Studie Nachhaltigkeit bei Bankgeschäften in der Schweiz

"Nachhaltigkeit bei Bankgeschäften in der Schweiz"

Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) der Kalaidos Fachhochschule im Auftrag der AKAD Höhere Fachschule Banking und Finance AG hat in einer Studie die Einstellung von Bankkundinnen und -kunden zum Thema Nachhaltigkeit in Bankgeschäften anhand der Einstellung zu nachhaltigen Investments, nachhaltiger Finanzierung und der Nachhaltigkeit der Banken an sich untersucht.

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Bankkundinnen und -kunden sind am Thema Nachhaltigkeit interessiert. Es besteht aber eine erhebliche Informationslücke zu nachhaltigen Investitionen und Finanzierung, aber auch zu nachhaltigem Banking. Eine deutliche Mehrheit der Befragten hat sich Informationen auf eigene Initiative beschafft, während die Informationsversorgung durch die Banken in weniger als einem Drittel der Fälle erfolgte.
  • Die Rendite von nachhaltigen Anlagen wird als geringer eingeschätzt als die von konventionellen Anlagen. Investorinnen und Investoren, die aber auch nachhaltig investieren, sind tendenziell zufriedener mit ihrem Investment als Personen, die ihre Gelder konventionell investieren.
  • Während die Kantonalbanken, die Alternative Bank Schweiz (ABS) und die Raiffeisenbanken als Banken mit dem «nachhaltigsten» Angebot wahrgenommen werden, geben die Befragten an, dass sie UBS und CS zu den Banken mit einem deutlich weniger nachhaltigen Angebot zählen.
  • Weiblichen Bankkunden sind nachhaltige Aspekte bei ihren Investitionen deutlich wichtiger als den männlichen Befragten. Auch das Angebot nachhaltiger Bankprodukte sowie die Nachhaltigkeitsaktivitäten einer Bank selber werden von den Kundinnen als wichtiger eingestuft.