Young Carers ein Gesicht geben

Donnerstag, 13. Juli 2017

Neue Plattform: Interviews mit pflegenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Young Carers Interviews
Young Carers geben Auskunft. Bild: Careum/Svec Goetschi

Über die Erleichterung zu erfahren: Ich bin nicht allein

Interviews mit pflegenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die Ausnahmesituation gehört zum Alltag: Wer bereits als Kind oder Teenager ein physisch oder psychisch krankes Familienmitglied pflegt oder betreut, empfindet diesen Zustand als normal. Wie reagieren Young Carers, wenn sie hören, dass sie nicht alleine sind? Reden sie über ihre Situation oder ist sie ein Tabu? Wie reagiert der Familien- und Freundeskreis auf die häusliche Verantwortung? Und: Sind Fachpersonen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich überhaupt auf Young Carers sensibilisiert?

Neu aufgeschaltet: Video-Interviews mit Betroffenen

Young Carers und Young Adult Carers gehören zu den zentralen Forschungsthemen von Careum Forschung. Im Forschungsprogramm «learn & care» werden verlässliche Daten über Art, Charakteristik und Intensität der Pflege- und Unterstützungsaufgaben von pflegenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhoben. Meist wird an dieser Stelle über Forschungsergebnisse oder laufende Projekte berichtet.

Umso wertvoller ist es, dass neu auch betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu Wort kommen, die ein Familienmitglied pflegen und betreuen oder dies in der Vergangenheit getan haben. Sie beantworten in Video-Interviews Fragen zur Situation zu Hause und in der Schule oder zu Reaktionen von Umfeld und Freundeskreis.
Weiter nehmen auch Fachpersonen aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich Stellung dazu, wie Young Carers besser erkannt werden können und wie man ihnen zukünftig besser helfen kann.

Die Videos entstanden am Rande der ersten Young Carers-Konferenz in Neuchâtel. Allen Interviewpartnern und -partnerinnen sei herzlich gedankt – dank ihrer mutigen Bereitschaft, Young Carers und Young Adult Carers ein Gesicht zu geben, kann die Öffentlichkeit noch besser für das gesellschaftlich wichtige Thema sensibilisiert werden.

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