Pflichtmodule

MAS FH in Care Management

Master of Advanced Studies (MAS) 12 Module
mindestens 7 Pflichtmodule + 2 Wahlmodule + 3 Module für die Masterarbeit

Studienbeginn mit jedem Modul möglich. In Absprache mit der Studiengangsleitung treffen die Studierenden eine geeignete Modulauswahl, die das Profil des gewählten Studiengangs gewährleistet.

Modulbaukasten alle Module

Gesundheitspolitik und integrierte Versorgung
ECTS-Punkte: 5

Im schweizerischen Gesundheitswesen bilden staatliche Planung und wettbewerbliche Elemente eine heikle Balance. Im Wesentlichen geht es in diesem Modul darum, die oft komplexen Rahmenbedingungen, denen Nachfrager und Anbieter von Gesundheitsleistungen unterworfen sind, besser zu verstehen.

Modulbeschreibung – Gesundheitspolitik und integrierte Versorgung (PDF)

Erfolgreiches Verhandeln
ECTS-Punkte: 5

Alle Player im Gesundheitswesen stehen unter Kosten- und Effizienzdruck. Damit steigt das Konfliktpotential innerhalb der Institution und ausserhalb in der Gesellschaft. Deshalb ist es immer wichtiger, dass Führungskräfte im Gesundheitswesen wissen, wie man erfolgreiche Verhandlungen führt.

Modulbeschreibung – Erfolgreiches Verhandeln (PDF)

Klinisches Assessment Care Management
ECTS-Punkte: 7

Das klinische Assessment dient der umfassenden subjektiven und objektiven Daten- und Informationssammlung und bildet eine wichtige Grundlage der professionellen pflegerischen Arbeit auf Masterniveau.

Modulbeschreibung – Klinisches Assessment Care Management (PDF)

Family Care
ECTS-Punkte: 5

Das Modul umfasst aktuelle Themen, wie z.B. die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege, die jungen oder minderjährigen Angehörigen mit kranken Eltern oder Geschwistern, die Hilfe und Pflege aus Distanz oder wie Familien sogenannte Care Migrantinnen beiziehen. Zu all diesen aktuellen Themen spannen die Studierenden den Bogen zu ihrem eigenen Arbeitsplatz und wie sie eine familienfreundlichere Gesundheitsversorgung fördern können.

Die Studierenden erweitern ihre Fähigkeiten zur Beratung, Kommunikation und Koordination. Sie verbessern Family Care an ihrem Arbeitsort.

Die demografische Alterung der Gesellschaft und der pharmazeutisch-technische Fortschritt führen zu längeren Lebensabschnitten mit Gesundheitsbeeinträchtigungen. Dies braucht nachhaltige Versorgungsarrangements für Familien, von hochaltrigen wie auch jungen Menschen. Studierende schärfen im Modul den Blick auf moderne Familien. Sie nutzen dazu Modelle und aktuelle Forschungsliteratur für ihre Berufspraxis.

Familien mit kranken, behinderten oder hochaltrigen Personen übernehmen zeitlich, finanziell und personell den grössten Teil der häuslichen Gesundheitsversorgung. Auch während einem Spital- oder Heimaufenthalt oder bei Übertritten in andere Versorgungssettings übernehmen Nahestehende wichtige Aufgaben. Zudem verlagern sich Behandlungen immer mehr an den «Gesundheitsstandort Privathaushalt» – auch für anspruchsvolle technische und organisatorische Aufgaben.

All dies braucht Koordination und Kommunikation mit zahlreichen Professionen.

Das Modul Family Care beleuchtet auch explizit männerspezifische Herausforderungen im Rahmen der Gesundheitsversorgung. Als Dozent geht Markus Theunert der Frage nach, was Health Professionels bedenken und wissen müssen, um Männer zur Hälfte der Verantwortung zu motivieren. www.mencare.swiss

Modulbeschreibung Family Care (PDF)

Fachbeiträge Care Management

Fachbeitrag – Anstellung pflegender Angehöriger bei der Spitex
Erfahrung und Know-how nutzen –
Text: Christine Rex, Iren Bischofberger – Artikel online lesen

Poster-Kongress zum Abschluss des Moduls Family Care April 2017

Die Posterpräsentation zum Abschluss des Moduls wurde begleitet von Elsbeth Fischer – Doetzkis, die den Studierenden aus der Perspektive einer pflegenden Angehörigen differenzierte Rückmeldungen zu dem Gehörten gab. Die Studierenden beschrieben diese Art von Leistungsnachweis als einen sehr guten Lernprozess. Einige werden das Poster direkt im Praxisalltag für eine familienorientiertere Dienstleistungsentwicklung einsetzen. Das Modul Family Care fand so einen sehr runden Abschluss.

02 Poster-Konferenz Family Care 2017

03 Poster-Konferenz Family Care 2017

04 Poster-Konferenz Family Care 2017

05 Poster-Konferenz Family Care 2017

06 Poster-Konferenz Family Care 2017

 

Ethik im Gesundheitswesen
ECTS-Punkte: 5

Das Modul Ethik beleuchtet als überfachliches Modul verschiedene bedeutende ethische Blickwinkel in der Gesundheitsversorgung. Es geht darum, die Perspektivenvielfalt des Individuums, der Organisation und der Gesellschaft (Mikro-, Meso-, Makroebene) in ethischen Fragestellungen zu bearbeiten.

