Passerelle zum Bachelor of Science FH in Banking & Finance (nach HF Wirtschaft, Hotellerie, Tourismus, Marketingmanager)
Module der Passerelle zum BSc in Banking & Finance
Der Finanzplatz Schweiz und die Bankenlandschaft sind im Umbruch und die „neue“ Zukunft entwickelt sich rasch und fordernd. Eine stringente Anpassung von Strategie und Geschäftsmodellen unter dem Aspekt der Cost-Income-Ratio ist daher zwar notwendig aber nicht mehr ausreichend. Der Hauptfokus des Managements von Banken liegt somit nicht nur auf der Anpassung der Geschäftsmodelle, sondern in der Generierung einer Win-win-Situation zwischen Client und Shareholder-Value. Daraus abgeleitet werden die Studierenden in der bankbetrieblichen Praxis in vielfältiger Weise mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen konfrontiert. Die entsprechenden Problemlösungsprozesse müssen sie verstehen und mitgestalten können.
Die Studierenden verstehen Bankmanagement als Steuerungsprozess innerhalb eines umfassenden Rahmenmodells der Bank. Die kunden- und ertragsorientierte Unternehmensführung und -gestaltung ist die Leitidee der zu behandelnden Lerninhalte und gleichzeitig das verbindende Element des Moduls Banking zu den Modulen der bankbetrieblichen Geschäftsbereiche. Die Studierenden verstehen den engen Zusammenhang zwischen Kundenzentrierung, strategischen Marktüberlegungen sowie technologiegetriebenen Trends die eng mit der Unternehmensstrategie verbunden sind. Das Management muss neben den internen Aktivitäten der Unternehmung auch die dynamischen Umweltentwicklungen aufnehmen und die Unternehmung den sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen. Der (strategische) Managementprozess wird von den Studierenden als zentraler Problemlösungsprozess verstanden, mit dem Ziel, die Bank zeitgerecht an die Marktgegebenheiten anzupassen.
- Gründung
- Umwandlung
- Fusion
- Spaltung
- Vermögensübertragung
- Sanierung
- Liquidation
- Grundlagen der Konzernrechnung
- Voraussetzungen der Konsolidierung
- Behandlung von Tochtergesellschaften mit weniger als 100% Beteiligung
- Konsolidierung der Erfolgsrechnung
- Konsolidierung der Bilanz
- Unternehmensbewertung
- Prüfungsvorbereitung
- Prozesskostenrechnung
Recht
Gesellschafts- und Handelsrecht
Immaterialgüterrecht
Konsumentenrechte
Unternehmensnachfolge
- Der Forschungsablauf im Überblick
- Planung eines Forschungsprojekts
- Zeitmanagement
- Ressourcenplanung
- Zugang zu Daten
- Wissenschaftliche Gütekriterien
- Ethische Aspekte - Erstellung einer Forschungsskizze
- Themenfindung
- Ergänzungskurs Mathematik an 3 Mittwochabenden
Im Ergänzungskurs Mathematik werden den Studierenden die nötigen mathematischen Grundlagen für ein erfolgreiches Absolvieren eines Fachhochschulstudiums mit Fokus auf wirtschaftliche Fächer vermittelt.
Die Studierenden sollen den Sprung zur Produktivität in der Arbeitswelt 4.0! schaffen. Unternehmen arbeiten digitaler, schneller, fluider und mit neuen Geschäftsmodellen und Methoden. Um in der neuen Arbeitswelt effektiv zu sein, sind Unternehmenskultur und digitale Transformation wichtige Stellschrauben. Neben digitalen Technologien und Geschäftsmodellen ist eine New Work Transformation mit einer gezielten Entwicklung von Leadership und Arbeitskultur 4.0 wichtig. Genau diese oft getrennt voran getriebenen Faktoren Digitale Führungs- und Transformationskompetenz müssen und werden in diesem Modul zusammen gebracht – und zwar mit Werkzeugen, Praxis-Cases, eigener Praxisanwendung und Erfolgsmessung.
