Wirtschaftspsychologie

Auf der Suche nach der Generation Y

Gibt es wirklich so etwas wie eine «Generation Y»? Diese Frage interessiert nicht nur ein paar Trendforscher, sondern sie ist gerade für Führungskräfte und Personalfachleute von grosser Bedeutung – denn wenn die Menschen abhängig vom Geburtsjahr ganz unterschiedliche Wünsche und Werte haben, müsste man dem bei Bewerberansprache, Personalauswahl und auch beim Thema Führung natürlich Rechnung tragen. So wird etwa postuliert, dass für

Blick ins Klassenzimmer der Zukunft

Wie kann zukünftig Lernen und Unterrichten aussehen? Mit dieser Frage befasst sich ein gemeinsames Projekt der Kalaidos Fachhochschule zusammen mit AKAD College. Hierzu wird aktuell in zwei Pilotklassenzimmern eine Wandtafel in Form eines grossen LCD-Bildschirms sowie ein Touchscreen-PC am Lehrer- bzw. Dozentenpult eingesetzt. Daneben wird auch die Nutzung eines Visualizers (einer modernen Version des Hellraumprojektors) und einer kabellosen Verbindung zum Beamer (ClickShare) evaluiert. S

Wie uns Verkaufstricks zum Kaufen verführen

Eigentlich wollte man sich nur mal informieren oder im Laden umschauen – und kommt dann doch mit unterschriebenem Kaufvertrag oder einem grossen, schweren Karton nach Hause. Gut möglich, dass dabei psychologisches Wissen beteiligt war. Nach unserem früheren Beitrag zu Aspekten der Ladengestaltung werden nun drei der wichtigsten Strategien vorgestellt, mit denen Konsumenten zum Kaufen verleitet werden. Nachzulesen sind sie alle bei dem Experten für Theorie und Praxis des &Uum

IKEA-Effekt – erfolgreich repliziert

Eigentlich eine klassische Frustrationsfalle: Den gesamten Samstagnachmittag im schwedischen Möbelhaus IKEA verbracht, nur winzige Hot-Dogs gegessen (davon aber gleich ein halbes Dutzend) und wieder viel zu viel Deko-Elemente erstanden (die gar nicht auf der Einkaufsliste standen). Völlig erledigt zu Hause angekommen, beginnt das eigentliche Vergnügen: Schränke, Kommoden oder auch ganze Küchenzeilen wollen mittels eines riesigen Arsenals an Dübeln, Steckelementen un

Wie man sich Glück kauft

Dem Volksmund nach soll Geld nicht glücklich machen. Besteht vielleicht doch ein Zusammenhang zwischen Geld und Glück? Der auch im Zusammenhang mit dem IKEA-Effekt bekannte Wirtschaftswissenschaftler und Psychologe Michael Norton hat sich mit dem Thema beschäftigt und behauptet: Wer glaubt, Geld kann nicht glücklich machen, der gibt es falsch aus. In seinem TED-Talk vermittelt Norton mit Hilfe zahlreicher Beispiele und Anekdoten, wie man tatsächlich Geld in Gl&uum

Buchempfehlung: Die Unruhe der Welt

Waren es in früheren Zeiten Hunger und Not, die den Menschen plagten, scheinen in der heutigen westlichen Welt Stress und Unruhe zu den neuen Geisseln der Menschheit geworden zu sein. Wir sind beruflich und privat umzingelt von Aufforderungen aktiv zu sein - mal in Gestalt verlockender Optionen mal als mehr oder weniger direkte Anforderungen. So sollen wir lebenslang lernen, Chancen nutzen, die Globalisierung gestalten, Innovation im Dienste des Fortschritts betreiben, mit Flexibilität

Arbeitszeit: Minus mal Minus gleich Plus?

In der Mathematik sind die Dinge klar oder zumindest werden sie uns in der Schule klargemacht: Wer eine negative Zahl mit einer negativen Zahl multipliziert, erhält ein positives Ergebnis. Genauso, wer eine negative Zahl von einer anderen Zahl abzieht, zählt im Effekt diese Zahl dazu. Wir lernen diese Regeln wahrscheinlich auch, weil uns die Intuition dazu verleiten könnte, ein anderes Ergebnis zu erwarten. Im Management gibt es diese "Minus x Minus = Plus" - Gedankenspiele e

Wenn neue Manager scheitern

Kennen Sie das Peter-Prinzip? Damit ist das Phänomen gemeint, dass jemand neu in eine hohe Position etwa als Geschäftsführer oder Vorstandsmitglied kommt, dort aber überfordert ist und schon bald wieder abtreten muss. Ein solches Scheitern auf Grund von Überforderung wird in der Psychologie auch Derailment genannt. Prof. Uwe P. Kanning beleuchtet in einem Videobeitrag Ursachen des Managerscheiterns, die in der Person selbst begründet sind, sowie Gründe, die m

Handeln oder nicht handeln?

Mit dieser Frage können weitreichende, sogar existenzielle Konsequenzen verbunden sein. Mit dieser Frage sind aber auch typische menschliche Denkfehler und Wahrnehmungsverzerrungen verbunden wie der Action Bias, der im Arbeitsalltag, Privatleben und der Wirtschaftspolitik anzutreffen ist – sowie derzeit gut beobachtbar im Weissen Haus. Was macht der Torwart beim Elfmeter? Bei seiner Auswertung von 286 Strafstössen internationaler Fussballturniere fand der israelische Verhalten

Working Poors in der Schuldenfalle?

In der Schweiz werden jährlich rund 130‘000 Menschen statistisch als erwerbsarm erfasst. Betroffen davon sind aber weit mehr Menschen: Rund 530'000 Menschen leben in Working Poor Haushalten. Ein Leben unter der Armutsgrenze bedeutet für die betroffenen Menschen oft Einschränkung und Verzicht, aber impliziert es auch die Aufnahme von Schulden? Im Rahmen meiner Bachelor Thesis befasste ich mich mit der Fragestellung, ob junge Erwerbsarme das grössere Risiko tragen, in