Einblicke in die Careum / Kalaidos Forschungswelt

Samstag, 27. Mai 2017

Neue Versorgungsmodelle aus der Perspektive der Betroffenen

Forschungslunch vom 18.5.2017 - Versorgungsmodelle aus Betroffenensicht

Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Kalaidos Fachhochschule führt das Departement Gesundheit diesen Frühling und Winter je einen Forschungslunch durch. Interessierte erhalten vertieften Einblick in Problemstellungen und Methoden von Careum Forschung, dem Forschungsinstitut der Kalaidos FH Gesundheit.

So funktioniert die Forschungsabteilung

Anna Hegedüs, wissenschaftliche Mitarbeiterin und beteiligt in den Projekten zu Ageing at Home stellte Schwerpunkte und Anliegen der Careum Forschungsabteilung vor. Mit den 24 Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Fachgebieten widmet sich das Institut neuen Themen, welche die aktuellen Entwicklungen in der  Gesundheitsversorgung begleiten. Ein interessanter Nebeneffekt ergibt sich dabei durch die interprofessionellen Erfahrungen, die im täglichen Fachaustausch und in der Zusammenarbeit am Institut entstehen.

Careum Forschung, Forschungsinstitut der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit

Forschungsprojekt aus der Versorgungsforschung

Anna Hegedüs berichtete von einem Projekt, bei dem die Koordination über alle Leistungserbringer hinweg untersucht wird: es geht um die  Machbarkeit und Wirksamkeit von integrierten Versorgungsprozessen (Kostendämpfung, Kostensenkung sowie die Prüfung komplexer wirkungsorientierter Zusammenhänge).

Koordinierte und fallbezogene Zusammenarbeit zwischen  bestehenden Leistungserbringern und Kostenträgern bedingt strukturiertes Vorgehen, entsprechendes Rollenverständnis und neue Formen von Zusammenarbeitskultur. Ein umfassendes Case Management ist dabei gerade in komplexen Versorgungsfällen besonders bedeutsam. Die gewählten Forschungsmethoden bearbeiten die Kernfragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Forschungsergebnisse zu Versorgungsmodellen aus Sicht von Betroffenen zeigen: Wenn alle an einem Fall Beteiligten an einem Tisch vereint werden können, wird Koproduktion möglich: d.h. sie  handeln Entscheidungen gemeinsam aus und erreichen damit bedeutende Verbesserungen auf mehreren Ebenen. Es ist ein „Nebeneffekt“, der dabei möglicherweise besonders zentral ist: rund um die koordinierte Bearbeitung der komplexen Fälle kommt es offenbar zu besonders starken Lerneffekten für eine bessere Hilfekultur vor Ort.

An der Publikumsdiskussion beteiligten sich Fachpersonen aus der Gesundheitsversorgung. Sie  brachten sich auch als Betroffene mit konstruktiven Beiträgen und kritischen Fragen ein. Der gelungene Anlass zeigte, wie Forschung und enge Zusammenarbeit mit der Praxis alle weiter bringt. 

Logo Kalaidos Fachhochschule Schweiz - Die Hochschule für Berufstätige