Steuerrecht

Tax Update: März 2018

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre des folgenden Tax Updates viel Vergnügen. Aktuelles aus den Parlamentsgeschäften In der Rubrik «Aktuelles» ist zunächst auf einige Parlamentsgeschäfte hinzuweisen: So hat der Nationalrat eine Motion unterstützt, die höhere Pauschalabzüge bei der direkten Bundessteuer zum Ausgleich der Explosion der Krankenkassenprämien verlangt. Sodann hat er der Motion «Keine Verwirkung bei der Verrechnung

Ausländische kollektive Kapitalanlagen [Interview Teil 3]

Dieser dritte Teil des Interviews mit Daniel Linggi widmet sich dem steuerrechtlichen Begriff der ausländischen kollektiven Kapitalanlage. Herr Linggi, Ihre Masterarbeit, die Sie an der Kalaidos Fachhochschule verfasst haben, steht ganz im Zeichen der Investmentfonds, Investmentgesellschaften und Anlagefonds. Wie sind ausländische kollektive Kapitalanlagen steuerlich zu behandeln? Nach Art. 49 Abs. 3 DBG werden die ausländischen juristischen Personen den inländischen juris

Statuswechsel: Latente Steuern & Fazit (Teil 5)

In diesem Blogbeitrag erfahren wir, welches die Auswirkungen eines Statuswechsels von einer privilegiert besteuerten Gesellschaft (gemischte Gesellschaft) zu einer ordentlich besteuerten Gesellschaft auf die latenten Steuern nach IFRS (DTA-Effekt) sind. Zudem fassen wir als Schlussfazit die unterschiedlichen Praxen der Kantone zur steuerlichen Behandlung von stillen Reserven und Verlustvorträgen beim Wegfall des kantonalen Steuerstatus in einer Tabelle zusammen. In der S

Psychologie des Steuerzahlens

Haben Sie beim Ausfüllen der Steuererklärung schon mal gemogelt? Nicht schlimm, nur das Geburtstagskonto Ihres Patenkindes oder ein temporäres Nebeneinkommen „vergessen“, den Arbeitsweg um ein paar Kilometer verlängert, ein paar Abzüge zu viel vorgenommen …, was halt so passieren kann. Oder haben Sie es faustdick hinter den Ohren und schon richtig viel Steuern hinterzogen? Und sich danach vielleicht selber angezeigt – aus Angst, dass es auffliegt

Verjährungsdschungel bei der Verrechnungssteuer

Die Verjährungsregeln der Verrechnungssteuer sollten einfach und klar sein. Leider ist dies nicht der Fall: Es gibt nämlich zwei anwendbare „Verjährungssysteme“, und das Fehlen einer absoluten Verjährungsfrist im VStG1 reduziert die Komplexität nicht. Die zwei "Verjährungssysteme" werden anhand des VStG und VStrR erläutert.(Symbolbild) Die ordentliche Verjährungsregel nach VStG ist wie folgt: Die Verrechnungssteuerforderung verjährt ge

Umsetzung von BEPS (2/2)

Im ersten Blogbeitrag zur Umsetzung von BEPS wurde das einschneidende Projekt der OECD zur Bekämpfung von BEPS skizziert und die aktuelle Situation bezüglich der Umsetzung der OECD Mindeststandards in der Schweiz aufgezeigt. Gegenstand dieses zweiten Teils ist die EU-Richtlinie zur Bekämpfung aggressiver Steuerplanung. Im Ausland implementierte BEPS-Massnahmen wirken sich auch auf die Schweiz aus (Symbolbild) Der zunehmenden Bedeutung grenzüberschreitender Sachverhalte Rechn

Tax Update: Februar 2018

Bei der Lektüre des folgenden Tax Updates wünschen wir Ihnen viel Vergnügen. Neuigkeiten aus der Steuerwelt des Monats Februar 2018 (Bild) ISIS Steuertagung 2018 vom 10. April 2018 Der grossen Bedeutung der internationalen Verflechtung und von grenzüberschreitenden Sachverhalten trägt das Institut für Schweizerisches und Internationales Steuerrecht (ISIS) mit einer jährlichen Steuertagung Rechnung, die das nächste Mal am 10. April 2018 stattfinden wird. I

Umsetzung von BEPS (1/2)

Das internationale Unternehmenssteuerrecht befindet sich weltweit in tiefgreifendem Wandel. Im Fokus dieses Blogbeitrags steht die Umsetzung von BEPS in der Schweiz.   Die Umsetzung von BEPS in ausgewählten Staaten sowie auf die US Steuerreform ist des Weiteren Gegenstand der kommenden ISIS Steuertagung zum internationalen Steuerrecht vom 10. April 2018. Die Aktionspläne der OECD Im September 2013 haben die G20-Staaten einen Aktionsplan beschlossen, mit Hilfe dessen koordiniert ge

E-Rechnung in der MWST (2/3)

Wenden Unternehmen keine elektronische Signatur bei einer E-Rechnung an, so entstehen für diese während einer Mehrwertsteuer (MWST)-Revision gewisse Risiken, wenn das interne Kontrollsystem als nicht genügend angesehen wird. E-Rechnungen ohne elektrische Signatur können in der Geschäftswelt ein MWST-Risiko darstellen (Symbolbild) In einem ersten Blogbeitrag sind wir genauer auf die Voraussetzungen der Anerkennung einer E-Rechnung und auf die Praxis der Eidgenös

Amtshilfe: Unklarheiten trotz umfassender Normen

Es ist immer wieder erstaunlich, dass trotz der teilweise ausführlichen Regelungen in Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), den dazugehörigen Verordnungen und Verständigungsvereinbarungen sowie dem Steueramtshilfegesetz (StAhiG) im Bereich Amtshilfe nach wie vor diverse Unklarheiten bestehen. Oft zeigt sich dabei, dass den Gerichten und Behörden ein teilweise (unerwartet) grosser Ermessensspielraum zukommt. Auch der Rechtscharakter und die Bindungswirkung von und die Anforderunge