Auszeichnungen Diplomfeier

An der Diplomfeier vom 25. August 2017 wurden die folgenden 7 Arbeiten - aus gesamthaft  123 Bachelor- und Masterarbeiten - ausgezeichnet. Wir gratulieren den Autorinnen und Autoren herzlich zu dieser aussergewöhnlichen Leistung.

Bachelor-Abschlüsse


Alexandra Thieme, Bachelor of Science in Business Administration

Thema der Abschlussarbeit: Diversität in agilen Teams anhand von Management 3.0 Praktiken

„Die Autorin untersuchte in ihrer Bachelorarbeit, ob die Management 3.0 Praktiken im Hinblick auf agile Teams und deren Diversität nützlich sind. Sie kam zum Schluss, dass gerade in agilen Teams die Diversität positiv konnotiert sein muss, damit deren Chancen genutzt werden können. Die Autorin hat festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Management 3.0 Praktiken eingesetzt werden können, um von Vorteilen der Diversität zu profitieren und möglicherweise aus der Diversität resultierende Risiken zu reduzieren. Ihre Untersuchung ergab aber auch, dass die Management 3.0 Praktiken nicht ausreichen, um mit Diversität in agilen Teams optimal umzugehen. Die Autorin regt daher an, die Management 3.0 Praktiken weiterzuentwickeln, so dass nicht nur Praktiken zur Wahrnehmung, sondern auch zum Umgang mit Diversität vorliegen. Sie schlägt vor, dass die in Teams nicht vorhandenen Charakteristika identifiziert werden und die Teams darauf basierend diskutieren, welchen Einfluss diese Charakteristika auf die Arbeit im Team haben, um die künftige Zusammenarbeit so auszurichten, dass Chancen der gegebenen Diversität optimal genutzt und die entsprechenden Risiken minimiert werden können."


Master-Abschlüsse

Salomé Egloff, MAS FH in HR Management
Thema der Abschlussarbeit: Motivationsfaktoren an der Kalaidos Fachhochschule Wirtschaft AG
„Vor dem Hintergrund, dass v.a. in Dienstleistungsunternehmen die Ressource Mitarbeitende ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist, untersucht Salomé Egloff in ihrer Masterarbeit, welche Faktoren die Arbeitsmotivation der administrativen Mitarbeitenden an der Kalaidos Fachhochschule Wirtschaft AG am stärksten unterstützen. In einer gut strukturierten Arbeit beleuchtet sie das Thema umfassend von der theoretischen Seite. Basierend auf sorgfältig ausgewerteten Umfrageergebnissen erarbeitet sie konkrete Handlungsempfehlungen für die Geschäftsleitung sowie Führungskräfte und leitet konkrete Massnahmen für HR-Prozesse ab."


Matthias Lanz, Executive MBA FH
  
Thema der Abschlussarbeit: Firmenübernahme - Langfristige Integration der Mitarbeitenden in die Gemalto Gruppe: Fallstudie am Beispiel der Business Unit Government Programs der Gemalto AG
„Der Autor untersuchte anhand einer konkreten Fallstudie die Gestaltung der strukturellen, kulturellen und personellen Integration im Verlauf einer Firmenübernahme aus der Sicht eines wichtigen Geschäftsbereichs. Dabei ging es einerseits darum, die Vorgehensweise des übernehmenden Unternehmens zu analysieren und zum zweiten, die Erwartungshaltungen der Mitarbeitenden im betroffenen Geschäftsbereich zu untersuchen. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass insbesondere die Vorbereitungsphase der Integration entscheidend ist. Sollen die Schlüsselmitarbeitenden des übernommenen Geschäftsbereichs erfolgreich gehalten werden können, braucht es eine professionelle und koordinierte Vorgehensweise des Managements und der involvierten Personalabteilungen. Hier spielen weiche Integrationsmassnahmen eine zentrale Rolle. Persönliche Gespräche und einheitliche Kommunikation gehören ebenfalls dazu. Es ist ferner wichtig, dass schon beim Integrationsstart detailliertes Wissen beim Integrator darüber vorhanden ist, wie der zu übernehmende Geschäftsbereich konkret funktioniert. Schliesslich sollten die Elemente der Firmenkultur, die für den Erfolg des übernommenen Geschäfts mitentscheidend gewesen sind, bewusst bewahrt werden. Wo mit der Übernahme bisherige Freiheitsgrade der übernommenen Seite beschnitten werden, müssen im Gegenzug die neuen Potenziale, welche durch die Übernahme entstehen, besonders betont werden.“


Dario Quadroni, Executive MBA FH
Thema der Abschlussarbeit: Improving the idea Management Process - A case study from the idea collection to an idea portfolio
„Wie lässt sich eine grosse Anzahl von Ideen von innen und ausserhalb des Unternehmens bewerten, um die besten zu realisieren? Der Autor hat diese Fragestellung an einem konkreten Fallbeispiel untersucht und konnte zeigen, dass die strukturierenden Massnahmen durch einen Stage-Gate-Prozess und geeignete Konsolidierung und Integration nur einen Teil der Lösung ausmachen. Wichtig ist vor allem ein in der Produkt- und Lebenszyklusvorstellung klar verankerter Innovationsbezugsrahmen. Entscheidend ist zudem, dass Entwicklung und Produktmanagement im Ideenmanagementprozess interdisziplinär zusammenwirken. Als hilfreich stellt sich der Einsatz eines klar und einfach verständlichen prozessbegleitenden Online-Tools heraus."


