Kleinanlegerschutz

Dienstag, 25. August 2015

Aktuelle Publikation zu Herausforderungen des Kleinanlegerschutzes in der Schweiz

Die empirische Untersuchung von Jörn Basel, Daniel Bürgi und Michael Pohl zeigt, dass Massnahmen im Rahmen des neuen Finanzdienstleistungsgesetzes FIDLEG zum Kleinanlegerschutz zwar als sinnvoll erachtet werden, jedoch oftmals grundlegende Finanzbegriffe von den Kleinanlegern und Kleinanlegerinnen nicht richtig verstanden werden. Zusätzlich gestaltet sich auch eine valide Messung der Risikotoleranz als schwierig.  

Die Arbeit basiert auf der an der Kalaidos FH verfassten Bachelorarbeit von Daniel Bürgi im Rahmen des Studienganges Banking und Finance.

Abstract:
MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) in der EU und das in der Schweiz geplante FIDLEG (Finanzdienstleistungsgesetz) zielen, neben weiteren regulatorischen Vorgaben, auf einen Ausbau des Kleinanlegerschutzes. Die Frage ist jedoch, ob die im vorliegenden Beitrag dargestellten geplanten Massnahmen von den Kleinanlegern akzeptiert und zentrale Inhalte richtig verstanden werden. Eine explorative Erhebung mit schweizer Kleinanlegern zeigt, dass diese den geforderten Anlegerschutz akzeptieren. Allerdings zeigt sich auch, dass mangelndes Verständnis finanzwirtschaftlicher Grundbegriffe und die Schwierigkeit einer validen Risikotoleranz-Messung dazu führen können, dass wesentliche Ziele des Kleinanlegerschutzes nicht erreicht werden. Neben den Chancen und Risiken des Anlegerschutzes werden insbesondere psychologische und psychometrische Aspekte wie Risiko-Präferenzen diskutiert.

Quelle: Basel, J. , Bürgi, D. & Pohl, M. (2015). Herausforderung Kleinanlegerschutz – eine explorative Untersuchung zu Verständnis und Akzeptanz in der Schweiz. Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft (15) S. 220 – 229.