Pflichtmodule

DAS FH in Home Care

Diploma of Advanced Studies (DAS) 6 Module
mindestens 4 Pflichtmodule +
1 Wahlmodul + 
das Modul "Berufspraxis evaluieren" als DAS Abschlussarbeit.

Studienbeginn mit jedem Modul möglich. In Absprache mit der Studiengangsleitung treffen die Studierenden eine geeignete Modulauswahl, die das Profil des gewählten Studiengangs gewährleistet.

Modulbaukasten alle Module

Klinisches Assessment Home Care
ECTS-Punkte: 5

Die Elemente des klinisch-pflegerischen Assessments schärfen den Blick für den körperlichen, mentalen und kognitiven Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten. Im Zentrum stehen die strukturierte Erhebung der Anamnese einschliesslich der symptomfokussierten Anamnese sowie die Techniken der Körperuntersuchung. Die erhobenen Daten fliessen in die Pflegeplanung ein und bilden eine wichtige Grundlage der koordinierten Massnahmen.

Modulbeschreibung – Klinisches Assessment Home Care (PDF)

Medikamente im Patienten- und Angehörigenalltag
ECTS-Punkte: 5

Medikamente sind in der Akut- und Langzeitversorgung ein wichtiges Behandlungselement. Pflegefachpersonen haben hier sowohl im interprofessionellen Team also auch bei Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen eine Schlüsselfunktion, um diese in der korrekten Anwendung und in der regelmässigen Einnahme von Medikamenten zu unterstützen. Sie fördern somit die Wirksamkeit der Arzneimitteltherapie und minimieren Risiken. Zudem ist die Zusammenarbeit zwischen Spitex, Apotheke, Hausarztpraxis und Spital besonders wichtig.

Modulbeschreibung – Medikamente im Patienten- und Angehörigenalltag (PDF)

High-Tech Home Care (HTHC)
ECTS-Punkte: 5

High-Tech Home Care ist ein Therapiekonzept, das apparative und materialintensive Behandlungen bei Patientinnen und Patienten, zuhause ermöglicht. Besonders anspruchsvoll sind beispielsweise intravenöse Therapien, künstliche Ernährung, grosse Wundverbände, Heimdialyse, Beatmung oder die monitorisierte Herzkreislaufunterstützung. Diese Behandlungen
wurden traditionell im Spital angeboten. Unter der gesundheitspolitischen Prämisse «ambulant vor stationär» werden sie zunehmend an denjenigen Ort verlagert, wo Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen leben, d.h. an den Gesundheitsstandort Privathaushalt.

«My home is my castle.» Das wollen Herr und Frau Schweizer auch bei Krankheit, Behinderung, Hochaltrigkeit und bis hin zum Tod. Mehr ...

Modulbeschreibung – High-Tech Home Care (PDF)

Case Management
ECTS-Punkte: 5

Case und Care Management Funktionen nehmen im Schweizer Gesundheitssystem und in der professionellen Pflege einen immer wichtigeren Platz ein, nicht zuletzt unter dem Druck der Finanzierungsmodalitäten der SwissDRG. Dieses Modul bietet theoretische Hintergründe und fördert die praktische Anwendung.

Der Case Management Regelkreis bietet sich als Methode zur Steuerung von komplexen Krankheitsverläufen über verschiedene Versorgungssettings an. Die Studierenden lernen und üben ihre Kompetenzen entlang der einzelnen Schritte des Case Management Regelkreises. Dazu gehören Kriterien für den Entscheid, ob Case Management oder andere Formen der Koordination nötig sind. Ein zentraler Aspekt dabei ist die "Nutzeroptik". Kranke, verunfallte, behinderte oder hochaltrige Personen und ihre Angehörigen sind zunehmend als Ko-Produzenten beteiligt. 

Modulbeschreibung – Case Management (PDF)

Modulverantwortung Miriam Rittmann


Miriam Rittmann, Health Care Management

Meine Motivation
«Immer wieder mit Schnittstellen und Unterbrüchen in der Versorgungskette konfrontiert, hat mich das Handlungskonzept von Care und Case Management überzeugt.
Als Case Managerin in der Patientenberatung im Akutspital und an der Fachstelle Alter in Zug setze ich mich für eine koordinierte und integrierte Versorgung in komplexen Situationen ein. Dabei unterstütze ich einen Versorgungsprozess, der über Institutionsgrenzen und fachliche Zuständigkeiten hinaus geht. Persönliche, familiäre, gesundheitliche, berufliche und finanzielle Aspekte werden berücksichtigt.
Die Bedeutung der interprofessionellen Zusammenarbeit ist für die Qualität von Case Management zentral. Die Perspektivenvielfalt und die verschiedenen Handlungsfelder über die Einzefall- bis zur Versorgungsebene zeigen die Bedeutung von Case Management im Kontext einer optimalen, koordinierten Versorgung.
Die Herausforderung im direkten Kontakt mit Ratsuchenden durch das Koordinieren der Leistungen klinische, soziale oder finanzielle Krisen und Unterbrüche in der Behandlungskette zu vermeiden, spornt mich immer wieder von Neuem an.
 
Nach langjähriger Tätigkeit in der Pflege im Akutspital folgte das Studium in Care Management an der Fachhochschule Kalaidos.»

Berufspraxis evaluieren
ECTS-Punkte: 5

Wahlmodul für alle Studierenden

Evaluation der Praxis ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der Berufspraxis. Es geht darum, Antworten auf Fragen, beispielsweise zu einem klinischen Problem oder der Effektivität der eigenen Praxis, zu erhalten. Evaluation der Praxis geschieht durch die systematische Sammlung, Analyse und Bewertung von Informationen über den Bedarf, die Umsetzung, die Wirkung sowie den Nutzen von Interventionsmassnahmen (z.B. bei der Behandlung von Menschen mit Wunden). Nach der Erhebung müssen die Ergebnisse aufbereitet und weitergegeben werden, sei dies in internen Qualitätsberichten oder auf Kongressen und in Fachjournalen.

Modulbeschreibung - Berufspraxis evaluieren (PDF)