Unternehmensführung

Viel Geld für Startups

04. Dezember 2019

Europäische Jungunternehmen haben im ersten Halbjahr so viel Geld erhalten wie nie zuvor: Der Gesamtwert der Start-up-Finanzierungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. Die Zahl der Finanzierungsrunden legte hingegen nur um 10 Prozent auf 2‘301 zu. Das sind Ergebnisse des Start-up-Barometers der Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Es erfasst Firmen, die jünger als zehn Jahre sind.

Grafik Startup Investitionen H1 2019

Die meisten Start-up-Finanzierungsrunden finden in London, Paris oder Berlin statt (Grafik: Ernst & Young).

Trotz des bevorstehenden Brexits behält Grossbritannien seine Spitzenposition innerhalb der europäischen Start-up-Szene. An britische Start-ups flossen insgesamt 6,7 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Schweiz belegt beim Investitionsvolumen den fünften Rang – hier stiegen die Start-up-Investitionen um 46 Prozent auf fast 600 Millionen Euro. Die grösste Finanzierung ging entsprechend an eine britische Firma: Das Start-Up OneWeb erhielt 1,1 Milliarden Euro. Der grösste Deal in der Schweiz ging an Arvelle Therapeutics, welche eine Finanzspritze von 169 Millionen Schweizer Franken bekam.

Im europäischen Städteranking liegt London mit 5,7 Milliarden Euro vorn, mit grossem Abstand gefolgt von Paris und Berlin. Auf den Rängen acht und sechzehn nach Investitionssumme liegen Basel und Zürich mit 203 Millionen bzw. 117 Millionen Euro. Daneben kann sich mit Lausanne noch eine dritte Schweizer Stadt unter den europäischen Top-20 platzieren (97 Millionen Euro). „Die Dynamik ist beeindruckend und erreicht zunehmend auch kleinere Märkte, allen voran die Schweiz mit einem Anstieg von 25 Prozent“, konstatiert Roger Krapf, Partner und Leiter der Start-up Initiative von EY in der Schweiz.

Thema: Unternehmensführung

Autor: Alexander Saheb

Datum: 04. Dezember 2019

Schlagworte: Startups

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