Kreditgeschäft
Die Grundlage für den risikoadäquaten Kreditentscheid bildet eine ganzheitliche Analyse, Bewertung und Beurteilung der Kreditfrage im Einzelgeschäft als auch auf Portfolioebene. Die Erarbeitung dieses Entscheides erfolgt aufgrund einer umfassenden, quantitativen und qualitativen Analyse und entspricht den Vorgaben der Kreditpolitik sowie der Regulatorien. Um Konkurrenzdruck und Kundenanforderungen gerecht zu werden, gilt es diesen Prozess zeitgerecht, effizient und unter Einbezug der Einflussfaktoren von Märkten, volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekten zu gestalten. Da Kreditentscheide immer im Spannungsfeld zwischen Ausfallrisiko und Ertragssteigerung getroffen werden, ist die Beurteilung der Marktsituation sowie der damit verbundenen Risiken eine zentrale Aufgabe im Kreditgeschäft.
Finanzgeschäft
Die differenzierte Beurteilung der Marktsituation sowie der damit verbundenen Risiken ist eine zentrale Aufgabe im Finanzgeschäft. Es sind vertiefte Produktkenntnisse über sämtliche Anlageinstrumente nötig. Die Studierenden vernetzen wirtschaftliche Einflussfaktoren, Entwicklungen der Märkte sowie deren Auswirkungen auf das Kundenportfolio. Zentrale Begrifflichkeiten des Asset Management sind dabei bekannt und finden entsprechend in den Anlageentscheiden Anwendung. Die Studierenden verstehen das Zusammenspiel der Anlageinstrumente innerhalb eines Portfolios in Abhängigkeit der Marktentwicklungen sowie deren Chancen und Risiken. Die genannten Anforderungen setzen grundlegende Kenntnisse in der Finanzmathematik voraus.
Dies Studierenden erhalten die Einführung der Differentialrechnung als mathematisches Werkzeug für die Risikoanalyse von Anleihen. Sie analysieren Funktionen mit Schwerpunkten auf Elastizität (Duration) und Taylorpolynome und werden in die Grundlagen der Schliessenden Statistik eingeführt.
Diese beinhaltet:
• Deskriptive Statistik
• Wahrscheinlichkeitsverteilungen
• Konfidenzintervall
Die Studierenden bauen auf den Inhalten von Quantitative Finance Teil 1 auf und vertiefen grundlegende mathematische und statistische Methoden im Kontext von Quantitative Finance Teil 2. Im Fokus stehen zentrale Werkzeuge zur Analyse finanzieller Zusammenhänge sowie deren Anwendung auf quantitative Fragestellungen. Ergänzend werden ausgewählte Konzepte der beschreibenden und schliessenden Statistik behandelt, um eine fundierte Grundlage für die weiterführende Auseinandersetzung mit daten- und modellbasierten Finanzthemen zu schaffen.
English has evolved naturally as the global language of business and IT. Today, there are approximately 400 million native speakers of english and it has been estimated that there are more than a billion non-native English speakers. English is also the predominant language on the Internet and is therefore about to eliminate all communication barriers worldwide. It is also the main language used in international teams. This course aims to give students the skills required to react and respond to different business situations. The main Focus will be on building and enhancing Business vocabulary. The students will develop various ways of communication, using authentic vocabulary both in formal and informal situations. They will also enhance their writing, reading and listening skills in a number of different ways.
- Compliance und der Corporate Governance
- Nationale und internationale rechtliche Rahmenbedingungen
- Sorgfaltspflicht, Bankgeheimnis, Geldwäscherei
-
Korruption, Insiderhandel, Datenschutz,
-
Strafbarkeit des Unternehmens
- Amts- und Rechtshilfe
- Funktion Finanzmarkt
- Finanzmarktrechtliche Rahmenbedingungen
- Aufsicht
- Börsenrecht
- Kollektive Kapitalanalgen
- Banken
- Privatversicherungen
- Geldwäscherei
- Strafbestimmungen
- Finanzmarktrecht in der EU
In diesem Marktplatzkurs erhalten einen vertieften Einblick in die Altersvorsorge, besonders mit Blick auf selbstständige Unternehmer. In 8 Lektionen befassen wir uns mit strategischen Entscheidungen und finanzieller Planung für die Altersvorsorge von Unternehmern in der Schweiz. Unsere Ziele sind vielfältig: Studierende sollen die speziellen Herausforderungen der Altersvorsorge für Unternehmer verstehen, die steuerlichen Aspekte im schweizerischen Vorsorgesystem analysieren, individuelle Finanzstrategien für die langfristige Sicherung entwickeln und Finanzinstrumente zur Risikominimierung nutzen können. Die Lektionen behandeln Themen wie die Besonderheiten der Altersvorsorge für Unternehmer, steuerliche Überlegungen, eine detaillierte Analyse von Vorsorgeinstrumenten und -produkten, sowie Strategien für die finanzielle Planung bis zur Pensionierung. Auch Risikomanagement und Absicherung von unternehmerischen Altersvorsorgeplänen sind wichtige Bestandteile. Praxisnahe Fallstudien und Beispiele erfolgreicher Modelle runden das Modul ab. Abschliessend sollen die Studierenden in der Lage sein, individuelle Businesspläne für ihre Altersvorsorge als Unternehmer zu erstellen. Das Modul zielt nicht nur auf theoretisches Verständnis ab, sondern betont die praktische Anwendung des Wissens in realen Geschäftsszenarien und fördert unternehmerisches Denken im Kontext der Altersvorsorge.
