Am 27. November durften 50 Studierende der Careum Hochschule ihr Diplom im Rahmen einer virtuellen Feier entgegennehmen. Die Diplomfeier fand dieses Jahr wegen Corona per Videokonferenz statt.

Dieses Jahr unterschied sich die Diplomfeier der MAS-Abschlüsse sowie des Bachelor- und Masterstudiengangs der Careum Hochschule Gesundheit von anderen Jahren: Das Diplom konnte wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen nicht vor Ort und persönlich übergeben werden, sondern per Zoom-Übertragung. Aber die erschwerenden Umstände sollten den Festakt nicht verhindern. Denn, wie es Studiengangsleiterin und Zeremonienmeisterin Elke Wimmer treffend ausdrückte: «Wir feiern, weil man Diplomfeiern nicht verschieben kann! Die jetzige Zeit verlangt Beweglichkeit von uns allen.»

Wenn man sich nicht zur Feier versammeln kann, muss die Feier nach Hause gebracht werden: Die festlichen Reden wurden deshalb aus dem Sitzungsraum des Careum 3 per Videokonferenz direkt in die Wohnzimmer oder Büros der Absolventinnen und Absolventen übertragen. Im Vorfeld fanden einige Vorbereitungen statt, damit der virtuelle Diplomabschluss trotz Distanz feierlich gestaltet werden konnte. Zum Beispiel hatten Diplomandinnen und Diplomanden bereits per Post Studentenfutter und eine Flasche «Züri Perle» zum Anstossen erhalten. Pünktlich um 18.00 tauchten auf dem Bildschirm viele Dialogfenster auf und Personen winkten sich zur Begrüssung fröhlich virtuell zu.

Studiengangsleiterin Elke Wimmer
Rektorin Baumgartner Rede Diplomfeier
Rektorin Lehre Prof. Ursina Baumgartner

 

On the move: In Bewegung, auf dem Weg sein

Das zentrale Thema, das sich durch den Abend zog, war «on the move» – in Bewegung, auf dem Weg sein. In ihrem Grusswort zeigte Prof. Ursina Baumgartner das Bild eines Berges und präsentierte dazu einen Wanderschuh. Die Analogie einer Bergbesteigung passe gut: In ihrer Funktion als Rektorin Lehre sehe sie jeweils die Studierenden kommen, am Anfang ihres Studiums, bei der Begrüssung.

«Manchmal ist man zuerst einsam auf dem Berg unterwegs. Mit der Zeit findet man auf der Wanderung Kolleginnen und Kollegen, ein ganzes Netzwerk.» Und manchmal ginge man auch (unfreiwillig) baden, müsse Anstrengungen meistern, durchhalten. Ganz bewusst sei auf dem Bild das Ziel nicht zuoberst auf der Bergspitze angebracht, brauche es doch immer noch Luft nach oben. Für die weitere Laufbahn solle man sich immer wieder fragen können: «Wo ist der nächste Gipfel? Will ich mich weiter ausbilden?»

Keine Reise ohne gutes Rüstzeug

Ein weiteres Grusswort richtete auch Dr. Stefan Spycher, CEO der Careum Stiftung, an die Absolvierenden und ihre Angehörigen. Unterwegssein sei heutzutage «in» – wer nicht in Bewegung sei, werde als rückwärtsgewandt angesehen. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass stetes Unterwegssein anstrengend sei. Man müsse deshalb für den Weg gut gerüstet sein.

Er drückte seine Hoffnung aus, dass alle Absolventinnen und Absolventen genau dieses Rüstzeug auch durch ihre Ausbildung erhalten haben, damit sie beweglich auf alle Situationen reagieren können. Aus eigener Erfahrung bezeichnete Stefan Spycher das stete Unterwegssein und Aufbrechen zu neuen Ufern als Jungbrunnen. Auch das Gesundheitswesen sei stets in Bewegung. «Im schweizerischen Gesundheitswesen brauchen wir Menschen, die kompetent sind und das Herz auf dem richtigen Fleck haben!»

