Insight Bankentransformation 4/2017

Postfinance zwischen Negativzinsen und staatlichen Zwängen

Die Situation der Postfinance ist speziell: Das Unternehmen hat als einziger Anbieter in der Schweiz die Pflicht, Zahlungsaufträge für Laufkunden abzuwickeln. Kein anderes westeuropäisches Land kennt einen Grundversorgungsauftrag für Zahlungsverkehrs-Dienstleistungen. Diese Dienstleistung muss den Kunden in der Schweiz von Gesetzes wegen angeboten werden. Die Möglichkeit von Bareinzahlungen für Überweisungen am Schalter wird heute von den Banken kaum angeboten und bildet daher eine Exklusivität der Post. Die Postfinance muss aufgrund der gesetzlichen Pflicht Zahlungsaufträge für Laufkunden abwickeln, also Zahlungen auch von und an Nichtkunden, Personen, die über kein Konto bei der Postfinance verfügen. Als erste grosse Schweizer Retail-Bank wird die Postfinance offiziell auch Konten von Privatkunden mit einem Negativzins belasten. Die Gebühr ist eine Folge der Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank, die auf eine Schwächung des Frankens zielt. Damit stehen die Institute vor der heiklen Frage, welchen Kunden sie den Aufwand weiterverrechnen sollen.

Hansruedi Köng, CEO der Postfinance, erläutert in seinem Referat, wie die Postfinance mit diesen und anderen Herausforderungen umgeht. Die Postfinance verwaltet Kundenvermögen von 117Mrd.Fr. und beschäftigt 3635 Mitarbeiter.

Programm

19:00 - 19:05   Begrüssung & Eröffnung
Dr. Jakob Limacher
Rektor
Kalaidos Fachhochschule
19:05 – ca. 19.45   Postfinance zwischen Negativzinsen und staatlichen Zwängen
Hansruedi Köng
CEO
Postfinance
19:45 – 20:15   Diskussion
Ab 20:15   Stehapéro
 
 
23. März 2017Programm
19:00 - 21:00
Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich

Postfinance zwischen Negativzinsen und staatlichen Zwängen