«Sustainable Finance» ist eine strategische Priorität bei allen Stakeholdern des schweizerischen Finanzplatzes. Darunter versteht man jede Form von Finanzdienstleistung, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (Environmental, Social and Governance, kurz ESG) in die Geschäfts- oder Investitionsentscheidungen zum nachhaltigen Nutzen der Kundinnen und Kunden und der Gesellschaft insgesamt integriert.
In diesem Modul lernen die Studierenden was es braucht, dass ein Finanzsystem als nachhaltig gilt und wie es den Übergang von Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit finanziell unterstützten und beschleunigen kann. Studierende können Ihre Kunden unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitskriterien im Anlage- und Finanzierungsbereich kompetent beraten, und ihnen nach einer fundierten Diskussion bedürfnisgerechte und risikoadäquate Lösungen anbieten. Sie lernen zudem, welche aufsichtsrechtlichen Grundlagen in der Schweiz geschaffen wurden und welch Wirkung diese haben.
Die Studierenden werden in die Konzepte der Corporate Finance und der Finanzmarkttheorie eingeführt, die für die finanzielle Unternehmensführung relevant sind. Der Schwerpunkt liegt auf:
• Finanzwirtschaftliche Aufgaben des Unternehmens
• Ziele der finanziellen Unternehmensführung
• Berechnung der erwarteten Rendite und des Risikos
• Kapitalkostensatz für Unternehmen
• Finanzierung: Beteiligungsfinanzierung, Kreditfinanzierung, Mezzanine-Finanzierung und Innenfinanzierung
In diesem Modul geht es darum zu lernen, was Geschäftsmodelle sind und vor allem, wozu sie eingesetzt werden können. Dieses Verständnis wird auf drei Ebenen entwickelt: Theoretisch unter Zuhilfenahme der Konzepte zur Geschäftsmodellentwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Praktisch durch die Bearbeitung von Fällen, an denen sich zeigen lässt, welche Bedeutung Geschäftsmodelle und deren Veränderungen für den Geschäftsverlauf haben. Ebenfalls praktisch findet die Auseinandersetzung der Studierenden mit dem Geschäftsmodell statt, mit dem sie in ihrer eigenen beruflichen Tätigkeit zu tun haben.
Geschäftsmodelle sind zum einen systematische Beschreibungen und Erklärungen, woraus ein bestimmtes Geschäft besteht. Systematisch insofern, als Geschäftsmodelle das Allgemeine eines bestimmten Geschäfts in jedem einzelnen konkreten Fall erkennen lassen. Geschäftsmodelle werden insbesondere dafür eingesetzt, die kritischen Einflussfaktoren zu erkennen, die sich auf den Erfolg eines Geschäfts auswirken. Zu diesem Zweck braucht es einen Bezugsrahmen, ein «Framework», auf das man zurückgreifen kann, wenn Geschäftsmodelle systematisch untersucht werden sollen. Es haben sich mehrere solche «Frameworks» entwickelt, deren Gemeinsamkeiten sind jedoch grösser als die Unterschiede. Wer das erkennt, kann mit den Stärken von Geschäftsmodell-Ansätzen arbeiten, um die erfolgreiche Konkretisierung und Umsetzung von Geschäftsstrategien damit zu beeinflussen.
Geschäftsmodell-Ansätze stützen sich auf die Erkenntnisse des «Design Thinking» ab, sie orientieren sich an den Ergebnissen der Diskussionen rund um «Lean Startup» und wären wohl auch kaum denkbar ohne das vertiefte Verständnis «disruptiver Innovationen». «Digitalisierung» und «Globalisierung» als langfristige Megatrends haben das Verständnis von Geschäftsmodellen nachhaltig geprägt und spielen deshalb in diesem Modul eine wichtige Rolle.