Dr. Stefan Spycher, CEO Careum Stiftung
Jacqueline Martin, CEO Careum Hochschule
Dr. Jacqueline Martin, CEO Careum Hochschule

 

Leben gleich Bewegung

Die Festrede hielt Dr. Jacqueline Martin, CEO der Careum Hochschule Gesundheit. Sie gratulierte allen zum erfolgreichen Abschluss und zum Entscheid, in die eigene Bildung investiert zu haben. Die Bedeutung und die vielen Facetten von Bewegung in unserem Leben stand auch in ihrer Rede im Zentrum. Der menschliche Körper sei für ein Leben in Bewegung geschaffen – ohne Bewegung würden Skelett, Muskulatur oder innere Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Jedoch weisen heute Menschen in Industrieländern einen Bewegungsmangel auf. Mit einer Sitzzeit von durchschnittlich 7.5 Stunden bewegen wir uns um zwei Drittel weniger als unsere Vorfahren vor hundert Jahren. Haltungsschäden, verschlechterte Körperkoordination, Verspannungen, Kopfschmerzen und innere Unausgeglichenheit sind mögliche Folgen. Jacqueline Martin verwies dabei auf die momentane Situation: «Durch die aktuelle Pandemie werden unsere Bewegung und unser Radius noch zusätzlich stark eingeschränkt. Man könnte sagen: Der Gegenpol von ‹mobil› und ‹in Bewegung sein› ist das Homeoffice!»

Anschliessend spann sie den Faden weiter und führte aus, dass Bewegung nicht nur im biologischen Sinne von grundlegender Bedeutung sei. Bewegung beschreibe auch psychische, ökonomische und politische Zustände. So zeichneten sich gemäss Kinsey agile Organisationen durch Stabilität und Dynamik aus. Stabilität brauche es, um Zuverlässigkeit und Effizienz zu garantieren, Dynamik, um rasch auf neue Anforderungen, Herausforderungen und Chancen reagieren zu können. Die Kunst der Veränderung sei deshalb, Stabilität und Dynamik in einem Gleichgewicht zu halten, um die Arbeitsfähigkeit der Organisationen und deren Personen zu erhalten. Dies bedingt, dass das Lerntempo mindestens so gross sei wie das Tempo von Veränderungen.

Der Weg zu einer erfolgreichen Berufspraxis

Im letzten Teil ihrer Rede schlug Jacqueline Martin den Bogen zum Gesundheitswesen als Arbeitsplatz der Studierenden. Sie skizzierte drei Aspekte einer erfolgreichen und professionellen Berufspraxis.

Erstens: Eine professionelle klinische Praxis zeichnet sich durch eine personenzentrierte und effektive Versorgung aus, die auf aktuellstem Wissen basiert. Patientenprozesse sowie pflegerische und therapeutische Interventionen werden auf der Grundlage von wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit getroffen.
‹Caring› erhält in der professionellen Gesundheitsversorgung eine zentrale Qualität. Wichtig ist die Begleitung von Patientinnen und Patienten in der Krankheitsbewältigung, die Fürsprache im interprofessionellen Team, Einbezug der persönlichen Ressourcen von Patientinnen und Patienten, die systematische Schulung von Gesundheitsförderung, eine hohe Behandlungsqualität und Patientensicherheit. Oftmals sei im Alltag ein grosses Wissen vorhanden, was Diagnosen und Befunde betreffe. Caring bedeute aber mehr, als bloss informiert zu sein. Es bedeute, das Wesen eines Menschen und seine Welt zu kennen und zu verstehen, wie er die Krankheit und Kranksein erlebt. «Genauso wie Medizin ist auch Pflege Handwerk und Kunst zugleich, die nur durch breites Wissen, lebenslanges Lernen und ständiges Üben zur vollen Wirksamkeit kommt!»

