Wirtschaftspsychologie

Home-Office: Fluch oder Segen?

Während aktuelle Studien belegen, dass Home-Office zunehmend praktiziert wird, existiert bereits eine Gegenbewegung, welche das Arbeiten in den Unternehmen - sofern diese kreative, inspirierende Umgebungen bieten - bevorzugt. Breitflächig durchgesetzt haben sich Home-Office und andere Formen von Telearbeit noch nicht, wohl auch weil es noch nicht klar ist, ob sie unter dem Strich mehr nützen oder schaden. Eine Metastudie zu Telearbeit konnte zwar positive Effekte stützen, die

Top Gun 3 – oder wie die Swiss Piloten rekrutiert

Ob Bigna Tuetsch „Maverick“ und „Iceman“ eingestellt hätte, bezweifeln wir. Dass sich die beiden grenzenlos coolen, übermütigen Boys als Verkehrspiloten bei der Swiss beworben hätten, natürlich ebenfalls. Menschen, die Flugpassagiere sicher durch die Lüfte transportieren, müssen anders ticken, bestätigt Bigna Tuetsch. Die ebenso charmante wie zackige Baslerin trat nach ihrem Psychologiestudium mit Schwerpunkt Neuropsychologie ein Pr

Effizient lernen: so geht’s

Ob in der Aus- und Weiterbildung oder bei der Übernahme eines neuen Projektes im Job – die meisten von uns müssen sich von Zeit zu Zeit mit einem neuen Thema auseinandersetzen und sich in ein Gebiet einarbeiten. Tipps zum effizienten Lernen gibt es viele, aber welche funktionieren auch wirklich? Putnam, Victor & Roediger (2016) haben in ihrem Artikel „Optimizing Learning in College: Tips From Cognitive Psychology“ basierend auf Erkenntnissen aus der kognitiven Psy

Wenn Vertrauen fehlt

Vertrauen ist der Kitt, der zwischenmenschliche Beziehungen zusammenhält. Folglich ist auch unsere Wirtschaft ohne Vertrauen nicht denkbar. Wie wichtig dieses Gut ist, zeigt sich insbesondere in Fällen, wo das Vertrauen beschädigt wurde oder sogar ganz verloren gegangen ist. Man denke nur an die 2011 aufgedeckte Manipulation des Referenzzinssatzes LIBOR durch diverse Banken oder an die aktuelle „Dieselgate“-Affäre bei Audi, VW und Co. Wirtschaftliche Beziehungen&

Tue Gutes und sprich darüber…?

Viele Unternehmen engagieren sich im sozialen Bereich oder für die Umwelt und hoffen, dadurch auch bei ihren Kunden zu punkten. Wie erfolgreich das Image-Lifting wirkt, hängt aber nicht nur davon ab, ob ein Unternehmen sich engagiert, sondern auch, was es genau tut und wie es dies kommuniziert. Ist die gewählte Strategie falsch, kann der Schuss nach hinten losgehen. Das zeigt nun eine Studie des Lehrstuhls für Corporate Social Responsibility (CSR) der Universität Mannhei

Kann man von Pferden Führung lernen?

Menschliches Verhalten dauerhaft zu ändern, ist ein sehr anspruchsvolles Ziel. Davon können Trainer und Personalentwickler ein Lied singen. Davon konnte sich auch schon mancher von uns als Trainings- oder Coachingteilnehmer am eigenen Leib überzeugen. Aus der Trainingsforschung ist bekannt, dass Verhalten im Berufsalltag vor allem dann verändert werden kann, wenn die Trainingssituation dem Alltag sehr ähnlich ist. Einen anderen Ansatz verfolgen seit einigen Jahren Anbiet

CSI: Solothurn. Psychologin in Action

Fiona Louis hat an den Unis Fribourg und Bern Psychologie studiert und bereits während des Studiums in den Bereichen Testentwicklung/Diagnostik und Assessment Berufserfahrung gesammelt. Nach Abschluss des Studiums hat sie sich ein Jahr lang exklusiv ihrer ersten Tochter gewidmet, und stieg dann am Zentrum für Diagnostik, Verkehrs- & Sicherheitspsychologie des Instituts für angewandte Psychologie (IAP) der ZHAW als Beraterin ein. Seit eineinhalb Jahren leitet Fiona Louis nun de

Zukunft der Arbeit im Jahr 2025

Wie sieht die Zukunft der Arbeitswelt aus und was sind die Tendenzen im Jahr 2025? Dieser Frage widmet sich die von der Unternehmensberatung PwC durchgeführte Studie „The way we work – in 2025 and beyond“ (2016). In den kommenden Jahren sollen gemäss der Studie rund 20 bis 30 Prozent der Arbeitsstellen wegfallen, teilweise aufgrund von Digitalisierung, Robotisierung und Automatisierung. Unternehmen stehen zahlreichen Herausforderungen gegenüber: dem demographisch

Alles Neuro, oder was?

Das menschliche Gehirn beim Denken beobachten: Wie sehnlich hätten sich das Psychologen früherer Zeiten gewünscht! Mittlerweile ist genau das mittels Verfahren wie der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie (fMRT) möglich geworden. Derartige neurowissenschaftliche Verfahren liefern Bilder, die Aktivität im Gehirn lokalisieren, z.B. während des Betrachtens eines Werbespots. Einem Marktforscher liefert die Information, dass beim Ansehen eines Spots dieselben Gehirna

Smartphone: Always on my mind

In manchen Situationen will man nicht von seinem vibrierenden Smartphone oder eingehenden E-Mails gestört werden und schaltet dazu Gerät bzw. Mailbox stumm oder sogar aus. So kann man sich voll und ganz anderem widmen, oder? Was Smartphones anbelangt, halten Forscher der University of Texas at Austin dem aufgrund ihrer Studienergebnisse entgegen: Schon die blosse Präsenz eines Smartphones beeinträchtigt unsere Konzentrations- und Denkfähigkeit – und das sogar in au