Unternehmensführung

Reger Handel mit Schweizer KMU

03. Juni 2019

Schweizer KMU werden gern gekauft. Dabei greifen sowohl Investoren aus dem In-und Ausland zu. Eine Deloitte Studie berichtet von 151 im vergangenen Jahr aufgekauften KMU, ein Wachstum von 7 Prozent gegenüber Vorjahr. Für das laufende Jahr ist angesichts des unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld mit weniger Transaktionen zu rechnen.

Landkarte Schweiz mit M&A Transaktionen

In Zürich finden mit Abstand die meisten M&A-Transaktionen mit Schweizer KMU statt (Grafik: Deloitte).

Private Equity Fonds entdecken Schweizer KMU

Eine zunehmend wichtige Rolle nehmen Private Equity-Fonds ein. 2018 kauften in- und ausländische Private Equity-Fonds 32 Schweizer KMU. Im Vorjahr waren es 28 und 2015 erst 18 KMU gewesen. Schweizer Fonds spielen immer aktiver mit und standen 2018 hinter 44 Prozent der Transaktionen. Wie im Vorjahr bevorzugten die Käufer im Industriesektor tätige KMU (27 Transaktionen), dicht gefolgt von Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Medien und Telekom (25 Transaktionen).

Günstige Finanzierung sorgt für anhaltende Übernahmewelle

„Dank niedriger Zinsen und wachsendem Investitionskapital kauften Private Equity-Fonds 2018 mehr kleine und mittlere Unternehmen“, so Stephan Brücher, Partner Financial Advisory und Private Equity Leader von Deloitte Schweiz. Angesichts der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen rechnen die Experten auch 2019 mit einem anhaltenden Transaktionsstrom. Die Anzahl der Transaktionen könnte aufgrund der geopolitischen Spannungen weltweit sowie auch in Europa aber leicht rückläufig sein.

Thema: Unternehmensführung

Autor: Alexander Saheb

Datum: 03. Juni 2019

Schlagworte: Unternehmensstrategie

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