Die Priorisierung von Leistungen, gesellschaftliche Fragen wie Suizidbeihilfe sowie das neue Kinder- und Erwachsenenschutzrecht stellen neue ethische Herausforderungen an alle Akteure im Gesundheitswesen. Gesundheitsfachleute sind in besonderer Weise gefordert, da sie sowohl ihrem Berufsethos verpflichtet sind als auch die Kosten und Finanzierung von Behandlungs- / Pflegemassnahmen sowie die Effizienz von Arbeitsprozessen im Blick haben.

  • Settimio Monteverde baut seinen Unterricht bewährt auf der Ebene der Rollendilemmata im Care Management auf.
  • Markus Zimmermann widmet sich dem Thema Palliative Care Ethik mit Fragen zum Lebensende.
  • Christine Bally-Zenger behandelt Verantwortungsfragen. Sie ist dipl. Pflegefachfrau HF mit mehreren Jahren klinischer Berufserfahrung, einem M.A in Political and Economic Philosophy der Universität Bern. Zurzeit ist sie Doktorandin am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. Sie interessiert sich besonders für Fragen innerhalb der Pflegeethik, der klinischen Ethik und der Medizinethik.

    Christine Bally, Modulverantwortliche Modul Ethik im Gesundheitswesen
    Modulverantwortung
    Christine Bally-Zenger
  • Sybille Hercher als Soziologin Magister Artium (M.A.), Unternehmensberaterin vertieft die Mesoebene und greift das Thema Organisationsethik auf. Moralische Probleme und Fragestellungen werden hier aus der Perspektive der Organisationsentwicklung bearbeitet.

Modulbeschreibung – Ethik im Gesundheitswesen (PDF)

Case Management
ECTS-Punkte: 5

Case und Care Management Funktionen nehmen im Schweizer Gesundheitssystem und in der professionellen Pflege einen immer wichtigeren Platz ein, nicht zuletzt unter dem Druck der Finanzierungsmodalitäten der SwissDRG. Dieses Modul bietet theoretische Hintergründe und fördert die praktische Anwendung.

Der Case Management Regelkreis bietet sich als Methode zur Steuerung von komplexen Krankheitsverläufen über verschiedene Versorgungssettings an. Die Studierenden lernen und üben ihre Kompetenzen entlang der einzelnen Schritte des Case Management Regelkreises. Dazu gehören Kriterien für den Entscheid, ob Case Management oder andere Formen der Koordination nötig sind. Ein zentraler Aspekt dabei ist die "Nutzeroptik". Kranke, verunfallte, behinderte oder hochaltrige Personen und ihre Angehörigen sind zunehmend als Ko-Produzenten beteiligt. 

Modulbeschreibung – Case Management (PDF)

Modulverantwortung Miriam Rittmann


Miriam Rittmann, Health Care Management

Meine Motivation
«Immer wieder mit Schnittstellen und Unterbrüchen in der Versorgungskette konfrontiert, hat mich das Handlungskonzept von Care und Case Management überzeugt.
Als Case Managerin in der Patientenberatung im Akutspital und an der Fachstelle Alter in Zug setze ich mich für eine koordinierte und integrierte Versorgung in komplexen Situationen ein. Dabei unterstütze ich einen Versorgungsprozess, der über Institutionsgrenzen und fachliche Zuständigkeiten hinaus geht. Persönliche, familiäre, gesundheitliche, berufliche und finanzielle Aspekte werden berücksichtigt.
Die Bedeutung der interprofessionellen Zusammenarbeit ist für die Qualität von Case Management zentral. Die Perspektivenvielfalt und die verschiedenen Handlungsfelder über die Einzefall- bis zur Versorgungsebene zeigen die Bedeutung von Case Management im Kontext einer optimalen, koordinierten Versorgung.
Die Herausforderung im direkten Kontakt mit Ratsuchenden durch das Koordinieren der Leistungen klinische, soziale oder finanzielle Krisen und Unterbrüche in der Behandlungskette zu vermeiden, spornt mich immer wieder von Neuem an.
 
Nach langjähriger Tätigkeit in der Pflege im Akutspital folgte das Studium in Care Management an der Fachhochschule Kalaidos.»

Sozialversicherungen und Patientenrecht
ECTS-Punkte: 5

In der Schweiz besteht ein engmaschiges Netz von Sozialversicherungen, das den hier lebenden und arbeitenden Menschen und ihren Angehörigen einen weitreichenden Schutz vor Risiken bietet, deren finanzielle Folgen sie nicht allein bewältigen können. Wie dieses Netz im Fall von Krankheit, Behinderung und Alter funktioniert steht im Zentrum des Moduls.

Modulbeschreibung – Sozialversicherungen und Patientenrecht (PDF) 

Bericht einer Studierenden zum Modul