Details folgen
Die Studierenden beurteilen die Gesamtsituation des Kunden aus der umfassenden Optik der finanziellen Grundlagen und Zielsetzungen, der Einkommenssicherung, Vermögensbildung sowie Ruhestandssicherung. Dabei berücksichtigen sie das steuerliche und wirtschaftliche Umfeld des Kunden sowie dessen individuelle Bedürfnisse und Ziele aufgrund der privaten- sowie beruflichen Lebenssituation. Sie erarbeiten eine individuelle Finanzberatung, welche auf verschiedenen möglichen Vorgehensweisen und Lösungsvarianten basiert und sich dem Kunden auf verständliche und nachvollziehbare Weise präsentiert.
Die ganzheitliche Mehrjahresbetrachtung, welche die heutige und zukünftige finanzielle Situation des Kunden beinhaltet stellt hohe Anforderungen an den/die Bankwirtschafter:in. Die gesellschaftlich und gesetzlich veränderten Rahmenbedingungen in der Altersvorsorge, in Ehe, Familie und Partnerschaft erfordern die Fähigkeit, komplexe Ausgangslagen mit möglichen Risiken und Konsequenzen zu erfassen und adäquate Massnahmen abzuleiten. Ein optimaler Lösungsvorschlag setzt Kenntnisse über zentrale Finanzplanungsinstrumente sowie Produkte in den Bereichen Anlegen, Finanzieren, Vorsorgen und Absichern voraus. Es gilt, vielfältige Angebote auf dem Markt zu beurteilen, zu differenzieren, zu bewerten und im Rahmen der Finanzberatung zu nutzen.
Die Ereignisse rund um unternehmerisches Handeln der letzten Jahre haben eines deutlich werden lassen: Die Missachtung der Notwendigkeit, Rentabilitätsstreben und Solidarität gegenüber den Stakeholdern einer Gesellschaft in einer gesunden Balance zu halten, schadet am Ende allen Beteiligten: Bürger werden zur Konkursmasse degradiert, Unternehmen beschädigen den Ruf eines an sich erfolgreichen liberalen Wirtschaftssystems, ganze Staaten taumeln am ökonomischen Abgrund. Doch all dies ist nicht Schicksal, sondern in aller Regel von Akteuren verursacht, welche sich nur allzu oft elementaren Einsichten verschliessen und das Denken ihren Kritikern überlassen. Genau an diesem Punkt hält der Kurs „Unternehmensethik“ Angebote bereit, bietet Reflexionsmodelle zu Verantwortung und alternativem Wirtschaften an, hilft Argumentationsweisen zu trainieren und zeigt Wege für eine Welt auf, welche auch morgen noch lebenswert sein kann und soll.
Im Business Consulting Project bearbeiten die Studierenden konkrete Aufgabenstellungen aus der Wirtschaftspraxis. Für aktuelle unternehmerische Fragen sollen aus dem Rollenverständnis der Unternehmensberatung und mit effizientem Projektmanagement fachlich fundierte und kreative Lösungsansätze entwickelt werden. Diese sind in Form möglichst konkreter und unmittelbar umsetzbarer Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Das Spektrum der betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, die behandelt werden können, orientiert sich an den im Studium vermittelten fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen aus den Fachbereichen:
- Strategie, Mission & Vision
- Personalmanagement
- Marketing, Verkauf & Business Development
- Unternehmenskommunikation & Public Relation
- Personalwesen & Wissensmanagement
- Controlling, Finanz- & Rechnungswesen
- Change Management & Nachfolgeregelung
- Qualitäts- & Risikomanagement
- Business Process Management und Prozessoptimierung
- weitere Themenbereiche
Die Praxistauglichkeit und die Umsetzbarkeit der Beratungsergebnisse werden bei der Beurteilung der Ergebnisse stark gewichtet. Die Anwendung von pragmatischen, zielorientierten Problemlösungsmethoden und eine fundierte wissenschaftliche Arbeitsweise (Case Study als Forschungsmethode) sind zentral. Die Resultate können z. B. die folgenden Formen aufweisen:
- Konzepte
- Entscheidungsgrundlagen
- Marktstudien und Analysen
- Optimierungsvorschläge und Umsetzungsmassnahmen
- Business Case oder Business Plan
Der Leistungsnachweis erfolgt anhand der für die Unternehmungen zu erstellenden Lieferobjekte: Schlussbericht und Ergebnis-Präsentation.
