Erwachsenenschutzrecht: Konsequenzen für das Pflegemanagement

Donnerstag, 22. November 2012

Erfolgreich durchgeführte Tagung am 21.11.2012 bei Careum Weiterbildung Aarau

Dokumentation und offene Wissensplattform zur Tagung
Das neue Erwachsenenschutzrecht – Tagung 21.11.2012 (Als Gast anmelden)

Gut 400 Teilnehmende aus dem Pflegemanagement, kantonalen Aufsichtsstellen, Institutionsleitungen und Verantwortlichen für die Versorgungsqualität im Gesundheitsbereich fanden den Weg ins KUK nach Aarau.

Auf den 1. Januar 2013 tritt das neue Erwachsenenschutzrecht in Kraft. Die Änderungen des Zivilgesetzbuches fördern das Selbstbestimmungsrecht von Kindern und Erwachsenen. In der Gesundheitsversorgung geht es im Wesentlichen darum, den Patientinnen und Patienten bei ihrer selbst gewählten Behandlungsform beizustehen und sie zu unterstützen, ihre selbst bestimmte Lebensform möglichst autonom gestalten zu können. Das Recht regelt die Vertretungsberechtigungen und behördlichen Interventionen bei Urteilsunfähigkeit der betreuten Person.

Alle Versorgungsbereiche im Gesundheitswesen müssen ihre Dienstleistungen so anpassen, dass die Autonomie und eigenständige Lebensgestaltung ihrer Klientinnen und Klienten, der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet sind. Betreuungs- und Versorgungsverträge, Eintritt, Pflegeprozess, Einbezug von Angehörigen und Vertrauenspersonen, Austritt und Übergangsmanagement müssen den neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst werden.

Neben den Referaten zu den grundsätzlichen Themenfeldern der neuen gesetzlichen Bestimmungen wurden in Workshops konkrete Fragestellungen für die drei Versorgungsbereiche akute Pflege, Spitex und Langzeitpflege mit den Teilnehmenden bearbeitet:
• Welche Aspekte des neuen Erwachsenenschutzrechts betreffen die eigene Institution?
• Wie wird die Urteilsfähigkeit der Klientinnen und Klienten erfasst und von wem kann sie rechtsverbindlich beurteilt werden?
• Welche Rolle spielen Patientenverfügungen und wie wird eine fürsorgerische Unterstützung im spezifischen Versorgungsbereich gewährleistet?
• Welche Konsequenzen ergeben sich für die Pflegedokumentation und den Umgang mit den personenbezogenen Daten?

Im Rahmen dieser Tagung wurden die drängenden Umsetzungsfragen der Teilnehmenden aufgenommen und in den drei Workshops bearbeitet.

 

Bildergalerie: mit Plakaten zur Tagung 

Tagungsplakate Erwachsenenschutzrecht