Steuerrecht

Steuerstandort Schweiz

Die Massnahmen für den Steuerstandort Schweiz war eins von vielen Themen an der Neuen Zürcher Steuerkonferenz (NZSK) 2017 (Slides zur Gegenüberstellung der Massnahmen). In einer Podiumsdiskussion mit: lic. iur. Fabian Baumer, RA, dipl. Steuerexperte, Leiter Steuerpolitik, EStV, Dr. Daniel Lampart, Chefökonom und Sekretariatsleiter, Schw. Gewerkschaftsbund SGB, Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger, Gründungsdekan Wirtschaftswiss. Fakultät, Unive

25. September 2017

Selbstanzeige im System VStrR

Das Verrechnungssteuerrecht (VStrR) sieht schon seit seiner Inkraftsetzung am 1. Januar 1975 die völlige Straflosigkeit des Täters vor, der: seine Widerhandlung aus eigenem Antrieb anzeigt,  seine Mitwirkungspflicht zur Feststellung der Grundlagen der Leistungs- oder Rückleistungspflicht soweit zumutbar vollständig erfüllt und  die Abgabe leistet (Art. 13 VStrR). Die Straflosigkeit ist jedoch auf die erste Selbstanzeige wegen einer vorsätzl

Vernehmlassung Steuervorlage 17

Am 6. September 2017 hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Steuervorlage 17 (SV17) eröffnet. Wie bereits in einem vorherigen Post "Eckwerte der Steuervorlage 17" berichtet, enthält die Steuervorlage 17 gewichtige Anpassungen zur Unternehmenssteuerreform III.  Mit der Steuervorlage 17 kommt eine Neuauflage des Projekts (Symbolbild) Mit den steuerlichen Massnahmen der SV17 soll die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz erhalten bleiben.  Steuerliche

Dilemma Hinterziehungsfalle

Steuerdelikte sind typischerweise Seriendelikte. Verheimlicht der Steuerpflichtige eine wiederkehrende Einkunftsquelle oder einen dauerhaften Vermögenswert, gerät der Steuerpflichtige dadurch in eine Hinterziehungsfalle. Ein Steuersünder im Dilemma (Symbolbild) In den Folgeperioden steht er nämlich jeweils vor Abgabe der Steuererklärung vor dem Dilemma, entweder die Hinterziehung fortzusetzen oder sich durch erstmalige Deklaration der bisher verheimlichten Steuerfaktore

Altersvorsorge 2020: Steueraspekte

Am 24. September werden Volk und Stände über das Gesetzespaket «Altersvorsorge 2020» abstimmen. Gemäss dem Bundesrat soll die Vorlage die Höhe der Leistungen der Altersvorsorge sichern, die AHV und die berufliche Vorsorge bis Ende des nächsten Jahrzehnts ausreichend finanzieren und die Altersvorsorge gemäss den Bedürfnissen der Gesellschaft weiterentwickeln. Altersvorsorge 2020 bringt auch steuerrechtliche Fragen auf (Symbolbild)  Demgegen&uum

11. September 2017

Abzugsfähigkeit der Kosten bei Wertschriften

Das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich hat entschieden (Entscheid vom 31. Januar 2017), dass die bisherige Weisung des kantonalen Steueramtes über die Abzugsfähigkeit der Kosten für die Verwaltung von Wertschriften des Privatvermögens vom 8. August 2002 nicht restriktiv auszulegen sei. Das Erfordernis, dass bei Depotwerten von über CHF 2 Mio. die effektiv bezahlten Kosten mindestens die Höhe des Pauschalabzuges von 3‰ erreichen sollten, ist nicht hal

Home-Office: Arbeitszimmerabzug

Wenn Mitarbeitende regelmässig bei sich zu Hause im Home-Office tätig sind, stellt sich die Frage, ob im Rahmen der Steuererklärung die Kosten für die Benutzung des privaten Arbeitszimmers abgezogen werden können. Arbeitnehmende wissen meist nicht, was sie fürs Home-Office steuerlich in Abzug bringen dürfen (Symbolbild)   Unselbständige Erwerbstätigkeit Bei der unselbständigen Erwerbstätigkeit können nach Art. 9 Abs. 1 StHG d

04. September 2017

Home-Office: Abzug Mietzins

Während im ersten Teil des Blogbeitrags zum Home-Office die mögliche Qualifikation des Home-Office als Betriebsstätte behandelt wurde, wird nun im zweiten Teil die Frage beantwortet, ob der Mietzins, welcher ein Arbeitgeber einem regelmässig zu Hause arbeitenden Mitarbeitenden bezahlt, geschäftsmässig begründeten Aufwand darstellt. Zu dieser Frage nahm das Bundesgericht in seinem Urteil vom 3. Mai 2016 1) Stellung. Privates Arbeitszimmer: Stellt der Mietzins g

Austausch Steuerrulings: Praxis Zürich

Seit dem 1. Januar 2017 ist die revidierte Steueramtshilfeverordnung in Kraft. Die Verordnung definiert unter anderem den Rahmen und die Verfahren für den spontanen Informationsaustausch der Schweiz mit ausländischen Steuerbehörden, einschliesslich jene, die für Steuervorbescheide (sogenannte „Steuerrulings“) gelten. Der spontane Informationsaustausch findet ab 1. Januar 2018 statt und umfasst die bestehenden Steuerrulings, die ab dem 1. Januar 2010 erteilt wurden

Home-Office: Eine Betriebsstätte?

Das Home-Office wird als Alternative zum konventionellen Büro immer wichtiger: Einer Studie von Deloitte 1) zufolge arbeiten bereits 28% der Arbeitnehmenden in der Schweiz mindestens einen halben Arbeitstag pro Woche zu Hause. Ursache dafür sind diverse Entwicklungen: Die fortschreitende Digitalisierung hat das mobile, ortsungebundene Arbeiten aus technischer Perspektive ermöglicht. Wissensbasierte Berufe und der Dienstleistungssektor gewinnen an Bedeutung. Doch wie ist das Home