Bei Kosten-Nutzenanalysen im öffentlichen Sektor stösst die traditionelle Herangehensweise von Zahlungsbereitschafts-Befragungen an ihre Grenzen: Wichtige Information wird den Befragten vorenthalten, die TeilnehmerInnen sind kognitiv überfordert, oder sie geben „sozial erwünschte“ oder strategische Antworten, welche die Resultate stark verzerren können.

Um realistische Bewertungen zu erhalten, haben wir in Anlehnung an direktdemokratische Verfahren ein neues Befragungsparadigma entwickelt (Schläpfer, F. 2008).

Wir stellen eine Befragungssituation her,

  • die in Bezug auf die verfügbare Information und die Motivation der Befragten der Entscheidungssituation einer Volksabstimmung sehr nahe kommt
  • die Möglichkeiten für strategische Antworten ähnlich wie in Abstimmungen sehr stark einschränkt
  • die durch den Befragungsmodus sozial erwünschte Antworten durch Interviewer-Effekte weitgehend ausschliesst
  • die eine harte Überprüfung der Validität ermöglicht.

Ausserdem verwenden wir ein Befragungsdesign, das eine aussagekräftige Überprüfung der Validität ermöglicht.

Mögliche Anwendungsbereiche sind die Umwelt- und Raumplanungspolitik, Kosten-Nutzen-Analysen bei Infrastrukturentscheiden oder auch Nachfrageanalysen für neue Produkte. Bisher haben wir die Methode auf Fragestellungen im Bereich Agrarpolitik und Landschaftsentwicklung, Nutzungskonflikte bei Allmendegütern und Tourismusangebote angewendet.

Neben eigenen Zahlungsbereitschafts-Befragungen erstellen wir auch wissenschaftliche Expertisen zu bestehenden Studien.

Facebook Twitter Xing LinkedIn Whatsapp E-Mail