CAS FH in Grundlagen der BVG-Vorsorge

Ausgangslage und Themen

Seit 1948 gibt es die erste Säule der schweizerischen Altersvorsorge, die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Die zweite Säule, die berufliche Vorsorge, wurde im Jahre 1985 eingeführt. Sie basiert auf der Grundlage des BVG, des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Beide Säulen zusammen erheben in der Schweiz den Anspruch, im Rentenalter den gewohnten Lebensstandard für die Versicherten erhalten zu können. Im Zuge von Niedrigzinsen, demografischer Entwicklung und zunehmender Umverteilung sind dies Vorgaben, die immer schwerer zu erfüllen sind. Es wird daher immer wichtiger, die Vorsorgelandschaft zu verstehen, Möglichkeiten zu erkennen und zukünftige Trends frühzeitig zu antizipieren.
Schritt für Schritt vermitteln Ihnen Praktiker aus dem Vorsorgebereich, welche gesetzlichen Grundlagen Sie beachten müssen, wo Sie Gestaltungsspielräume haben und welche Kennzahlen aussagekräftig sind. Sie erfahren mehr über Anlagerichtlinien, lernen ein erstes Anlagecontrolling durchzuführen und wagen einen Blick in die Zukunft der BVG-Landschaft, indem Sie mit den Dozierenden und Ihren Mit-Studierenden über die Megatrends in der Vorsorge diskutieren. Sie erhalten alle notwendigen Grundlagen, um danach eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit im Umfeld der BVG-Vorsorge aufnehmen zu können.

Vorteile für Studierende und Arbeitgeber

  • Die Absolventen erwerben ein solides Basis-Know-how im Bereich der BVG-Vorsorge mit Blick auf zukünftige Entwicklungen und Trends.
  • Der Kompetenztransfer erfolgt durch eine effiziente Mischung aus konzeptioneller Schulung und transferorientierten Lernleistungen mit unmittelbarem Praxisbezug.
  • Die Studierenden können die Weiterbildung mit ihrer beruflichen Tätigkeit zeitlich und inhaltlich optimal verbinden.
  • Zwischen den Dozierenden und Studierenden erfolgt ein gegenseitiger Austausch nach einem individuellen Coaching-Konzept.

Inhalt und Aufbau des CAS

Die berufliche Vorsorge heute und in der Zukunft

  • Wie ist das 3-Säulen System der Vorsorge ausgestaltet?
  • Wie ist die berufliche Vorsorge organisiert und finanziert?
  • Wer sind die wichtigsten Stakeholder im Vorsorgebereich?
  • Wie sind Pensionskassen heute organisiert?
  • Welche (Mega-)Trends gibt es in der Vorsorge?

Rechtliche Grundlagen und deren Auswirkungen

  • Welche rechtlichen Grundlagen gibt es im BVG und wie finden diese Anwendung?
  • Welche rechtlichen Grundlagen beinhaltet das BVV2?
  • Welche rechtlichen Grundlagen gibt es im FZG und wie spielen diese mit dem BVG und dem BVV2 zusammen?
  • Wo und wann greift der Gesetzgeber regulierend ein?

Anlagevorschriften / Anlagecontrolling

  • An welche Anlagevorschriften sind BVG-Vorsorgeeinrichtungen gebunden?
  • Wie können Sie die Anlage trotzdem gestalten?
  • Wie sollte ein Anlagereporting aussehen? Auf welche Kennzahlen müssen Sie achten?
  • Wie sollte ein Anlagecontrolling aussehen? Wie können Sie dieses durchführen?

Wichtige Kennzahlen zur Beurteilung / Steuerung einer Pensionskasse

  • Welche Möglichkeiten der Deckungsgrad-Berechnung gibt es? Was sagen diese aus?
  • Was ist Asset-Liability-Management (ALM)? Welche Erkenntnisse kann man aus einer ALM-Studie gewinnen?
  • Was ist eine technische Bilanz? Welche Kennzahlen sind aus einer technischen Bilanz ersichtlich?
  • Was ist der technische Zinssatz? Wie wirkt sich dessen Veränderung auf den Deckungsgrad aus?