Die Studierenden werden in die Analyse und Bewertung von Finanz- und Sachanlagen eingeführt. Der Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Cashflow-Modellen und umfasst folgende drei Themengebiete:
Teil 1: Aktien: Die Studierenden lernen, wie Aktien mithilfe von Cashflow-Modellen (Dividendendiskontierungsmodellen und Free-Cash-Flow-Modellen) sowie Multiplikatoren analysiert und bewertet werden.
Teil 2: Anleihen: Die Studierenden lernen neben den Grundlagen zu den Anleihen, wie optionsfreie festverzinsliche und variabel verzinsliche Anleihen bewertet und deren Renditen ausgerechnet werden. Darüber hinaus machen sie sich mit der Risikoanalyse von Anleihen vertraut und wissen, wie die Risikokennzahlen der Duration und Konvexität berechnet und angewandt werden können.
Teil 3: Akquisitionen und Fusionen: Die Studierenden lernen den Unterschied zwischen Akquisitionen und Fusionen, die Motive von Übernahmen und die Abwehrmassnahmen bei einer unfreundlichen Übernahme kennen. Darüber hinaus wissen Sie, wie eine Übernahmetransaktion abläuft und kennen die Transaktionscharakteristiken. Sie kennen die verschiedenen Verfahren zur Bewertung von Akquisitionen und können das Free-Cash-Flow-to-Firm-Modell und Multiplikatoren für die Bewertung einsetzen. Ausserdem lernen sie, wie ein Übernahmedeal beurteilt werden kann.
Die Studierenden lernen, wie Sachinvestitionen unter Unsicherheit mit der Sensitivitätsanalyse, der Szenarioanalyse, dem Entscheidungsbaumverfahren und der Simulationsanalyse beurteilt und bewertet werden können. Auch lernen sie, Realoptionen bei Investitionsprojekten zu identifizieren und mithilfe der Nettobarwertmethode zu bewerten. Des Weiteren wird die Performancebeurteilung einzelner Investitionsprojekte auf das
Investitionsportfolio von Unternehmen ausgeweitet. Schliesslich lernen sie, wie die Bewertungsverfahren der Aktienbewertung mit den klassischen Methoden der Investitionsrechnungsverfahren verknüpft werden können.
Teil 2: Management des Working Capital: Die Studierenden lernen das Wesen und die Bedeutung des Working Capital Management kennen. Insbesondere verstehen
Sie, wie das Management des Zahlungsmittelbestands, der liquiden kurzfristigen Finanzanlagen, der Vorräte und Kundenforderungen zu erfolgen hat.
Teil 3: Kapitalstruktur: Die Studierenden lernen den Trade-off zwischen Nutzen und Kosten des Fremdkapitals, die Kapitalstrukturpolitik in der Praxis, die Pecking-Order-Theorie sowie weitere Kapitalstrukturtheorien kennen. Des Weiteren können sie die Modelle des Adjusted Present Value (APV), des Kapitalkostensatzes und des Rendite-Leverage einsetzen, um die optimale Kapitalstruktur eines Unternehmens zu bestimmen._
Teil 4: Dividendenpolitik: Die Studierenden lernen die Dividendenkennzahlen, die Einflussfaktoren auf die Gewinnausschüttungsquote, die
Dividendenausschüttungsstrategien und der Einfluss der Dividendenpolitik auf den Unternehmenswert kennen.
