Kosten der Landwirtschaft
Der aktuelle Auftrag ist ein Folgeprojekt einer von der Kalaidos Fachhochschule erstellten Analyse der Kostenträger der Schweizer Nahrungsmittel. (Quelle: Vision Landwirtschaft 2020, Kosten und Finanzierung der Landwirtschaft)

 

Im Auftrag der Denkwerkstatt Vision Landwirtschaft erarbeiten wir zwei Texte: einen allgemeinverständlichen Erklärtext zum Thema «Kostenwahrheit in Landwirtschaft und Ernährung» (Teilprojekt 1) und eine Analyse der Umverteilung durch fehlende Kostenwahrheit (Teilprojekt 2).

Erklärtext
Vision Landwirtschaft will mit einem Erklärtext Grundwissen zum Thema Kostenwahrheit in Landwirtschaft und Ernährung bereitstellen und vermitteln. Ähnlich wie seit den 1990er Jahren in der Verkehrspolitik und in der Energiepolitik soll das Prinzip Kostenwahrheit auch in der Landwirtschaft und Ernährungspolitik mehr Beachtung erhalten. Der Text wird in Zusammenarbeit mit Partnern (Texter, Grafikerin, Politikberater) konzipiert und erstellt. Für die Finalisierung werden weitere Fachspezialisten beigezogen.

Fragen, die der Erklärtext beantwortet:
Wieviel kosten unsere Nahrungsmittel? Wer bezahlt das? Was bedeutet Kostenwahrheit in Landwirtschaft und Ernährung? Warum ist fehlende Kostenwahrheit ein Problem? Wie ist es dazu gekommen? Wie kann man Kostenwahrheit umsetzen? Sind Labelprodukten wie «Bio» ein Weg zu Kostenwahrheit? Was lässt sich Kostenwahrheit bei Importen umsetzen? Was sind die Konsequenzen von Kostenwahrheit für die Konsumentinnen und für die Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft?

Studie
Fehlende Kostenwahrheit verursacht nicht nur Effizienzprobleme (Verschwendung von Ressourcen), sondern auch Fairnessprobleme unter Produzenten wie auch Konsumentinnen. Auf der Grundlage einer früheren Studie zu den Vollkosten verschiedener Nahrungsmittel in der Schweiz (für denselben Auftraggeber) werden weitergehende Berechnungen durchgeführt, in der die durch fehlende Kostenwahrheit verursachte Umverteilung analysiert wird. Die Studie liefert damit Grundlagen für die Beurteilung der staatlichen Förderung von wenig nachhaltigen Produktions- und Konsummustern.

Forschungsfragen, die in der Studie beantwortet werden:
(1) Wie hoch sind die Kosten des Konsums tierischer und pflanzlicher Produkte in der Schweiz? (2) Wie hoch sind die Kosten unterschiedlicher Konsumstile in der Schweiz (insbesondere unterschiedliche Anteile/Arten tierischer und pflanzlicher Produkte)? (3) Wie hoch sind die durch fehlende Kostenwahrheit verursachten impliziten Transfers zwischen verschiedenen Konsumstilen (Netto-Zahler und Netto-Empfänger von direkten und indirekten Subventionen, Höhe der Subventionen)? (4) Wie hoch wäre bei der heutigen Landwirtschaft und dem heutigen Konsum der Ertrag einer Lenkungsabgabe, welche die externen Kosten ihren Verursachern anlastet? Und wie hoch entsprechend der Betrag, der bei der Rückerstattung der Lenkungsabgabe an die Bevölkerung erstattet würde?

Projekttitel
Kostenwahrheit in Landwirtschaft und Ernährung

Finanzierung
Vision Landwirtschaft

Projektdauer
Mai 2022 – Oktober 2023

Kooperation
Dialogika, Basel; Politikwerkstatt, Zürich; Grafiker, tbd.

Projektleitung
Prof. Dr. Felix Schläpfer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Prof. Dr. Felix Schläpfer

Prof. Dr. Felix Schläpfer

Zum Profil
Umwelt | Wirtschaftspsychologie
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