Steuerrecht

Verdeckte Gewinnausschüttung

Verdeckte Gewinnausschüttungen (oder geldwerte Leistungen) sind überhöhte Leistungen von AGs und GmbHs an ihre Aktionäre/Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Personen, die einem nicht beteiligten Dritten nicht erbracht worden wären. (Symbolbild: Luxusyacht eines Aktionärs) Nahestehende Personen können Verwandte oder andere Personen sein. Beispiele: überhöhte Saläre, Spesen, Honorare übersetzte Leistungen für Vorso

Unzureichende Verlustverrechnung - Teil 4

Das Fehlen einer grenzüberschreitenden direkten Verlustverrechnungsmöglichkeit bei einer Holding- im Gegensatz zu einer Stammhausstruktur stellt ein Konflikt dar, einerseits mit der Entscheidneutralität der Konzerne und andererseits mit dem im Steuerrecht massgeblichen Leistungsfähigkeitsprinzips (vgl. unzureichende Verlustverrechnung - Teil 1 und Teil 2). Im vorangegangenen Teil 3 wurde anhand eines Beispiels dargestellt, dass die indirekte Verlustverrechnung mittels Absch

Global Family Business Tax Monitor

Familienunternehmen sind ein wichtiges Element des Wirtschaftslebens in praktisch allen Ländern dieser Welt. Für sie spielt die Regelung der Unternehmensnachfolge eine besonders bedeutende Rolle, und je nach Fall eben auch die Erbschaftssteuern. Erbschaftssteuern können entscheidend dafür sein, ob und wie ein Unternehmen den Weg in die nächste Generation der Familie findet. Das Center for Family Business der Universität St.Gallen (CFB-HSG) hat zusammen mit EY erstm

Austausch von Steuerrulings im Rahmen von BEPS

Der von der OECD und den G-20-Staaten entwickelte Massnahmenkatalog gegen Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) sieht Massnahmen zur Offenlegung der konzerninternen Verrechnungspreisdokumentation gegenüber den Steuerbehörden sowie zum spontanen Austausch von Steuerrulings vor (1). OECD Master und Local File Es wird dabei von multinationalen Konzernen verlangt, ein Master File wie auch ein Local File zu führen. Das Master File enthält übergeordnete Informationen ü

Unzureichende Verlustverrechnung-Teil 3

In einem ersten und zweiten Blogbeitrag wurde das Fehlen einer grenzüberschreitenden direkten Verlustverrechnungsmöglichkeit bei einer Holding- im Gegensatz zu einer Stammhausstruktur aufgezeigt und als Konflikt einerseits mit der Entscheidungsneutralität und andererseits mit dem im Steuerrecht massgeblichen Leistungsfähigkeitsprinzip dargestellt. In diesem dritten Teil wird der Frage nachgegangen, ob eine indirekte Verlustverrechnung mittels Abschreibungen auf Beteilig

International Tax Quiz I

WAHR oder FALSCH? Können Sie wahre von falschen Aussagen im internationalen Steuerrecht unterscheiden? In unserem International Tax Quiz I erhalten Sie fünf Aussagen. Geben Sie Ihren Tipp ab, welche korrekt und welche falsch sind. Sie erfahren sofort, ob Sie richtig liegen. Hier gelangen Sie zu unserem International Tax Quiz I. Wir wünschen Ihnen viel Spass! Ihr Kalaidos Blog Team

Umsetzung des AIA in der Schweiz

Die Umsetzung des automatischen Informationsaustausches in Steuersachen aus Sicht der Steuerpflichtigen und der Banken war Thema der dritten Frühlingsgespräche an der Kalaidos Fachhochschule. Dieser Post zeigt einige spannende Ausschnitte aus dem Referat von Herrn Dr. iur. Marc Winiger und Herrn lic. iur. Martin Horni (Compliance Officers Tax Raiffeisen) auf. Was ist das Ziel des AIA? Der seit dem 1. Januar 2017 in der Schweiz in Kraft getretene globale Standard für den Aut

Steueragenda 2017: Neue Ansätze

In einem ersten Teil wurde beleuchtet, dass ein klares «Nein» zur Unternehmenssteuerreform III (USR III) auch seine positiven Seiten hat. Ein Blick nach vorn zur Steuervorlage 17 (SV17) gibt Anlass zu grundsätzlichen Überlegungen, d.h. zu neuen möglichen Ansätzen im Bereich der Unternehmenssteuern. Ein erster möglicher Ansatz für den Erhalt der steuerlichen Wettbewerbsfähigkeit "Mehr Freiraum für die Kantone" wurde bere

Steueragenda 2017: Unternehmenssteuerreform

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit erwacht die Vegetation, es beginnt zu spriessen. Nach dem Nein zur Unternehmenssteuerreform III (USR III) am 12. Februar 2017 mangelt es nicht an Vorschlägen, wie die nächste verbesserte Vorlage auszugestalten ist. Es gilt, die Spreu vom Weizen zu trennen.  Blick zurück – USR III Über die Gründe, warum die USR III in der Volksabstimmung vom 12. Februar 2017 klar gescheitert ist, wurde in den letzten Wochen schon se

Pauschalbesteuerung: Heutige Fallstricke

In einer vierteiligen Blogserie wurde in einem ersten Teil die Entstehung der Besteuerung nach dem Aufwand (sog. Pauschalbesteuerung) beleuchtet. Mit welchen Massnahmen die Pauschalbesteuerung in der Bevölkerung auf mehr Akzeptanz stossen könnte, wurde in einem zweiten Teil hervorgehoben. Die Themen Einnahmen durch die Pauschalbesteuerung, Vereinbarkeit mit dem Grundsatz der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie Vereinbarkeit mit der Ausübung von&