Der intensive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Schweizer Landwirtschaft steht zunehmend im Fokus der öffentlichen Diskussion. So werden im direkten Vergleich zu den europäischen Nachbarn beträchtlich grössere Mengen an Pflanzenschutzmitteln pro Hektar ausgebracht (Maurer, 2009). Insgesamt verwenden die Schweizer Bauern jährlich etwa 2’100 Tonnen an Pflanzenschutzmitteln. Einhergehend mit der öffentlichen Diskussion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln wollen wir daher die Frage beantworten, welchen Beitrag die Schweizer Obstproduzenten zu einer nachhaltigeren Anwendung von Pflanzenschutzmitteln leisten können. Die Literatur lässt vermuten, dass dabei Effizienzsteigerungsmassnahmen eine wichtige Rolle spielen könnten. Der Vorteil dieser betrieblichen Massnahme ist, dass sie keine Fehlallokationen verschärfen, wie es bei regulatorischen Eingriffen der Fall sein kann. Um die Effizienzsteigerungspotentiale zu erfassen, werden wir mit Hilfe detaillierter Kosteninformationen auf Ebene Parzelle des Betriebsnetzes Support Obst – Arbo eine Pflanzenschutzkostenfunktion empirisch schätzen. Dies erlaubt sowohl die Erfassung und Bemessung von Ineffizienzen im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln als auch die Ermittlung von Einsparungspotentialen. Mit Hilfe eines strukturellen Ansatzes werden wir anschliessend die Auswirkungen verschiedener regulatorischer Massnahmen auf die Effizienz der Betriebe ermitteln. Ziel ist es, der Praxis und dem Bundesamt für Landwirtschaft sowie kantonalen Behörden Handlungsempfehlungen zu geben, welche eine Entwicklung hin zu einem effizienteren Pflanzenschutzmitteleinsatz erlauben.

Projekttitel
Einsparungspotentiale und Auswirkungen regulatorischer Eingriffe beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Schweizer Obstbau

Finanzierung
Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

Projektdauer
September 2016 – Januar 2019

Kooperation
Vision Landwirtschaft

Projektleitung
Dr. Sandro Steinbach & Prof. Dr. Felix Schläpfer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Prof. Dr. Felix Schläpfer

Prof. Dr. Felix Schläpfer

Zum Profil
Umwelt | Wirtschaftspsychologie
more... more...
Facebook Twitter Xing LinkedIn Whatsapp E-Mail