Gemeinsam statt einsam

Freitag, 6. September 2019

Grosser Andrang am Startschuss für das Projekt Sorgende Gemeinschaft Obfelden. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden in den nächsten drei Jahren innovative Formen der Sorge entwickelt. In einer Sorgenden Gemeinschaft werden Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf von einer breiten Gemeinschaft unterstützt und getragen.

Infoveranstaltung Obfelden

 

Sorgende Gemeinschaft: Zusammen ist man nicht allein

Am 2. September 2019 folgten über 80 Personen der Einladung von Gemeinderätin Franziska Marty, Leiterin der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern, ins Mehrzweckgebäude Brunnmatt in Obfelden. Gemeinsam mit der Spitex Knonaueramt, der Alterskommission und der Careum Hochschule Gesundheit Zürich diskutierte die Bevölkerung den Aufbau einer Sorgenden Gemeinschaft in Obfelden. Für Franziska Marty ist diese nötig, denn: «Ich erlebe Angehörige, die bis zur Erschöpfung pflegen. Das muss und soll nicht sein!»

 

Weg von der Einsamkeit, hin zu wechselseitiger Unterstützung

Karin van Holten von der Careum Hochschule Gesundheit, Bereich Forschung, erläutert den Kernpunkt Sorgender Gemeinschaften: «Als Menschen brauchen wir alle irgendwann Hilfe und Unterstützung. Wenn wir uns füreinander verantwortlich fühlen, kann die Sorge innerhalb der Gruppe verteilt werden.» Am Anlass diskutierten die Teilnehmenden die Themen «Hilfe geben», «Hilfe annehmen» und «Einsamkeit».

 

Das war erst der Anfang

Die Mitarbeit der Bevölkerung ermöglicht den Aufbau einer passgenauen Sorgenden Gemeinschaft Obfelden, die möglichst viele Menschen erreicht. «Wir wollen Ihnen zuhören und mit Ihnen gemeinsam Ideen entwickeln», so Karin van Holten. Es werden nun Arbeitsgruppen gebildet und nächste Schritte geplant.

 

Weitere Hinweise

Forschungbereich der Careum Hochschule Gesundheit
SNF NFP 74-Forschungsprojekt «Caring Community Living Labs»
Broschüre CareComLabs