Petru Munteanu

Petru Munteanu

 

Petru Munteanu hat in Bukarest bei Prof. George Manoliu (Schüler von Enescu) studiert und Meisterkurse bei Juri Jankelevitsch (Moskau) und Michael Weiman (St. Petersburg) absolviert. Eine lebenslange künstlerische Freundschaft mit Stefan Gheorghiu, einer der bedeutendsten rumänischen Geigern (Schüler von Enescu und D. Oistrach) hat ihn auch geprägt. Einige Jahre nach Beendigung seiner Ausbildung wurde er Direktor der Spezialschule für Musik in Bukarest. Anschliessend unterrichtete er an der Musikhochschule Bukarest.

 

Nach Übersiedlung nach Deutschland war er seit 1970 an der Musikhochschule Lübeck und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg als Violinprofessor tätig. 1994 erhielt er einen Ruf an die neu gegründete Hochschule für Musik und Theater Rostock. Als Gründungsprofessor und als Abteilungsleiter der Streicherklassen prägte er bis 2010 deren Entwicklung. Die deutsche Sektion der ESTA (European String Teachers Association) hat ihm für die Jahre 2000-2004 als Präsident gewählt.

 

Seine Schüler sind Mitglieder der besten europäische Orchester (z.B. Berliner und Hamburger Philharmonie, Bayerische Staatsoper, Wiener Philharmoniker). Sie wurden oft als 1. Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Seine Schülerin Baiba Skride, nach vorherigen Gewinn viele bedeutende Preisen („Paganini“, „Lipizer“ etc.) gewann 2001 den 1. Preis beim „Queen Elisabeth“ Wettbewerb in Brüssel und begann eine weltweite Konzertkarriere. Auch weitere Absolventen seiner Klasse sind heute sehr erfolgreich. Albena Danailova ist die erste Frau die als 1. Konzertmeisterin der Wiener Philharmoniker engagiert und bestätigt wurde, Hartmut Schill ist 1. Konzertmeister der Robert-Schumann-Philharmonie, Lucja Madziar wurde als 1.Konzertmeisterin Niedersächsische Staatsorchester Hannover gewählt. Axel Strauss, Preisträger zahlreiche Wettbewerbe und bis jetzt, der einziger Deutscher der den 1. Preis beim „Walter W. Naumbung-Competition“ in New York gewann, ist als Solist und Professor an San Francisco Conservatory of Music in den USA tätig.

 

Konzerttätigkeit und zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge machten Petru Munteanu im In- und Ausland bekannt. Auf Einladung verschiedener Hochschulen hat er Meisterklassen in vielen Ländern gegeben: in Russland (Moskau, St. Petersburg), in der Ukraine (Kiew, Charkow), in China (Shanghai), in der USA (Brunswick), in Spanien, in Polen, in Rumänien, in der Tschechische Republik, in der Schweiz, Frankreich, Litauen usw. 1986 hat er den Internationalen Violinwettbewerbs und der internationalen Meisterklassen für Streicher in Kloster Schöntal (Baden-Württemberg) ins Leben gerufen und ist seitdem deren künstlerischer Leiter. Viele jetzt bekannte und erfolgreiche junge Geiger haben in den 26 Jahren seit der Gründung beide Veranstaltungen besucht.

 

Als Jurymitglied wurde er bei grossen internationalen Wettbewerben wie z. B. „Tschaikowsky“, „Jampolsky“ (Russland), „Kocian“ „Concertino Praga“ (Tschechische Republik), „Wieniawski“ (Polen), „Bach“ (Leipzig), „Enescu“ (Bukarest), „Premio Paganini“ (Genua), „Huml“ (Zagreb), „Premio Lipizer“ (Gorizia), “Königin Elisabeth” (Brüssel), „Szigeti-Hubay“ (Budapest), „Vibrarte“ (Paris), „Seoul international Competition“ (Korea) eingeladen.

 

Er ist „Professor h.c.“ der Universität Brasov (Rumänien) und von Präsidenten der Litauische Republik mit dem höchsten Orden der Republik Litauen ausgezeichnet.