Netzwerk Case Management: Jahreskongress 2014

Dienstag, 13. Mai 2014

Kurzbericht von zwei Studierenden der Kalaidos FH Gesundheit

Judith Soto Chételat und Marianne Frech fassen zusammen

Als Ergänzung zum besuchten Modul in Case Management (CM) an der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit bot sich uns am Case Management Kongress 2014 die Möglichkeit, mit den verschiedensten Case Management-Anbietern Kontakte zu knüpfen und angeregte Diskussionen zu führen. Auch nach 10 Jahren präsentiert sich das CM in der Schweiz nach wie vor als buntes Kaleidoskop der unterschiedlichen Anbieteroptiken.

An jeweils zwei Workshops konnten wir vertiefte Einsichten ins Thema Care Migrantinnen sowie zu internem und externen Case Management gewinnen. Obschon der diesjährige Anlass im Fokus der Nutzeroptik stand, wurde in unseren Gesprächen mit den anderen Teilnehmenden schnell klar, dass diese mehrheitlich aus ihrer Anbietersicht argumentieren. Zu wenig  wurde unseres Erachtens in diesen Diskussionen die Sicht der Betroffenen und deren pflegenden Angehörigen berücksichtigt. Im letzten Veranstaltungsblock erzählte eine pflegende Angehörige von ihrer Funktion als inoffizielle Case Managerin und zeigte den Anwesenden die Realität aus Sicht der Betroffenen auf. Für uns der eindrücklichste und nachhaltigste Beitrag des Tages, obschon das «offizielle» Case Management gerade hier nicht angeboten wurde und von der Betroffenen schmerzlich vermisst wurde.
Unser Fazit lautet: &ladquo;Betroffene Familiennetzwerke müssen sich selber organisieren – mit und ohne Case Management» und «Berufstätig sein und die häusliche Gesundheitsversorgung sicherstellen – auch mit Case Management ein Hochseilakt».

Gerne nehmen wir die neuen Impulse mit in unsere Pflegepraxis und packen es an, denn wie zum Schluss das Künstlerduo Compagnia Due sinnierte: «...eigentlich ist das ganze Leben ein Case Management ... » – es gibt noch viel zu tun zur nachhaltigen Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen im Dschungel der Gesundheitsversorgung!

Judith Soto Chételat und Marianne Frech
Studierende an der Fachhochschule Kalaidos Gesundheit

CM Jahreskongress 2014

17. September 2014 in Luzern, KKL Luzern

Das Netzwerk Case Management Schweiz feiert sein 10-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass präsentiert der Jahreskongress 2014 ein Bouquet von Erfolgsfaktoren, Erfahrungen und Einschätzungen. Was wurde entwickelt, erprobt, etabliert? Neben vergangenen und neuen Trends gibt es auch Dauerbrenner. Was gelingt, was misslingt?

Innovation heisst, nicht nur neue Ideen zu generieren, sondern das Bisherige neu zu betrachten und anders zusammenzufügen, und die neu entstandenen Produkte umzusetzen und im vorhandenen System breit verfügbar zu machen. Um den Blick für Innovation zu öffnen, ist im Case Management – das oft durch die Anbieter geprägt ist – die Nutzeroptik besonders wichtig. Deshalb sind am Kongress die Nutzer/innen jeweils mit den Fachpersonen im Gespräch.