Rechte und Pflichten der Geschäftsleitung, des Stiftungsrates und der Mitarbeitenden einer Vorsorgeeinrichtung

  • Welche Rechte und Pflichten erwachsen aus Art 51a BVG für den Stiftungsrat?
  • Welche Rechte und Pflichten muss die Geschäftsleitung wahrnehmen?
  • Welche Haftung hat ein/e Stiftungsrätin /-rat heute?
  • Welche Reportings sind notwendig, um einen soliden Überblick über die „eigene“ Pensionskasse zu erhalten?
  • Wo / Wie fordern sie diese ein?

Fachliche Leitung

Die fachliche Gesamtleitung des Studiengangs liegt bei Prof. Dr. Kerstin Windhövel, die eine über 10-jährige Erfahrung im Bereich der BVG-Vorsorge mitbringt. Sie ist selbst Stiftungsrätin einer kleineren BVG-Sammelstiftung und kann daher die Brücke zwischen Konzeption und Praxis zielgerichtet für jeden Studierenden gewährleisten. Sämtliche Dozierenden verfügen über langjährige Praxiserfahrung und tragen in ihrer täglichen Berufspraxis Verantwortung in ihrem Expertenthema. Sie sind dadurch mit den aktuellen Fragestellungen und Bedürfnissen der Teilnehmenden bestens vertraut.

Weiterführende Studiengänge

Der Studiengang CAS FH in Grundlagen der BVG-Vorsorge kann als ein 1-semestriger Baustein im Rahmen des EMBA FH oder des MBA FH in „Unternehmerischer Steuerung von Pensionskassen“ eingebracht werden. Die Anrechenbarkeit führt nicht automatisch zu einer Zulassung der Studierenden zum EMBA/MBA, sondern wird auf Anfrage neu geprüft.
Ein MBA/EMBH FH besteht aus drei CAS-Zertifikatskursen (CAS-Bausteine) und einem Mastersemester, in dem Sie die Master-Thesis verfassen. Beim EMBA/MBH FH in „Unternehmerische Steuerung von Pensionskassen“ können Sie je nach Ihrer Erfahrungsstufe im ersten Semester das CAS in General Management (für den MBA) oder in Executive Management (für den EMBA) besuchen. Im zweiten Semester folgt dann das CAS FH in Grundlagen der BVG-Vorsorge. Das dritte Semester beinhaltet das CAS in Unternehmerischer Steuerung von Pensionskassen. Das vierte Semester schliessen Sie mit einer Master-Thesis im Vorsorgebereich ab, die sich so nah wie möglich an Ihren beruflichen Fragstellungen orientiert.

MBA/EMBA Bausteine Vorsorge

Fakten und Zahlen

Abschlusstitel CAS FH in Grundlagen der BVG-Vorsorge
Anerkennung Die Kalaidos Fachhochschule ist eidgenössisch akkreditiert und beaufsichtigt.
Beginn April und Oktober
Dauer 7 Monate
Präsenz

Dienstag- oder Donnerstag-Abend oder Samstags (ganztätig)

15 ECTS-Punkte

Unterrichtssprache Deutsch
Kosten CHF 9'100 (Studienbeginn 2017)

Infoanlässe

Di 27.06.2017
12:00 - 13:00
Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich
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Di 25.07.2017
12:00 - 13:00
Jungholzstrasse 43, 8050 Zürich
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Anmeldung/Starttermine

Beginn:
April 2017
Ort:
Jungholzstrasse 43, 8050 ZürichAnmelden
Beginn:
Oktober 2017
Ort:
Jungholzstrasse 43, 8050 ZürichAnmelden