Grace Angelika Kumarasamy und Kevin Christen, BSc FH in Business Administration mit Vertiefung in Wirtschaftspsychologie

Thema der Abschlussarbeit: Generation Z - Eine Erarbeitung der Forderungen der Generation Z

"Diese Bachelor Thesis beschäftigt sich intensiv mit einem sehr aktuellem Thema aus dem Bereich der Wirtschaft, konkret geht es um Bildung. Unsere Absolventen untersuchten die Anforderungen der Generation Z an die Schweizer Hochschullandschaft im privaten Sektor. Dabei geht z.B. um Alltagsgestaltung (Ort und Zeitpunkt des Lernens), über das konkrete Angebot, die Infrastruktur, um optimale Lernmethoden bis hin zur Schulorganisation und vieles mehr.

Diese Forschungsarbeit ist ein wertvolles Instrument, um zu verstehen, was die jungen Mitmenschen bewegt, wie sie denken und handeln – und wie sich eine private Hochschule auf die Generation Z vorbereiten kann.

Die Literatur wurde sehr gut ausgewählt und umfassend analysiert. Um die Forschungsfrage zu beantworten, haben die Autoren ein qualitatives Verfahren verwendet. Dabei kam eine qualitative Inhaltsanalyse aus selbständig erhobenen halbstandardisierten Leitfadeninterviews zum Einsatz. Sehr transparent und in einer guten Struktur zeigen die beiden Autoren auf, was die Anforderungen der zwischen 1995 und 2012 geborenen an die Schweizer Hochschullandschaft im privaten Sektor sind, erarbeiteten wichtige Handlungsempfehlungen und geben zentrale Hinweise zu Bildungstrends im Hochschulwesen."

Evelyn Baierl, MSc FH in Wirtschaftspsychologie

Thema der Abschlussarbeit: Akzeptanz von Sharing-Konzepten in der Mobilität – Einfluss autonomer Fahrzeuge auf die Sharing Economy 

Im Mobilitätsbereich stellt Sharing eine Lösungsmöglichkeit dar, um die Anzahl notwendiger Fahrzeuge signifikant zu reduzieren. In Kombination mit der Technologie des autonomes Fahrens ist dies für die Zukunft eine sehr vielversprechende Option, um das Mobilitätsverhalten im Hinblick auf Infrastruktur, Umwelt und Wirtschaftlichkeit zu optimieren.

In Ihrer 223 Seiten umfassenden Master of Science Thesis untersucht Frau Evelyn Baierl nun die Akzeptanz von Sharing Konzepten bei Autos aus wirtschaftspsychologiescher Sicht. Sie geht dabei differenziert auf die Möglichkeiten ein, die sich hier im Hinblick auf die Einführung autonomer Fahrzeuge ergeben. Um die Forschungslücke zu schliessen verwendet die Autorin quantitative und qualitative Forschungsmethoden in einem klugen Mix. Ein für die Deutschschweizer Bevölkerung repräsentative Stichprobe von 509 ausgefüllten Fragebögen sowie 6 Leitfadeninterviews liefern eine robuste Datenbasis, um diverse Hypothesen zu testen.

Aufgrund der hohen Praxisrelevanz sind die  Ausführungen der Autorin für Sharing Plattformbetreiber überaus wertvoll. Das Ergebnis sind klare Handlungsempfehlungen, die aber nicht nur für die Praxis sondern auch für die Theorie von Bedeutung sind. Wir gratulieren Frau Evelyn Baierl zu dieser erkenntnisreichen und ausgezeichneten Arbeit, mit welcher sie Neuland betritt. Frau Baierl, kommen sie bitte auf die Bühne. Ich möchte ihnen gerne persönlich gratulieren und ihnen die Auszeichnung übergeben.

Marion Kittel und Isabelle Rüegg, Executive MBA FH

Thema der Abschlussarbeit: Virtuelles Arbeiten im Contact Center des Kundenservice – Möglichkeiten und Grenzen

Corona hat die Welt verändert, virtuelles Arbeiten einen hohen Stellenwert bekommen. Und so passt die Masterarbeit der beiden Autorinnen genau in diese Zeit. 

Frau Kittel und Frau Rüegg gehen zusammen der Frage nach, welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit Arbeiten in virtuellen Teams erfolgreich umgesetzt werden kann (spezifisch in Contact-Centren des Kundenservice). Mit problemzentrierten Interviews und Gruppendiskussionen wurden wissenschaftlich korrekt Realerkenntnisse erhoben und mit den Literaturquellen intensiv abgeglichen. Daraus ergeben sich für die Praxis äusserst wertvolle Erkenntnisse. Aus diesen Erkenntnissen haben die Autorinnen ein Rahmenbedingungsmodell erarbeitet, das Führungskräften und Verantwortlichen von Contact-Centren eine veritable, verlässliche Grundlage zur Planung notwendiger Massnahmen zur Verfügung stellt. 

Frau Kittel und Frau Rüegg leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur möglichen Verbreitung virtueller Teamarbeit in Contact-Centren. Es kann davon ausgegangen werden, dass mit Anwendung des Rahmenbedingungsmodells nicht nur die betroffenen Personen profitieren werden, vielmehr auch der Unternehmenserfolg gesteigert werden kann.

Beste Masterarbeiten im Steuerbereich, gestiftet durch den Helbing Lichtenhahn Verlag

1. Preis: Pascal Gysi

Thema der Abschlussarbeit: Erwerb von KMU-Anteilen durch Mitarbeitende – Steuerrechtliche Problemkreise

Als Autor der besten Masterarbeit dieses Jahrgangs zeichnet die Jury in diesem Jahr Pascal Gysi mit einem Preisgeld von CHF 2'500 aus. Er befasste sich mit dem Thema «Erwerb von KMU-Anteilen durch Mitarbeitende – steuerrechtliche Problemkreise». Die Jury hat dieser Arbeit den Vorrang gegeben, weil sie in jeder Hinsicht den hohen Anforderungen an die Publikationswürdigkeit noch etwas besser entspricht. Die Arbeit besticht durch die flüssige und verständliche Sprache, ohne dass dadurch der steuerrechtliche Gehalt zu kurz kommt. Auch das Thema ist von hoher praktischer Bedeutung in der aktuellen steuerlichen Praxis der unternehmensinternen Nachfolgeregelung. Ausserdem überzeugt die Arbeit dadurch, dass die Thematik anhand eines Grundsachverhalts mit Varianten durchgehend und verständlich illustriert wird.

2. Preis: Martin Loser

Thema der Abschlussarbeit: Steuerausscheidung in der Telekommunikationsbranche – eine Branche im Wandel

Mit einem Preisgeld von CHF 1'500 wird die Masterarbeit von Martin Loser ausgezeichnet. Er hat seine Masterarbeit zum Thema «Steuerausscheidung in der Telekommunikationsbranche – eine Branche im Wandel» verfasst. Die Arbeit überzeugt vor allem dadurch, dass trotz der ausserordentlich komplexen Materie der rote Faden nie verloren geht. Dabei wird auch klar, dass der Autor aus seiner beruflichen Tätigkeit einen vertieften Einblick in die Branche mitbringt. Es gelingt ihm, die Entwicklungen in der Telekommunikationsbranche mit den steuerlichen Fragestellungen zur Steuerhoheit zu verknüpfen. Gerade deshalb ist die Arbeit nicht nur für die Telekommunikationsbranche im engeren Sinne von Interesse, sondern für alle, die sich mit den steuerlichen Implikationen der Digitalisierung der Wirtschaft befassen.

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