Zweitens: Gesundheitsfachpersonen sollten ihre Handlungen regelmässig hinterfragen, ob sie tatsächlich personenzentriert und zum Nutzen der Patientinnen und Patienten sind – oder lediglich auf Traditionen beruhen oder dem System dienen.

Drittens: Digitalisierung, technologische Entwicklung in der Arbeitsumgebung und Spezialisierungen bedingen lebenslanges Lernen. Dies geschieht nicht nur in Aus- und Weiterbildungen, sondern auch direkt in der Praxis, zum Beispiel in Fallbesprechungen, an Konferenzen oder innerhalb von organisatorischen Fortbildungen.

Abschliessend ermunterte sie die Absolventinnen und Absolventen: «Nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung! Bleiben sie neugierig und beweglich und lernen Sie ein Leben lang!»

Stationen eines Studiums im Bildern

Mit einer etwas anderen Powerpointpräsentation liess Studiengangsleiterin Elke Steudter auf humorvolle Weise die Freuden und manchmal auch Nöte eines Studiums Revue passieren – von den Anfängen über Durchhaltekrisen bis hin zum erfolgreichen Abschluss. Für den persönlichen Touch sorgten Fotografien der Absolventinnen und Absolventen, die diese im Vorfeld eingereicht hatten.

Live-Musik via Zoom

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Pianisten Andreas Schmid. Er wurde dafür live aus Berlin-Charlottenburg zugeschaltet. Neben seinem jazzig-chilligen Repertoire kreierte er für jeden Studiengang einen individuellen musikalischen ‹Stempel›, den alle Absolventinnen und Absolventen zusammen mit dem Diplom erhalten haben.

 

 

Die Absolventinnen und Absolventinnen

Die Careum Hochschule Gesundheit gratuliert den untenstehenden Absolventinnen und Absolventen ganz herzlich! Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in uns und wünschen Ihnen für Ihre weitere Laufbahn viel Erfolg!

Master of Science Kalaidos FH in Nursing

  • Rachel Jenkins

Bachelor of Science Kalaidos FH in Nursing

  • Mirjam Aschwanden
  • Kathrin Binder
  • Clemens Blei
  • Gilles Blumenstein
  • Deborah Brogle Almeida Costa
  • Nadine Holzinger
  • Mirjam Lampert
  • Elisabeth Loi
  • Seraina Luppi
  • Jens Meyer
  • Sandra Moser
  • Caterina Mosetter
  • Lekha Pazhenkottil
  • Franziska Peter-Amacher
  • Céline Rickenbacher
  • Luzia Schraner
  • Ronny Schubert
  • Ceren Sencan
  • Samanta Septinus
  • Sabrina Stadelmaier
  • Marije Tahiri
  • Marjeta Tahiri
  • Dario Vogel

Bachelor of Science Kalaidos FH in Dental Hygiene

  • Melanie Ilg
  • Antonella Tepedino

MAS FH in Management of Healthcare Institutions

  • Nicole Blanc-Schneider
  • Sonja Gasser
  • Jens Gundelach
  • Nicole Imwinkelried
  • Fabian Jenni
  • Nyima Phuntsok
  • Nebojsa Stosic

MAS FH in Care Management

  • Ardian Cetta
  • Astrid Gonçalves Dias
  • Sabine Steinmann
  • Gabriela von Niederhäusern
  • Franziska Studer

MAS FH in Cardiovascular Perfusion

  • Beate Hugi-Mayr
  • Alexander Konetzka

MAS FH in Oncological Care

  • Claudia Krmpotic
  • Rita Neitemeier

MAS FH in Wound Care

  • Maria Häni-di Mauro
  • Nicole Weber

MAS FH in Palliative Care

  • Carol Haller
  • Mirjam Reumer

MAS FH in Geriatric Care

  • Aleksandra Alakmeh
  • Patricia Lee
  • Eva-Maria Meier
  • Henny Messerli

 

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