Aktuelle Posts von Annette Rath

Wenn neue Manager scheitern

Kennen Sie das Peter-Prinzip? Damit ist das Phänomen gemeint, dass jemand neu in eine hohe Position etwa als Geschäftsführer oder Vorstandsmitglied kommt, dort aber überfordert ist und schon bald wieder abtreten muss. Ein solches Scheitern auf Grund von Überforderung wird in der Psychologie auch Derailment genannt. Prof. Uwe P. Kanning beleuchtet in einem Videobeitrag Ursachen des Managerscheiterns, die in der Person selbst begründet sind, sowie Gründe, die m

Handeln oder nicht handeln?

Mit dieser Frage können weitreichende, sogar existenzielle Konsequenzen verbunden sein. Mit dieser Frage sind aber auch typische menschliche Denkfehler und Wahrnehmungsverzerrungen verbunden wie der Action Bias, der im Arbeitsalltag, Privatleben und der Wirtschaftspolitik anzutreffen ist – sowie derzeit gut beobachtbar im Weissen Haus. Was macht der Torwart beim Elfmeter? Bei seiner Auswertung von 286 Strafstössen internationaler Fussballturniere fand der israelische Verhalten

Cash: Vom Aussterben bedrohte Zahlungsart?

Bar oder mit Karte? Die altbekannte Frage nach dem Zahlungsmittel dürfte uns zunehmend seltener bzw. anders zu Ohren kommen. In den Kreis der Bezahloptionen hat sich längst das Zahlen per Smartphone über eine Bezahl-App gesellt, während Barzahlungen zurückgehen. Auf eine dieser Apps, nämlich auf TWINT, haben sich nun die fünf grössten Schweizer Banken zusammen mit dem Finanzinfrastrukturdienstleister SIX, der Swisscom und den beiden grössten Detailh&a

Mythos Graphologie – Was ist dran?

Was verrät die Handschrift eines Menschen über seine Persönlichkeit? Können aus der Handschrift Eigenschaften und Fähigkeiten des Schreibenden herausgelesen werden, etwa Intelligenz, Temperament, soziale Kompetenz oder Zuverlässigkeit? Um es vorwegzunehmen: Die Graphologie hält nicht, was sie verspricht. Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Uwe P. Kanning widmet sich zum Auftakt seines frisch gestarteten YouTube-Kanals «15 Minuten Wirtschaftspsychologie&ra

An der Börse ist Verlustangst falsch

Was halten Sie von folgender Wette: Es wird eine Münze geworfen. Sie haben also eine Fifty-Fifty-Chance zu gewinnen. Der Wetteinsatz beträgt 100 Franken. Wenn Sie gewinnen, bekämen Sie 100 Franken, sonst wären 100 Franken verloren. Sie zögern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Der Verlust eines Betrages wird als unangenehmer empfunden als die Freude über einen Gewinn in gleicher Höhe. Dahinter steht das psychologische Phänomen der Verlustaversio

Buchempfehlung: Gegen Vorurteile

«Erkennt man eine Meinung als Vorurteil, empfindet man sie als zu kurz gedacht, als falsch, vielleicht sogar als dumm. So weit, so einfach, der Knackpunkt ist bloß: Wie lässt sich ein Vorurteil erkennen?» Mit diesen Worten fassen die Autoren Nina Horaczek und Sebastian Wiese im Vorwort zusammen, worum es in ihrem handlichen Buch geht. Die Journalistin und der Jurist untersuchen zahlreiche verbreitete Vorurteile, wie z. B. «Ausländer nehmen uns die Arbeitspl&au

Was den Studienerfolg wirklich steigert

Ein Studium kostet einiges an Zeit, Geld und Kraft. Wie Hochschulbildung aussehen muss, damit sich diese Investition auch lohnt und in Studienerfolg niederschlägt, ist ein zentrales Thema der empirischen Unterrichtsforschung. Die Psychologen Michael Schneider und Franzis Preckel von der Universität Trier haben in einer demnächst im Psychological Bulletin erscheinenden Metastudie die Fülle an internationalen Forschungsergebnissen in diesem Bereich systematisch gesichtet und au

Detailhandel: Der lange Weg zum täglich Brot

Kennen Sie das? Schnell noch zwei, drei Artikel fürs Abendessen zu besorgen, kann sich im Supermarkt aufgrund langer Laufwege erstaunlich hinziehen und auch noch zu einem grösseren Einkauf führen. Das ist kein Zufall. Bei der Ladengestaltung ist nämlich das Ladenlayout bzw. der Grundriss des Ladens und die damit verbundenen Laufwege ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Kunden sollen sich sowohl gut im Laden verteilen als auch möglichst alle Bereiche besuchen –

Aus Erfahrung wird man klug?

So lautet jedenfalls ein bekanntes Sprichwort. Aber trifft das wirklich immer zu? Erfahrung sollte doch Irrtümer und Fehlentscheidungen reduzieren. Schliesslich können falsche Entscheidungen beispielsweise in der Unternehmensführung fatale Folgen nach sich ziehen. Und längst erwiesen ist auch, dass Unternehmen von älteren und erfahrenen Know-How-Trägern sehr profitieren können. Die Antwort lautet aber: Erfahrung macht nicht automatisch klug, sie kann auch

Verlustaversion: Risiko vermeiden ist Trumpf

Würden Sie folgende Wette annehmen? Beim Münzwurf, also mit einer Fifty-Fifty-Chance zu gewinnen, wäre Ihr Wetteinsatz CHF 10. Wenn Sie gewinnen, bekämen Sie CHF 10, wenn nicht, wären CHF 10 futsch. Sie zögern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Der Verlust eines Betrages wird als unangenehmer empfunden als die Freude über einen Fund in gleicher Höhe. Der Grund dafür ist das Phänomen der Verlustaversion. Erstmals beschrieben wurde die