Neueste SIF-Studie:

"Big-Data-Nutzung bei Schweizer Banken"

Diese Studie hat den aktuellen Stand der Nutzung von Big Data bei Schweizer Banken und die damit verbundenen Ziele und Herausforderungen aus Sicht der Banken untersucht.

Eine knappe Mehrheit der Befragten weiss nicht, ob ihre eigene Firma über eine Big-Data-Strategie verfügt. Fast die Hälfte der Befragten geben an, dass sie nicht wissen, wer der oder die wesentliche Ansprechpartner/in für das Thema "Big Data" in ihrem Unternehmen ist. Unter den Big-Data-Nutzern dominieren die Grossbanken und Institute der Bankengruppe „Andere Banken“. Bei den Herausforderungen stehen vier Bereiche im Vordergrund. Drei davon, nämlich Datenschutz, Datenaustausch und Datensicherheit werden von Nutzern und Nicht-Nutzern von Big Data als wichtig erachtet. Bei den Nicht-Nutzern steht darüber hinaus auch ein möglicher Reputationsverlust im Vordergrund.

In Bezug auf die heute eingesetzten Technologien überrascht, dass vor allem Standard-Anwendungen eingesetzt werden und wichtige Technologien wie Hadoop oder NoSQL-Datenbanken wenig Zustimmung erhalten. In Bezug auf die in Zukunft zur Anwendung vorgesehenen Technologien wissen offenbar viele Banken noch nicht, welchen Weg sie einschlagen werden. Daraus kann abgeleitet werden, dass sich die Banken noch auf einer Lernkurve befinden. Neben einer optimalen Integration der Big-Data-Technologie in die gewachsene IT-Struktur gilt es vor allem, die notwendigen Kompetenzen für die Anwendung aufzubauen und als Grundlage für die möglichen Anwendungsfelder klare Ziele zu setzen.

Für Banken, die heute noch keine fortgeschrittenen Datenanalysen anwenden, kann es Sinn machen, sich schrittweise in die Welt von Big Data hineinzubewegen und neue Anwendungsfelder auszuprobieren. Dabei gilt es, nicht nur auf strategischer Ebene voranzugehen, sondern auch die strukturelle und kulturelle Ebene mit zu entwickeln. In diesem Entwicklungsprozess entstehen neue Berufsbilder, z.B. ein sogenannter „Data Scientist“ für fortgeschrittene Datenanalysen, und bestehende Rollen, z.B. jene des Controllers, verändern sich. Somit gilt es, die Anpassung der Organisation zu überprüfen und das notwendige Know-how aufzubauen.