Aktuelle Posts von Annette Rath

Mythos Graphologie – Was ist dran?

Was verrät die Handschrift eines Menschen über seine Persönlichkeit? Können aus der Handschrift Eigenschaften und Fähigkeiten des Schreibenden herausgelesen werden, etwa Intelligenz, Temperament, soziale Kompetenz oder Zuverlässigkeit? Um es vorwegzunehmen: Die Graphologie hält nicht, was sie verspricht. Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Uwe P. Kanning widmet sich zum Auftakt seines frisch gestarteten YouTube-Kanals «15 Minuten Wirtschaftspsychologie&ra

An der Börse ist Verlustangst falsch

Was halten Sie von folgender Wette: Es wird eine Münze geworfen. Sie haben also eine Fifty-Fifty-Chance zu gewinnen. Der Wetteinsatz beträgt 100 Franken. Wenn Sie gewinnen, bekämen Sie 100 Franken, sonst wären 100 Franken verloren. Sie zögern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Der Verlust eines Betrages wird als unangenehmer empfunden als die Freude über einen Gewinn in gleicher Höhe. Dahinter steht das psychologische Phänomen der Verlustaversio

Buchempfehlung: Gegen Vorurteile

«Erkennt man eine Meinung als Vorurteil, empfindet man sie als zu kurz gedacht, als falsch, vielleicht sogar als dumm. So weit, so einfach, der Knackpunkt ist bloß: Wie lässt sich ein Vorurteil erkennen?» Mit diesen Worten fassen die Autoren Nina Horaczek und Sebastian Wiese im Vorwort zusammen, worum es in ihrem handlichen Buch geht. Die Journalistin und der Jurist untersuchen zahlreiche verbreitete Vorurteile, wie z. B. «Ausländer nehmen uns die Arbeitspl&au

Was den Studienerfolg wirklich steigert

Ein Studium kostet einiges an Zeit, Geld und Kraft. Wie Hochschulbildung aussehen muss, damit sich diese Investition auch lohnt und in Studienerfolg niederschlägt, ist ein zentrales Thema der empirischen Unterrichtsforschung. Die Psychologen Michael Schneider und Franzis Preckel von der Universität Trier haben in einer demnächst im Psychological Bulletin erscheinenden Metastudie die Fülle an internationalen Forschungsergebnissen in diesem Bereich systematisch gesichtet und au

Detailhandel: Der lange Weg zum täglich Brot

Kennen Sie das? Schnell noch zwei, drei Artikel fürs Abendessen zu besorgen, kann sich im Supermarkt aufgrund langer Laufwege erstaunlich hinziehen und auch noch zu einem grösseren Einkauf führen. Das ist kein Zufall. Bei der Ladengestaltung ist nämlich das Ladenlayout bzw. der Grundriss des Ladens und die damit verbundenen Laufwege ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Kunden sollen sich sowohl gut im Laden verteilen als auch möglichst alle Bereiche besuchen –

Aus Erfahrung wird man klug?

So lautet jedenfalls ein bekanntes Sprichwort. Aber trifft das wirklich immer zu? Erfahrung sollte doch Irrtümer und Fehlentscheidungen reduzieren. Schliesslich können falsche Entscheidungen beispielsweise in der Unternehmensführung fatale Folgen nach sich ziehen. Und längst erwiesen ist auch, dass Unternehmen von älteren und erfahrenen Know-How-Trägern sehr profitieren können. Die Antwort lautet aber: Erfahrung macht nicht automatisch klug, sie kann auch

Verlustaversion: Risiko vermeiden ist Trumpf

Würden Sie folgende Wette annehmen? Beim Münzwurf, also mit einer Fifty-Fifty-Chance zu gewinnen, wäre Ihr Wetteinsatz CHF 10. Wenn Sie gewinnen, bekämen Sie CHF 10, wenn nicht, wären CHF 10 futsch. Sie zögern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Der Verlust eines Betrages wird als unangenehmer empfunden als die Freude über einen Fund in gleicher Höhe. Der Grund dafür ist das Phänomen der Verlustaversion. Erstmals beschrieben wurde die

Gewohnheit macht Lügner

Unehrlichkeit, Täuschung und Betrug gehören zu unserem sozialen Leben – einerlei ob man in die Politik, die Finanzwelt oder auf persönliche Beziehungen blickt. Das zeigt auch die derzeitige Debatte zum Thema Fake-News. Die Angewohnheit zu lügen, wenn es dem eigenen Vorteil dient, wird mit der Zeit immer stärker. Im menschlichen Gehirn gibt es nämlich eine Tendenz, dass wiederholtes Lügen von immer weniger physiologischen Bremsen gehemmt wird. Dies zeigte

Der kreative Prozess in 8 Schritten

Kreative Ideen sind eine wichtige Grundlage für Fortschritt und Innovation. Aber wie kommt man auf kreative Ideen? Und vor allem: Wie macht man daraus ein innovatives Produkt? Mit einer genialen Eingebung allein kommt jedenfalls noch keine Innovation zustande. Eine solche entwickelt sich im Laufe eines Prozesses. Dieser umfasst typischerweise die folgenden acht Schritte (Schuler & Görlich, 2007). 1. Problementdeckung. Bevor es ans Problemlösen geht, muss ein Problem üb

Mobilität: Der Preis des Pendelns

Gehören Sie auch zu den über 4 Millionen SchweizerInnen, die Tag für Tag mit Auto, Bus oder Zug zwischen ihrem Zuhause und dem Arbeits- oder Ausbildungsort hin- und herpendeln? Laut gängiger Meinung soll Pendeln krank, unglücklich und gestresst machen. Stimmt das wirklich? Dieser Frage war Wirtschaftspsychologe Christian Fichter mit seinem Team von Kalaidos Research zusammen mit dem SRF-Wissensmagazin Einstein nachgegangen. Was er dabei herausfand, finden Sie am Ende des