Severin Strasky, MAS FH in Personal- und Organisationsentwicklung
Thema der Abschlussarbeit: Positive Devianz - Leadership und Teamentwicklung im Spannungsfeld von Norm und Abweichung
„In seiner Masterarbeit geht Severin Strasky der Frage nach, wie mit Positive Leadership ausserordentliche Verhaltensweisen und Leistungen gefördert und damit Ziele und Erwartungen übertroffen werden können. In einem breiten Literaturreview bereichert und erweitert er bestehende Konzepte und leitet daraus einen praxistauglichen Fragebogen ab. Aus der quantitativen Befragung des Bereichs Marketing & Kommunikation im Bernischen Historischen Museum ergeben sich konkrete Handlungsfelder zur Förderung positiver Devianz. Damit legt er eine wissenschaftliche Basis für die weitere Entwicklung des Bereichs und seine eigene Führungstätigkeit.“


Thomas Toth, Executive MBA FH
Thema der Abschlussarbeit: Lean Culture Development - Kontinuierliche Optimierung der Abteilungskultur F1 der Arnold Magnetic Technologies AG als strategische Fähigkeit
„Der Autor untersuchte in seiner Masterarbeit die Einflussmöglichkeiten auf die Abteilungskultur in seinem eigenen Verantwortungsbereich. In drei Schritten beschrieb und analysierte er zuerst die bestehende Kultur, entwickelte darauf aufbauend auf das Unternehmen abgestimmte Leitwerte für die Optimierung und setzte dann mit praktischen Übungen Impulse, um eine positive Entwicklung der Abteilungskultur in Gang zu setzen. Diese Arbeit baut auf einer breiten Rezeption der Quellen auf und mündet zuerst in einer ausgesprochen eigenständigen Modellentwicklung. Es ist dem Autor ein ständiges Anliegen, abgestimmt auf das Untersuchungsfeld, praktikable Lösungsvorschläge für die nachhaltige Kulturentwicklung auszuarbeiten und diese im Einsatz zu testen. Im Ergebnis lässt sich diese Studie als eine Summe sorgfältig ausgewerteter Experimente verstehen, um mehr über die konkrete Abteilungskultur zu erfahren und auf dieser Basis gemeinsam mit den Mitarbeitenden Einfluss auf künftig mögliche «schlanke» Verbesserungen zu nehmen. Das «Markenzeichen» dieser Studie leitet sich aus der Philosophie kontinuierlicher Verbesserungen ab und zeigt, dass eine Politik der kleinen Schritte erfolgreich sein kann, wenn sie mit Bedacht umgesetzt wird und von der nötigen kritischen Selbstwahrnehmung des Autors begleitet ist." 


Yannick Alexandre Uldry, Executive MBA FH
Thema der Abschlussarbeit: Rollen & Kompetenzen von Bankkundenberatenden im digitalen Zeitalter
„Dem Autor ging es in seiner Masterarbeit darum, auf Grund einer qualitativ angelegten explorativen Untersuchung aufzuzeigen, wie die Veränderungen der Geschäftsmodelle von Banken sich auf die Rollen und Aufgaben von Bankkundenberatenden auswirken und welche Anforderungen sich an die künftig nötigen Kompetenzen daraus ergeben. Künftige Geschäftsmodelle von Banken werden sich auf die Bedienung der Kundenschnittstelle konzentrieren, während dem die weiteren Teile der Wertschöpfungskette zunehmend mit Netzwerkpartnern zusammen sichergestellt werden. Auf Kundennutzen ausgerichtete Kundenzentrierung unter Nutzung der digitalen Potenziale steht dabei im Mittelpunkt. Die Erwartungen an die Bankkundenberatenden werden sich in Richtung Problemlöserinnen und Problemlöser für komplexe Kundenanfragen entwickeln. Beratende gewinnen das Vertrauen der Kundinnen und Kunden, wenn es ihnen unter Nutzung aller Medien gelingt, auf die Lebenssituation abgestimmte Lösungsvorschläge zu entwickeln und kundenorientiert zu evaluieren. Zentral ist die Erkenntnis, dass sich damit die Anforderungen an die Kompetenzen von Bankkundenberatenden verändern werden. Gefordert sind neben dem Verständnis anspruchsvoller fachlicher Zusammenhänge immer mehr auch Entwicklungspotenzial und Veränderungsbereitschaft, um dem anspruchsvollen Wandel der Kundenerwartungen zu entsprechen."