Fachbeitrag Case Management in der Spitex

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Gesetzliche Verantwortung in der Pflege

Die Anforderungen an das Wissen, die Fähigkeiten, Fertigkeiten und entsprechend die Handlungskompetenzen zur Erbringung von Koordinationsleistungen für zuhause lebende Patienten/Patientinnen steigen stetig an. In der Spitex-Praxis wird dafür der Begriff Case oder Care Management verwendet, in der Schweizer Gesetzgebung heisst dies Koordination.

Seit 2012 haben Spitex-Organisationen die Möglichkeit, die bereits gebotenen Koordinationsleistungen unter bestimmten Bedingungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) abzurechnen. Diese Leistungen werden von der Krankenversicherung vergütet, wenn sie ärztlich verordnet sind. Ein politischer Vorstoss, gewisse Leistungen der Spitex in Eigenverantwortung der Pflege und somit ohne die ärztliche Verordnung zu erbringen und in Rechnung zu stellen, scheiterte im Frühling 2016 im
Eidgenössischen Parlament. An der nötigen Professionalität für Koordinationsleistungen ändert sich jedoch nichts.

Fachbeitrag:
Rex, Ch., Sailer Schramm, M.,Bischofberger, I.(2016). Case Management in der Spitex – Gesetzliche Verantwortung der Pflege, medhochzwei,Case Management 3,  S. 156-161 (PDF 470 KB)