Systematische und kontinuierliche Verbesserung

Das Qualitätsmanagementsystem der Kalaidos Fachhochschule (K-QMS) fusst auf dem Grundprinzip der systematischen und kontinuierlichen Verbesserung und umfasst alle Departemente und Leistungsbereiche der Kalaidos FH. Es legt die Basis für alle Aktivitäten, welche darauf abzielen, Qualität in allen Bereichen der Hochschule aufzubauen, zu unterhalten sowie weiterzuentwickeln. Es zeigt allen Interessensgruppen auf, mit welcher Haltung die Kalaidos FH auf welches Ziel hinarbeitet.

Das K-QMS nimmt Bezug auf das Leitbild und die Strategie der Kalaidos FH und lehnt sich an das international anerkannte EFQM Modell 2020 an. Dieses fordert ein umfassendes Qualitätsverständnis und einen sehr hohen, auf Kunden ausgerichteten Qualitätsanspruch. Die Konsequenz ist eine Integration des Qualitätsmanagements in alle Kernaktivitäten des Hochschule: von der strategischen Unternehmensführung bis in die operativen Prozesse der Departemente und Einheiten.

  • Vision und Strategie zeigen uns Richtung und weisen auf Ziele hin.
  • Das Selbstverständnis (Werte) verankert unsere Haltung auf dem Weg der Zielerreichung.
  • Kultur bildet den Nährboden, auf dem sich alle Aktivitäten abspielen.
  • Reglemente und Richtlinien schaffen uns Rechtssicherheit.
  • Prozesse sorgen für Klarheit von Abläufen und Zuständigkeiten.
  • Sie ist gleichzeitig die Voraussetzung für eine entwicklungsorientierte Kultur, welche den Verbesserungskreislauf konsequent unterstützt.

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess

Das K-QMS basiert auf dem Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung. Dieser ist für alle Kernaktivitäten handlungsleitend. Der Regelkreis der Qualität lässt sich in 3 Phasen unterteilen:

Planen
Für die Kernaktivitäten in den Leistungsbereichen werden (Entwicklungs-)Schwerpunkte und Ziele festgelegt, welche die erwartete Qualität sowie die Indikatoren für die Zielerreichung definieren. Die Teilstrategie Qualität beschreibt Qualitätsziele und Evaluationsschwerpunkte insgesamt für einen Mehrjahreszeitraum.

Umsetzen
Die Umsetzung wird durch Strukturen, Prozesse, Reglemente und Richtlinien geleitet.

Evaluieren und weiterentwickeln

Die Qualität der Umsetzung wird einerseits anhand der Zielerreichung basierend auf den festgelegten Indikatoren überprüft und andererseits wird geprüft, ob das festgelegte Vorgehen eingehalten wurde (Prozesstreue). In diesem letzten Schritt des Verbesserungskreislaufs werden allfällige Massnahmen zur Verbesserung abgeleitet, welche die Erbringung der Leistung, die Wahl der Indikatoren, die Art des Vorgehens oder die Ziele betreffen können.

Kernelemente des K-QMS

Das K-QMS besteht aus sechs Kernelementen. Diese Elemente sind Kernstücke eines ganzheitlichen Unternehmensführungssystems, was eine optimale harmonische Integration des K-QMS ermöglicht. Der systematische Einbezug verschiedener Anspruchsgruppen in die Weiterentwicklung und Umsetzung des QMS zeigt sich für die verschiedenen Kernelemente unterschiedlich. Die Hauptinteressengruppen werden zielgruppengerecht eingebunden.

Administrative und wissenschaftliche Mitarbeitende

  • Überarbeitung und Weiterentwicklung von Prozessen und Reglementen (u.ä.):
  • ProzesseignerInnen modellieren dezentral unter zentralen Rahmenbedingungen und zentraler Moderation ihre Prozesse unter Einbezug der relevanten Zielgruppen. Entsprechend werden die zugehörigen Dokumente (Reglemente) erstellt.
  • Für alle Prozessbeteiligten können direkt und systemgeleitetet Rückmeldungen an die ProzesseignerInnen geben und systemmässig überwacht.
  • Austausch und Bearbeitung von (Qualitäts-)Themen unter Führungskräften: Alle Führungskräfte (personell, fachlich) treffen sich monatlich für 90 Minuten zum Informationsaustausch und Bearbeitung von Themen der Kalaidos FH (u.a. Qualitätsthemen). Ca. dreimal jährlich findet dieses Treffen als halbtägiger FK Workshop statt zur vertieften Diskussion und Bearbeitung von relevanten (Qualitäts-)Themen – auch als Gefäss «Voneinander lernen».

Pädagogische Mitarbeitende

  • Der Kontakt zu den (in Kleinpensen angestellten) pädagogischen Mitarbeitenden (Dozierende, ReferentInnen) läuft dezentral in den Instituten bzw. bei den Studiengangsverantwortlichen. Rückmeldungen werden nach dem Einsatz am Ende des Unterrichts eingeholt und zur Weiterentwicklung der Studiengänge (inhaltlich, methodisch-didaktisch) und zur Organisation/Administration verwendet
  • Alle drei Jahre findet eine Dozierendenbefragung statt.

Studierende und KundInnen

  • Modul- und Unterrichtsreviews: Systematische, elektronische Befragung der Studierendennach Abschluss eines Moduls oder Semesters zur Qualität der Lehre und der Organisation
  • Qualitätszirkel und Klassensprechertreffen: Periodische und persönliche Treffen zwischen Studierendendelegationen und Studiengangsverantwortlichen (Rückblick, Ausblick) zu Themen der Qualität der Studiengänge.
  • Studierendenbefragung: zweijährlich werden alle Studierenden zentral zu Themen des Studiums und relevanten Rahmenbedingungen befragt. Die Rückmeldungen werden systematisch erfasst und Massnahmen Bearbeitung für die zentrale oder dezentrale Verbesserung und Weiterentwicklung abgeleitet und von den jeweiligen Gremien überprüft.
Kernelemente K-QMS

Systemreview

Das K-QMS wird periodisch auf seine Zweckmässigkeit überprüft. Dies erfolgt auf drei Plattformen:

  1. Veranstaltung mit Interessensgruppen
  2. Review durch externe Peers
  3. Institutionelle Akkreditierung

Evaluationen

Die Kalaidos FH lebt eine in weiten Teilen systematisierte Evaluationskultur. Dabei gilt das Prinzip, dass nur Daten erhoben werden, welche für die Qualitätssicherung und -weiterentwicklung genutzt werden.

Evaluationsprozesse teilen sich in zentral und dezentral durchgeführte Verfahren. Jedes Departement entwickelt ein Evaluationskonzept, welches sicherstellt, dass Ergebnisse zu den für die Leistungsbereiche Ausbildung, Weiterbildung, und Dienstleistungen relevantesten Kennzahlen erfasst und deren Nutzung für Weiterentwicklung festlegt werden. Für den Leistungsbereich Forschung gilt ein übergeordnetes, für alle Departemente verbindliches Evaluationskonzept.

Die Evaluation der daraus resultierenden Ergebnisse erfolgt konsequent über die festgelegten Evaluationsprozesse, in welche immer – dem kontinuierlichen Verbesserungskreislauf folgend – deren Verwertung integriert ist. Dazu gehören auch die Kommunikation der Ergebnisse sowie die Massnahmen, welche davon abgeleitet werden.

Leiter Qualität und Akkreditierung
Avatar

Prof. Dr. Urs Bucher

Zum Profil
more... more...
Facebook Twitter Xing LinkedIn Whatsapp E-Mail