Die Studierenden werden in die Analyse und Bewertung von Derivaten, Optionsstrategien, die Analyse von Realoptionen bei Investitionsprojekten und das unternehmensweite Risikomanagement eingeführt. Der Schwerpunkt liegt auf:
• Gewinn/Verlust-Berechnung, Bewertung und Einsatzmöglichkeiten von Derivaten (Forwards, Futures, Swaps und Optionen)
• Optionspreissensitivitäten: Delta, Gamma, Vega, Rho und Theta und deltaneutraler Hedge
• Optionsstrategien: Covered Call, Protective Put, Bull and Bear Spreads und Straddle
• Unternehmensweites Risikomanagement (wertorientiertes Risikomanagement, Risk Governance, Risikopolitik, Risikomanagementprozess und Einsatz von Derivaten zur Absicherung von Aktienpreis, Zins- und Wechselkursänderungsrisiken
Fintech ist das Schlagwort für den technologischen Wandel in der Finanzbranche, der durch die Verfügbarkeit grosser Datenmengen («Big Data») zusammen mit der rasch fortschreitenden Digitalisierung, insbesondere Data Driven Automation (das Pendant von Industrie 4.0 in der Finanzwelt), getrieben ist. In den letzten Jahren sind zahlreiche neue Firmen entstanden mit neuartigen, von der Verschmelzung von Analytik und Digitalisierung getriebenen Produkten. Beispiele sind Peer-to-Peer-Lending, Kryptowährungen wie Bitcoin, Robo-Advisor und unzählige neue Internetanwendungen. Diese Entwicklung wird die Finanzbranche in den kommenden Jahren einschneidend umgestalten.
Das Modul hat zum Ziel, die Finanzbranche bei diesem Transformationsprozess zu unterstützen. Da die beiden Technologiefelder Analytik grosser Datenmengen und Automatisierung durch Digitalisierung in Kombination wesentlich für die technologische Transformation des Finanzsektors sind, ist es wichtig, diese beiden Themenblöcke in einem Modul zu vereinen. Dadurch werden Studierende befähigt, das Funktionieren dieser neuen Technologien zu verstehen, die Technologien zu bewerten, ihr Potenzial für das Unternehmen abzuschätzen, an das Unternehmen angepasste Lösungen zu entwickeln sowie den Einsatz im Unternehmen zu planen und zu leiten.
Die Digitalisierung transformiert das traditionelle Geschäftsmodell der Banken. Doch heute stellen die Nicht-Banken eine deutlich grössere Herausforderung dar als zu Zeiten des Web 1.0 und die Erwartungen der Kunden haben sich verändert. Die Kunden sind es heutzutage gewöhnt, direkt und unmittelbar mit den Anbietern in Kontakt zu treten und sie erwarten, dass ihre Bedürfnisse über eine grosse Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen hinweg antizipiert werden. Eine ähnliche Reaktionsbereitschaft erwarten sie von ihrer Bank.
Die Studierenden lernen, dass die Herausforderung für Banken nicht darin besteht, dass ein einziger neuer Wettbewerber oder ein Geschäftsmodell mit Marktdominanz entstehen wird. Das Risiko liegt vielmehr darin, dass eine Kombination von Angreifern im gesamten Ökosystem der Banken stetig die wichtigsten Wettbewerbsvorteile untergraben und damit zu einem deutlich kleineren Bankensektor führen wird. Diese Bedrohungen durch disruptive Geschäftsmodelle zu verstehen und zu antizipieren steht im Zentrum des Moduls und des Lernens der Studierenden.
Prozessmanagement und Projektmanagement mit agilen Projektmethoden ermöglicht das Führen und Steuern von komplexen Projekten mit deutlich höherer Erfolgsquote und nachweisbar höherem Mehrwert gegenüber konventionell geführten Projekten. Dabei können agile Projektmethoden in allen Arten von Projekten angewandt werden – nicht nur in Informatik-Projekten. In diesem Modul lernen die Studierenden, wie dank agilem Projektmanagement und agilen Methoden die Erfolgsquote in Projekten erhöht wird und Projekte den geforderten Mehrwert bringen. Einige agile Projektmethoden werden vorgestellt und mit etablierten, konventionellen Methoden verglichen. Es wird aufgezeigt, welche prozess- und strukturbezogenen, kulturellen Bedingungen in einem Unternehmen vorhanden sein müssen, damit agiles Projektmanagement den gewünschten Projekterfolg garantiert. Sachlich neutral werden die Stärken und Schwächen, die Potenziale und die Risiken diverser agiler und konventioneller Projektmethoden aufgezeigt. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis runden das Seminar ab und zeigen, welche Projektmethode am besten in welcher Art von Projekt zum Einsatz kommt.
Studierende bearbeiten konkrete Themen im Rahmen der während des Studiums bearbeiteten Fachgebiete. Sie wählen eine Fragestellung aus Theorie oder Praxis und bearbeiten diese ausgehend von der bestehenden relevanten Theorie. Lösungen zu der Fragestellung werden anhand der vorliegenden Literatur und / oder Erhebungen aus der Praxis erarbeitet.
