Szenischer Unterricht

«Singen alleine reicht nicht!»

Weiterbildung K (2 Tage, 12 Präsenzstunden + Selbststudium)

Warum «Szenischer Unterricht»?

Sie kommen aus der Oper und unterhalten sich über das Wetter? Dann haben Sie die Inszenierung oder die Interpretation (oder beides) kaltgelassen – das Schlimmste, was Kunst passieren kann. Musik und szenische Darstellung sind in keiner Musikform so untrennbar verbunden wie beim Gesang, der als ursprünglichste Form der musikalischen Darstellung direkter und unmittelbarer auf die Zuhörer wirkt als Musik, die durch die Vermittlung eines Instruments präsentiert wird.

Die Teilnehmer/innen lernen, wie sie mittels szenischer Darstellung die Wirkung ihrer Interpretation verstärken können, wie sie Musik eine zusätzliche Dimension verleihen und wie sie nicht nur sängerisch, sondern auch darstellerisch überzeugen können.

Ziel der Weiterbildung

ist es, anhand ausgewählter Stücke eine glaubwürdige Darstellung zu erarbeiten (SchülerIn
bringt eigene Literatur mit). Leitfaden sollte sein: was sagen Text und Musik, welche Gefühle
erzeugen sie in mir und wie kann ich diese aus mir heraus szenisch wie sängerisch darstellen.
Idealerweise vermeidet man so Klischees, bedient keine schwarz/weiß Interpretation sondern
zeichnet mit seinen ureigensten Empfindungen ein differenziertes Stimmungsbild.

ECTS-Punkte:

2

KombinationsmöglichkIeiten:

Diese Weiterbildung ist kombinierbar mit anderen Weiterbildungen. Um ein CAS zu erhalten, müssen 12 ECTS-Punkte aus Weiterbildungen gesammelt werden, 3 werden für die jeweilige Abschlussprüfung vergeben. 8 von den 12 ECTS-Punkten müssen in einem Bereich (M, P oder K) absolviert werden; dieses gilt dann als Schwerpunkt.
Beispiel: 8 ECTS-Punkte (= vier Weiterbildungen à 2 Tage) aus P + 2 ECTS-Punkte aus M + 2 ECTS-Punkte aus K + Abschlussprüfung = CAS mit Schwerpunkt Musikpädagogik.

An wen richtet sich diese Weiterbildung?

Natürlich auch an professionelle Sänger/innen, die gern neuen Input hätten – aber auch an semiprofessionelle Sänger/innen oder solche, die das Singen als engagiertes Hobby betreiben und durch den Besuch der Weiterbildung ihre künstlerische Überzeugungskraft deutlich verbessern wollen.

Wie erfolgt die Anmeldung?

Die Anmeldung erfolgt mit dem dafür vorgesehenen Formular unter Beilage von Kopien über Studienabschlüsse und die bisherige berufliche Tätigkeit.
Die Anmeldung (bitte per E-Mail) geht an folgende Adresse: music@kalaidos-fh.ch.

Anmeldeschluss

Der ordentliche Anmeldeschluss für diese Weiterbildung ist der 01. August 2018.

Wie erfolgt die Aufnahme?

Über die Zulassung entscheidet die Zulassungskommission.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Weiterbildung kostet 650.00 CHF.

Ort, Tag, Uhrzeit:

8.-10.5.2019, Konservatorium Winterthur

Mindestteilnehmerzahl:

5

Abschluss:

Testat, praktische Prüfung

Dozent:

Karl-Heinz Brandt

Nach seinem Gesangsstudium folgten Festengagements am Stadttheater Aachen, am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, sowie seit 1998 am Theater Basel. Gastengagements führten ihn u.a. an die Staatstheater von Karlsruhe, Wiesbaden, Darmstadt, Nürnberg und Hannover sowie an die Semper Oper, die Komische Oper Berlin, Theater an der Wien und an die Opéra de la Bastille Paris. Er arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Herbert Wernicke, Christoph Nel, Peter Konwitschny, Philipp Stölzl und Calixto Bieito. Mit Christoph Marthalers Erfolgsproduktion "Meine faire Dame" gastierte er im Théatre National de L'Odéon wie auch bei den Festivals in Avignon und Edinburgh.

Als gefragter Konzert- und Oratoriensänger konzertierte er in der Alten Oper Frankfurt mit dem Barockorchester "La Stagione Frankfurt", den Tonhallen Zürich und Düsseldorf, in den Philharmonien von Köln und Berlin, im Palais de la Musique Strasbourg mit dem Kammerchor und dem Barockorchester Stuttgart unter Frieder Bernius, in Brüssel und Barcelona, in Bamberg mit den Bamberger Symphonikern unter Hans Zender sowie an gleicher Stelle das "Mozart Requiem" im Gedenkkonzert für den 2001 verstorbenen Dirigenten Giuseppe Sinopoli sowie mit der Uraufführung "Anschlag" von Michael Wertmüller beim Lucerne Festival und MaerzMusik Berlin.

Am Theater Basel war er u.a. in den Produktionen "Don Carlos", "Orfeo", "Sekretärinnen", "Lulu", "Aus einem Totenhaus", "Carmina Burana", "Wozzeck", "Katja Kabanowa" zu sehen.
In den letzten Spielzeiten war Karl-Heinz Brandt u.a. als Schreiber in Mussorgskis "Chowanschtschina" beteiligt, als Monostatos in Mozarts "Zauberflöte" sowie in den Opernproduktionen Die Tote Stadt (Korngold), La Forza del Destino (Verdi), Satyagraha (Philip Glass), La Traviata (Verdi), The Rake's Progress (Strawinsky).

Fakten und Zahlen

Abschlusstitel Szenischer Unterricht
Anerkennung Die Kalaidos Fachhochschule ist eidgenössisch akkreditiert und beaufsichtigt.