitive Erkennen des Kindes als Selbst) und Selbstidentifikation (das verkörperte Erleben des virtuellen Kinderkörpers) in solchen Selbstbegegnungen spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits kurze immersive Selbstdialoge Selbstmitgefühl erhöhen und Selbstkritik reduzieren können und geben Einblicke in mögliche zugrundeliegende Mechanismen. 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den Austausch mit Ihnen!

Wann?
Dienstag, 31. März 2026, 12.3013.30 Uhr

Wo?
Kalaidos Fachhochschule, Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich, Raum 404 oder online via Zoom

Wer?
Dr. Bigna Lenggenhager, kognitive Neurowissenschaftlerin, klinische Psychologin, Studienberaterin und Dozentin. Ihre Forschung untersucht die Mechanismen des körperlichen Selbst und der Selbstwahrnehmung, insbesondere die Rolle von multisensorischer Integration, Embodiment und interozeptiven Signalen für das Erleben von Körper und Selbst. 

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