Beruf, Familie, Jusstudium… (wie) geht das?

Dienstag, 10. September 2019

Sie haben das Recht zu schweigen …
… aber sie tun es nicht – sondern reden offen und direkt über das Studium an unserer Law School.

Anna Plisecka

Kurzinterview mit Dr. iur. Anna Plisecka SNF-Habilitandin Universität Zürich / Dozentin für Römisches Recht an der Kalaidos Law School

Was ging Ihnen als erstes durch den Kopf, als Sie erfahren haben, dass man in der Schweiz den Bachelor und Master of Law an einer Fachhochschule absolvieren kann?
Endlich! Unser Bildungssystem soll jedem den Weg zu seinem Traumberuf ermöglichen. Manchmal braucht es erste berufliche Erfahrungen, um zu wissen, was man eigentlich im Leben machen will. Die Möglichkeit, sich zu jedem Zeitpunkt aus- und weiterzubilden und einen eingeschlagenen Karriereweg auch mal verlassen oder ändern zu können, ist sehr wichtig.

Worin unterscheidet sich das Dozieren an einer Uni vom Unterrichten berufstätiger Studierenden?
Der Unterricht an der Kalaidos Law School wird in kleinen Gruppen durchgeführt, was zu viel Interaktion zwischen Dozierenden und Studierenden führt. Zudem werden die Module nicht parallel, sondern nacheinander absolviert. Dies erlaubt ein sukzessives Aufbauen, Weiterentwickeln und Vertiefen von Wissen.

In welcher Form kriegen Sie die Doppelbelastung „Studium und Beruf/Familie“ unserer Studierenden mit?
Ich bin mir bewusst, dass unsere Studierenden nebst dem Lernen weitere Verpflichtungen haben – sehe hinsichtlich ihrer Leistung jedoch keinen Unterschied im Vergleich zu Vollzeit-Studierenden. Der Entscheid, neben Beruf oder familiären Verpflichtungen ein Studium aufzunehmen, ist in der Regel gut reflektiert. Darüber hinaus mache ich die Erfahrung, dass Menschen mit Berufserfahrung ihre Pflichten sehr ernst nehmen, sich sehr gut organisieren und zielorientiert sind.

 

Lesen Sie hier den ersten Teil unserer Interviewserie mit Prof. Dr. Roland A. Müller
Lesen Sie hier den zweiten Teil unserer Interviewserie mit Prof. Dr. iur. Marco Donatsch