Steuerrecht

Eckwerte der Steuervorlage 17

Nach der Abstimmung zur Unternehmenssteuerreform III (UStR III), welche am 12. Februar 2017 mit gut 59 Prozent Nein-Stimmen an der Urne abgelehnt wurde, hat der Bundesrat das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, die inhaltlichen Eckwerte für eine neue Steuervorlage17 auszuarbeiten. Die Eckwerte zur neuen Steuervorlage 17 (SV 17) wurden vom Steuerungsorgan, bestehend aus Vertretern des Bundes und der Kantone, ausgearbeitet. Hitzige Debatten unter der Bundeshausku

Pauschalbesteuerung: Aktuelle Zahlen

In einem früheren Post haben wir unter anderem erfahren, wie sich die Anzahl der pauschalbesteuerten Personen in der Schweiz in den letzten Jahren bis Ende 2014 entwickelt hat. Die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK) führt alle zwei Jahre eine Umfrage unter den Kantonen zur Entwicklung der Aufwandbesteuerung durch. Die aktuellen Zahlen liegen laut Medienmitteilung der FDK vor. Die ökonomische Bedeutung der Besteuerung nach dem Aufwand, gemesse

Stolperstein Aktionärsdarlehen (2/2)

Die Qualifikation eines simulierten Aktionärsdarlehens als geldwerte Leistung hat neben den Einkommens-und Gewinnsteuerfolgen auch verrechnungssteuerrechtliche Konsequenzen. Im Zeitpunkt der Umqualifizierung schuldet die Gesellschaft die Verrechnungssteuer von 35%. Die Gesellschaft ist verpflichtet die geschuldete Verrechnungssteuer auf den Aktionär (Leistungsempfänger) zu überwälzen, ansonsten wird die geldwerte Leistung verrechnungssteuerrechtlich als Nettoleistu

Stolperstein Aktionärsdarlehen (1/2)

Eine Kapitalgesellschaft kann mit ihren Beteiligten (nachfolgend «Aktionären») zivil- und handelsrechtliche Verträge abschliessen, wie sie dies mit Drittpersonen tun würde. Unter anderem kann die Kapitalgesellschaft den Beteiligten oder ihnen nahestehenden Personen Darlehen gewähren (nachfolgend «Aktionärsdarlehen»). Die Darlehensgewährung muss jedoch zu Bedingungen erfolgen wie sie unter unabhängigen Dritten üblich sind (Stichwort

Teilrevision des MWST-Gesetzes

Privat- wie öffentlich-rechtlichen Unternehmungen und Gemeinwesen steht möglicherweise ein spannendes aber auch anstrengendes Herbstprogramm im Zusammenhang mit den Änderungen im Rahmen der MWST-Gesetzesrevision bevor, zusätzlich belastet mit einer Änderung bei den MWST-Sätzen, die möglicherweise gleichzeitig auf den 1. Januar 2018 erfolgen könnte. Bei einer allfälligen Steuersatzänderung heisst dies für steuerpflichtige Personen, die mit Sa

Steuerliche Behandlung von Bussen, Geldstrafen

Am 16. November 2016 erliess der Bundesrat die Botschaft zum Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung finanzieller Sanktionen und setzte damit die Motion Luginbühl (14.3450) um. Bussen, Geldstrafen und finanzielle Verwaltungssanktionen mit Strafzweck sollen ausdrücklich nicht als geschäftsmässig begründeter Aufwand gelten und steuerlich nicht abzugsfähig sein. Gewinnabschöpfende Sanktionen sollen dagegen zum Abzug zugelassen werden. Weiter soll der

Kalaidos Blog wird 1 Jahr

Vor zwölf Monaten durften wir auf dieser Webseite nach ausführlicher Vorbereitung den Kalaidos Blog live schalten und damit sowohl unsere drei erfolgreichen bestehenden Blogs zusammenführen als auch neue Inhalte aus dem Bereich Wirtschaft lancieren. Seit Juni letzten Jahres wurden auf dem Kalaidos Blog sage und schreibe 500 abwechslungsreiche Blogbeiträge publiziert, die zahlreiche Leserinnen und Leser für die Themen Accounting und Controlling Banking u

IFRS-Update: Unsichere Steuerpositionen

Das „International Accounting Standards Board“ („IASB“ oder “das Board”) hat in seiner Mai Sitzung die Interpretation des IFRS Interpretation Committee („IFRIC“ oder „das Committee“) betreffend die Bilanzierung unsicherer Steuerpositionen (Uncertainty over Income Tax Treatments oder Steuerrisiken) ratifiziert. Die Interpretation wird für Geschäftsjahre anwendbar sein, welche nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Hintergrund Bei

Verdeckte Gewinnausschüttung

Verdeckte Gewinnausschüttungen (oder geldwerte Leistungen) sind überhöhte Leistungen von AGs und GmbHs an ihre Aktionäre/Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Personen, die einem nicht beteiligten Dritten nicht erbracht worden wären. Symbolbild: Luxusyacht eines Aktionärs Nahestehende Personen können Verwandte oder andere Personen sein. Beispiele: überhöhte Saläre, Spesen, Honorare übersetzte Leistungen für Vorsorg

Teil 4: Unzureichende Verlustverrechnung

In diesem Post werden Argumente für und gegen die Einführung einer unternehmensstrukturneutralen, grenzüberschreitenden Verlustverrechnung aufgezeigt. Das Fehlen einer grenzüberschreitenden direkten Verlustverrechnungsmöglichkeit bei einer Holding- im Gegensatz zu einer Stammhausstruktur stellt ein Konflikt dar, einerseits mit der Entscheidneutralität der Konzerne und andererseits mit dem im Steuerrecht massgeblichen Leistungsfähigkeitsprinzips. Anhand ein