Studie Banken und Social Media

"Banken und Social Media – Ergebnisse einer Befragung von potenziellen Private Banking Kundinnen und Kunden in der Schweiz und in Deutschland"

Das Schweizerische Institut für Finanzausbildung (SIF) hat unter dem Stichwort Community Banking in Zusammenarbeit mit einer liechtensteinischen Privatbank die Einstellung von vermögenden Privatpersonen in der Schweiz und in Deutschland zum Thema Social Media und Banken untersucht.

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Die Social Media-Nutzung ist auch bei vermögenden Personen verbreitet. Die Nutzung solcher Plattformen erfolgt dabei jedoch eher passiv, d.h. es wird viel mehr gelesen als verfasst. Die Nutzung der Social Media Communities findet ein- oder mehrmals wöchentlich statt.
  • In Bezug auf die Einführung eines Community Bankings bevorzugen die Befragten inhaltlich vor allem die Informationsvermittlung über Finanzthemen sowie Preisvergleiche der Produkte. Luxus- und Life-Style-Themen hingegen sind von geringerem Interesse.
  • Zugleich wird eine geschickte Verzahnung unterschiedlicher Kommunikationskanäle gewünscht. Die klassischen Bank-Dienstleistungen inkl. Beratung sollten ebenfalls verfügbar sein.
  • Der Teilnehmerkreis allfälliger Diskussionsgruppen sollte auf einen ausgewählten Personenkreis beschränkt und thematisch fokussiert sein.
  • Vor allem ältere Befragte empfinden Banking via Internet als unsicher. Dies ist eine zusätzliche Herausforderung für den Einsatz von Social Media im Zusammenhang mit Bankgeschäften.

Grundsätzlich nehmen die Befragten ein Community Banking-Angebot als innovativ wahr. Der Bekanntheitsgrad einer Bank wird aus ihrer Sicht erhöht. 21 % der deutschen Befragten und 10 % der Schweizer Befragten bekunden Wechselbereitschaft zu Banken, die Social Media als Pionier einsetzen. Der bevorzugte Informations- und Marketingansatz ist dabei die persönliche Weiterempfehlung, die gegenüber anderen Marketingmassnahmen klar hervorsticht.