Impressionen vom Forum Mensch und Wirtschaft

Das Interesse am ersten Forum Mensch und Wirtschaft im KOSMOS in Zürich war gross: über 90 Gäste drängten sich im Buchsalon und lauschten der von Tagi-Redaktor Edgar Schuler meisterlich moderierten Diskussion. Anlass des Forums war die Première des Lehrbuchs „Wirtschaftspsychologie für Bachelor“. Nach einer kurzen Lesung, in der Herausgeber Christian Fichter einige amüsante und zum Denken anregende Stellen aus dem Lehrbuch zitierte, beantworteten Heinz Karrer, Mirjam Staub-Bisang, Aymo Brunetti und Christian Fichter Fragen, die aktuell viele Menschen beschäftigen: zur Digitalisierung, zum Wertewandel, zu Leistungsethos und Arbeitsbelastung, zum Verhältnis von Mensch und Wirtschaft in der Schweiz und auch zur Frage, ob sich wirtschaftspolitische Herausforderungen in einer direkten Demokratie überhaupt bewältigen lassen. Trotz unterschiedlicher Standpunkte bestand Einigkeit, dass viele ökonomische Probleme nur mit dem Wissen der Wirtschaftspsychologie gelöst werden können. Beim anschliessenden Apéro nahmen sich die Podiumsteilnehmer Zeit für persönliche Gespräche mit den Gästen.

Das vorgestellte Lehrbuch "Wirtschaftspsychologie für Bachelor" stiess auf reges Interesse und konnte in Form einer Torte sogar degustiert werden.

Referenten Heinz Karrer, Mirjam Staub-Bisang, Aymo Brunetti, Christian Fichter Impression Begruessung 
 Buch Wirtschaftspsychologie  Autorenteam
   Apero Forum Mensch und Wirtschaft

Ein Fazit der Diskussion ist, dass sich die Berufsbilder in der Schweiz in 20 Jahren ganz anders präsentieren werden - was allerdings auch schon vor 20 Jahren der Fall war, als man zum Beispiel noch eine Lehre als Automechaniker machen konnte. Die Geschichte zeigt, dass der Mensch anpassungsfähig ist - ob er auch anpassungswillig ist, muss immer wieder die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall tragen die Millenials (und auch die nach ihr folgende Generation Z) Werte wie Individualismus, Selbstwirksamkeit sowie die Frage nach Sinn in die Unternehmen und nehmen dadurch Einfluss auf kulturelle Entwicklungen. Der flexible Schweizer Arbeitsmarkt - der in den letzten Jahren trotz starker, technologischer Veränderungen stabil blieb - bietet sowohl Mitarbeitenden wie Unternehmen Vorteile: gut ausgebildete Fachkräfte bleiben gesucht, so dass Unternehmen es sich nicht erlauben können, ungebremst Druck auszuüben.

Die Podiumsdiskussion wurde aufgezeichnet und kann 
hier abgerufen werden.