Kurzinterview mit Dr. iur Jann Schaub Lehrbeauftragter für Strafrecht an der Kalaidos Law School

Jann Schaub

Wie erleben Sie Ihre Lehrtätigkeit an einer Fachhochschule?

Sehr angenehm und bereichernd. Man merkt sofort, dass die StudentInnen motiviert bei der Sache sind. Sie bereiten sich meist gut auf die Präsenzveranstaltungen vor und scheuen nicht, sich aktiv in die Veranstaltungen einzubringen. Das Betreuungsverhältnis ist mehr als komfortabel, daher kann etwa auf Wissenslücken und/oder (spezielle) Interessen und Bedürfnisse der StudentInnen individuell eingegangen werden. Die Gruppengrössen in den Präsenzveranstaltungen sind ideal, um Interaktionen zwischen DozentInnen und StudentInnen zu ermöglichen. Der flexible Studiengang lässt zudem verschiedene Lehr- und Lernformate zu. Neben frontaleren Lehreinheiten bleibt daher viel Raum für vertiefende Übungen, Gespräche über Aktualitäten usw. All dies führt zu einer sehr guten Lehr- und Lernatmosphäre und zu vielen spannenden Diskussionen, von denen ich oft genauso wie die StudentInnen profitiere.

Unsere Studierenden sind alle berufstätig, wie macht sich das im Unterricht bemerkbar?

Die berufstätigen StudentInnen stehen in der Regel an einem anderen Punkt in ihrem Leben als etwa direkt vom Gymnasium abgegangene StudienanfängerInnen. Sie konnten mindestens erste Erfahrungen im beruflichen Umfeld sammeln und stehen nicht selten bereits mit beiden Füssen im Leben. Diese Erfahrungen bringen die StudentInnen in die Lehrveranstaltungen unter anderem in Form von Fragen oder Diskussionsbeiträgen ein. Die Lehrveranstaltungen werden dadurch etwas weniger vorhersehbar als etwa klassische Frontalvorlesungen, dafür individueller, praxisrelevanter und nicht zuletzt unterhaltsamer. Da die StudentInnen aus verschiedenen Praxisbereichen kommen, sehen sie Problemfelder aus unterschiedlichen Blickwinkeln, was die Diskussionen vielschichtiger und die Materie anschaulicher macht. Gerade das Strafrecht (und das zugehörige Prozessrecht) wird erst durch die Auseinandersetzung mit praktischen Fragen, Konsequenzen und Fällen wirklich fass- und nachvollziehbar.

Für wen ist der Bachelor of Arts in Law an der Kalaidos Fachhochschule empfehlenswert?

Der Bachelor of Arts in Law an der Kalaidos Fachhochschule vermittelt das Grundwissen und das fachlich-methodische Rüstzeug, sich selbstsicher auf juristischem Gelände zu bewegen. Die juristischen Anwendungsfelder werden anschaulich und praxisorientiert erschlossen. Das Studium ist dabei so angelegt, dass dieses flexibel und auch neben einem hohen Pensum in anderen Tätigkeiten (Beruf, Familie usw.) erfolgreich absolviert werden kann.
Ich kann den Bachelor of Arts also insbesondere Personen empfehlen, die sich in ihrem Beruf öfters mit juristischen Fragestellungen auseinandergesetzt sehen bzw. in ihrem Beruf öfters mit JuristInnen zu tun haben; aber auch Personen, die ihre Tätigkeit stärker in juristische Anwendungsfelder verlagern wollen oder die beabsichtigen, nach dem Bachelor mit dem Master weiterzufahren und selbst als JuristIn tätig zu sein. Ich kann ihn abgesehen davon auch schlicht allen Personen empfehlen, die interessiert sind, sich berufsbegleitend mit rechtswissenschaftlichen Fragen mit einem auf die Praxis orientierten Fokus zu beschäftigen.

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